Die Flucht eines verurteilten Mörders während eines Gefängnisausgangs sorgt weiter für politische Diskussionen in Niedersachsen. Justizministerin Kathrin Wahlmann verteidigte Mittwoch im Landtag die Praxis von Haftlockerungen. Der Ausgang von Gefangenen sei ein wichtiger Bestandteil der Resozialisierung, um sie auf ein Leben nach der Haft vorzubereiten. Anlass der Debatte im Landtag ist der Fall eines verurteilten Mörders, der in der vergangenen Woche in Peine, kurz vor den Toren der Region Hannover, bei einem Ausgang mit einem Motorrad geflohen war. Der 42-Jährige konnte später nach einem Unfall in Italien gefasst werden. Justizministerin Wahlmann kündigte an, den Fall gründlich aufzuarbeiten und mögliche Fehler zu prüfen.
Die CDU fordert strengere Sicherheitsstandards für lebenslang verurteilte Straftäter.