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Dezernentenwahl in der Regionsversammlung: Anne Spiegel in der Kritik

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel will neue Sozialdezernentin der Region Hannover werden. Sie steht am Dienstag (11.11.) in der Regionsversammlung zur Wahl. Ihre Nominierung hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt.

Der Kern der Kritik bezieht sich auf Spiegels Rolle als Landesumweltministerin von Rheinland-Pfalz. Im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 waren SMS-Nachrichten bekanntgeworden, die nahelegen, dass Spiegel ihr Image im Krisenmanagement aufbessern wollte. Spiegel war zudem kurz nach der Flutkatastrophe, bei der mehr als 180 Menschen starben, in einen vierwöchigen Urlaub aufgebrochen. Wegen anhaltender Kritik trat sie 2022, dann als Familienministerin der Bundesregierung, von ihrem Amt zurück.

Gegen ihr neues Amt als Sozialdezernentin protestierten am Wochenende etwa 50 Menschen, indem sie symbolisch 135 Kreuze für die Opfer der Flutkatastrophe ablegten.

Neben Spiegel sind noch Torben Klant als Dezernent für Öffentliche Sicherheit und Verbraucherschutz sowie Isabella Gifhorn als Bildungsdezernentin nominiert.