Betroffene von Queerfeindlichkeit in Niedersachsen können die Fälle ab Dienstag (14.4.) online dokumentieren. Das Queere Netzwerk Niedersachsen hat dafür die Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit, kurz MIQ, ins Leben gerufen.
Ziel der neuen Meldestelle ist es, das Ausmaß und die verschiedenen Formen von Queerfeindlichkeit sichtbar zu machen. Über ein Online-Portal oder eine Handynummer können Betroffene anonym Vorfälle melden und systematisch dokumentieren lassen. Erfasst werden Online- und Offline-Vorfälle von diskriminierenden Postings bis zu Gewalttaten. Die MIQ wird vom Niedersächsischen Gesundheitsministerium gefördert - auch, um die hohe Dunkelziffer von queerfeindlichen Vorfällen aufzuzeigen.
Unter Queerfeindlichkeit werden Diskriminierungen, aber auch Gewalt gegenüber Menschen verstanden, deren Sexualität, Geschlecht oder Beziehungsform nicht in cis-heteronormative Normen passen.