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Razzia im Steintorviertel: Türsteher im Fokus der Ermittlungen

Bei einer groß angelegten Razzia gegen organisierte Kriminalität hat die Polizei Hannover im Steintorviertel Bars, Diskotheken und Bordelle kontrolliert. Die Ermittlungen richteten sich vor allem gegen die Türsteher-Szene. Es waren dabei in der Nacht zu Sonntag mehrere hundert Einsatzkräfte unterwegs. Den Ermittlern liegen Hinweise vor, dass viele am Steintor eingesetzte Türsteher enge Kontakte zu kriminellen Strukturen des Viertels pflegen. Die Polizei sagt, dort wachse der Einfluss einer organisierten kriminellen Parallelwelt, die nach ihren eigenen Regeln operiert und den Rechtsstaat ignoriert. Immer wieder würden Türsteher selbst wegen Körperverletzungen in den Blick geraten oder sollen Auslöser von Konflikten gewesen sein. Viele würden außerdem für ihre Arbeit bar bezahlt und gelten offiziell als arbeitslos gemeldet. Die Polizei stellte bei der Razzia im Steintorviertel die Identität von insgesamt 150 Personen fest, sprach fünf Platzverweise aus und sicherte Schlagstöcke und Pfefferspray. Außerdem wird wegen illegalen Waffenbesitzes und Glücksspiels ermittelt.