Sie behandeln mehr als 2,3 Millionen Patientinnen und Patienten im Jahr: Mehr als 50 freigemeinnützige Kliniken in Niedersachsen haben sich zusammengeschlossen – und fordern in der Kampagne „Klinikfinanzierung fair Niedersachsen“ finanzielle Gleichberechtigung. Die Einzelheiten sind am Donnerstag in Hannover vorgestellt worden.
Freigemeinnützige Kliniken werden zum Beispiel von Kirchen oder Stiftungen betrieben. Und stehen, so die Kritik, anders als kommunale Häuser bei Verlusten ohne Unterstützung durch die Kommunen da – Thomas Moesta, Medizingeschäftsführer bei Diakovere: "Es geht einfach um Fairness im Finanzierungssystem. Das jetzige Modell der Krankenhäuser, das schon über 20 Jahre existiert, hat auf Wettbewerb gesetzt. Und will damit auch Qualität erzeugen. Aber dieser Wettbewerb wird dramatisch verzerrt. Dadurch dass eine Seite der Krankenhausversorgung eben Subventionen über ihre Träger erhält. Aus Steuermitteln. Und die andere nicht. Und das ist hochgradig unfair." Auch Diakovere beteiligt sich an der Kampagne.
Insgesamt stellen die freigemeinnützigen Häuser in Niedersachsen 1/3 aller Krankenhäuser.