Im Streit um die Zug-Neubaustrecke Hamburg-Hannover zeichnet sich in Berlin vorerst keine Entscheidung ab. Union und SPD wollen den Beschluss im Verkehrsausschuss des Bundestages vertagen – auch, wenn sich beide demnach längst auf einen gemeinsamen Antrag zur Neubaustrecke verständigt haben. Sie wollen aber erst dann zustimmen, wenn es auch Verbesserungen auf der Bestandsstrecke gibt. Eine Entscheidung vor der Sommerpause ist damit vom Tisch, sie soll voraussichtlich Ende September fallen.
Kritik daran kommt von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Swantje Michaelsen aus Hannover: Union und SPD verschleppten die Entscheidung – sie spricht von Wahltaktik. Der Termin für eine mögliche Entscheidung liegt nach dem Termin für die Kommunalwahl in Niedersachsen am 13. September.
Ob die Strecke neugebaut wird oder ob es einen Ausbau im Bestand gibt, darüber wurde schon länger diskutiert: Das Land Niedersachsen zum Beispiel war gegen den Neubau, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hatte sich mehrfach dafür ausgesprochen. Letztlich liegt die Entscheidung beim Bund.