In Niedersachsen gibt es immer mehr gemeldete Datenschutzpannen. Das geht aus einer Auswertung des Landes hervor. Im ersten Halbjahr wurden knapp 1.250 Fälle gemeldet – 58 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Damit liegt die Zahl bereits über dem Gesamtwert für 2025. Besonders häufig geht es darum, dass sensible Daten versehentlich an die falsche Adresse geschickt oder offengelegt werden – etwa bei Kliniken, Händlern oder Behörden. Gleichzeitig nehmen Cyberangriffe zu, vor allem erfolgreiche Phishing-Attacken auf E-Mail-Konten. Rund zwei Drittel der gemeldeten Fälle betreffen Unternehmen, ein Drittel öffentliche Stellen. Niedersachsens Datenschutzbeauftragter mahnt zu mehr Vorsicht. Zwei-Faktor-Authentifizierung, klare Abläufe und regelmäßige Schulungen könnten viele Datenpannen verhindern.
Datenschutzpannen in Niedersachsen nehmen zu