Er soll Informationen an die Terrorgruppe Hisbollah weitergeleitet haben: Im Prozess gegen einen 51-Jährigen ist vor dem Oberlandesgericht Celle am Montag ein Urteil gefallen. Wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung verurteilte der Strafsenat den Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem 1 Jahr und 6 Monaten auf Bewährung. Der 51-Jährige war in Langenhagen im Vorstand einer Moschee-Gemeinde und einer Arabisch-Schule tätig. Nach Ansicht des Gerichts hatte er sich der Terrorgruppe Hisbollah angeschlossen und bis 2019 hochrangigen Mitgliedern der Vereinigung von Veranstaltungen in der Gemeinde berichtet. Das milde Urteil begründeten die Richter mit einer günstigen Sozialprognose: Der Angeklagte habe sich umfassend geständig gezeigt und sich bereits vor einiger Zeit von der Hisbollah abgewandt. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Der 51-Jährige kann die Entscheidung anfechten.
Langenhagen: Ehemaliges Hisbollah-Mitglied zu Bewährungsstrafe verurteilt