Volkswagen verschärft den Tarifkonflikt mit der IG Metall. Der Autobauer hat zehn Tarifverträge gekündigt – sie laufen zum Jahresende aus. Darunter ist der Manteltarifvertrag mit Regelungen zu Arbeitszeit und Urlaub. Betroffen sind auch Vereinbarungen etwa zu Zulagen, Zusatzvergütungen und zur Eingruppierung. VW begründet den Schritt mit dem hohen Kostendruck, dem zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Hersteller sowie geopolitischen Spannungen und Handelsbarrieren. Die IG Metall und der Betriebsrat kündigten heftigen Widerstand an. Der niedersächsische IG-Metall-Chef Thorsten Gröger sprach von einem „üblen Foul an der Belegschaft“. Nicht betroffen ist der Zukunftstarifvertrag mit der Beschäftigungssicherung bis Ende 2030. Allerdings zweifeln die Arbeitnehmervertreter daran, dass VW zugesagte Investitionen wie geplant umsetzen kann.
Volkswagen kündigt fast alle Tarifverträge