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Hundertfach Missbrauch gefilmt: Prozessstart am Landgericht Hannover

Am Landgericht Hannover wird seit Donnerstag ein Fall verhandelt, der an den der Französin Gisèle Pelicot erinnert: Ein 39-Jähriger soll seine frühere Partnerin betäubt, vergewaltigt und Filme davon ins Internet gestellt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehr als 100 Taten vor.

Der Angeklagte soll der Frau zwischen November 2021 und März 2026 in der gemeinsamen Wohnung in Ronnenberg Schlafmittel oder Ketamin verabreicht haben, um sie zu betäuben. Laut Gericht hat er dann verschiedene sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen und gefilmt. Die Aufnahmen hat er verschickt oder auf Internetplattformen hochgeladen. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 25. September angesetzt.

Der Fall erinnert an den Missbrauchsprozess um die Französin Gisèle Pelicot: Ihr Ex-Mann wurde 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Frau fast zehn Jahre lang mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Männern zur Vergewaltigung angeboten hatte.