Zwei Streifenpolizisten aus Hannover sollen Drogendealer erpresst und Geld abkassiert haben. Am Mittwoch (27.8.) wird in dem Korruptionsprozess am Landgericht das Urteil erwartet. Den beiden wird Erpressung, Bestechlichkeit, Diebstahl und Strafvereitelung vorgeworfen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft haben beide Angeklagten ihr Amt als Polizisten missbraucht und das öffentliche Ansehen der Polizei erschüttert. Spätestens im April 2024 sollen sie verabredet haben, Drogenhändlern bei vorgetäuschten Kontrollen Geld wegzunehmen, um sich eine zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen.
Für den 34 Jahre alten Polizisten hat die Staatsanwaltschaft fünf Jahre Haft gefordert. Er soll die treibende Kraft des Duos gewesen sein. Für den mitangeklagten Kollegen hält die Staatsanwaltschaft eine Strafe von zwei Jahren auf Bewährung für angemessen – da der 50-Jährige eine Familie, keine Vorstrafen und damit eine positive Sozialprognose habe. Dem 34-Jährigen bescheinigte die Staatsanwaltschaft hingegen eine hohe kriminelle Energie. Sein Verteidiger fordert eine Bewährungsstrafe.