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Südschnellweg-Sperrung wegen neuen Rodungen: Kampagne stellt Strafanzeige gegen Landesstraßenbaubehörde

Weil in der kommenden Woche wieder Bäume entlang des Schnellweges gerodet werden, formiert sich neuer Protest! Klimaaktivisten haben jetzt eine Studie zu psychischen Folgen durch Umweltveränderung vorgelegt.

Die Kampagne "Ricklinger Wald - Für natürlichen Klimaschutz am Südschnellweg - Jeder Baum zählt" zitiert aus einer aktuellen Untersuchung des Münchener Instituts für Klimapsychologie. Die Daten zeigten, dass Eingriffe in die Umwelt wie der Ausbau des Südschnellwegs weit mehr als nur ökologische Folgen hätten. Im wichtigen Naherholungsgebiet Leinemasch würden die Baurabeiten zu einem Verlust von Geborgenheit, Identifikation und Kontrolle führen. Besonders stark betroffen seien Menschen mittleren Alters, die eine enge Bindung zu Wohnort, Familie und sozialem Umfeld hätten!
An der Befragung haben 210 Menschen aus Hannover und Umgebung teilgenommen.

Die Klimaaktivisten haben aufgrund der Ergebnisse jetzt Strafanzeige gegen die Niedersächsische Landesstraßenbaubehörde gestellt! Wenn der Planfeststellungsbeschluss „stur“ umgesetzt werde, widerspreche das anderen Staatsaufträgen, wie Gesundheit und Klimaschutz, so die Kampagnenleitung. 

Für die Baumrodungen wird der Südschnellweg kommende Woche von Montag bis Freitag gesperrt - zwischen dem Landwehrkreisel und dem Seelhorster Kreuz!