Im Fall um die ehemalige SPD-Ratsfrau Hülya Iri wirft Niedersachsens CDU der Landesregierung Verschleppung vor. Die Parlamentarische Geschäftsführerin Carina Hermann sagte der HAZ, dass die Partei fordert, die beantragten Akten vollständig vorzulegen. Sie kritisiert, dass die Aufklärung womöglich bis nach der Kommunalwahl im September hinausgezögert werde. Die CDU-Landtagsfraktion hatte bereits Anfang Juni die vollständige Vorlage der Unterlagen beantragt.
Es geht um Vorwürfe von Untreue und Subventionsbetrug in Millionenhöhe. Der Integrationsverein Kronsberg – gegründet von der ehemaligen SPD-Ratsfrau Hülya Iri – hatte trotz hoher Fördermittel Insolvenz angemeldet. Die Polizei hatte Anfang Juli mehrere Wohnungen und das Vereinsbüro durchsucht. Dabei wurden auch Datenträger und Unterlagen sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.