Die Kosten für Pflegedienstleistungen sind auch in der Region deutlich gestiegen. Das geht aus einem Fachbericht hervor, den die Regionsverwaltung am Dienstag im Sozialausschuss vorgestellt hat.
Durchschnittlich rund 2500 Euro müssen Betroffene mittlerweile für einen Platz in der stationären Pflege zahlen – zusätzlich zu Leistungen der Pflegekassen. Laut Bericht müssen durch die gestiegenen Kosten mehr Menschen die sogenannte „Hilfe zu Pflege“ in Anspruch nehmen, also staatliche Unterstützung, die in Teilen auch von den Kommunen getragen wird. Die Belastungen dürften aber auch Angehörige spüren, die Pflegebedürftige wegen teurer Heimplätze selbst versorgen. Von einer dramatischen Lage spricht Sozialdezernentin Andrea Hanke. Es brauche dringende Entlastung für Angehörige sowie eine Reform der Finanzierung von Pflege durch Bund und Länder. Insgesamt waren 2023 knapp 77 Tausend Menschen in der Region Hannover auf Pflegeunterstützung angewiesen – 15 Prozent mehr als 2021.