Politik soll nach dem Willen von Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen deutlich früher im Unterricht eine Rolle spielen – auch schon in der Grundschule. Das fordert der Landesschülerrat in einem offenen Brief an Ministerpräsident Olaf Lies und Kultusministerin Julia Willie Hamburg. Nach Angaben des Landesschülerrats beginnt Politikunterricht an niedersächsischen Schulen bislang meist erst ab der siebenten Klasse. Zu diesem Zeitpunkt seien Kinder jedoch bereits intensiv mit politischen Inhalten konfrontiert, vor allem über soziale Medien. Daher fordert der Landesschülerrat politischen Unterricht bereits in der Grundschule. Kultusministerin Hamburg wies die Forderung zurück. Schon jetzt gäbe es einen Fachkräftemangel in Niedersachsen, sagte sie gegenüber der Deutschen Presseagentur. Es sei daher unrealistisch zu suggerieren, man könne den Politikunterricht einfach ausweiten.
Poltikunterricht an der Grundschule: Niedersachsens Kultusministerin wiederspricht Landesschülerrat