Kurz vor dem Start der Zweitliga-Saison ziehen Polizei und Land Niedersachsen eine gemischte Bilanz der vorherigen Fußballsaison: Die Fälle von Gewalt und Krawalle konnten in den Stadien um mehr als 50 Prozent gesenkt werden - von rund 690 auf etwa 360 Straftaten. Auch die Zahl der Verletzten im Kontext der Spiele ging um fast die Hälfte zurück.
Das sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, sagt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens. Die Maßnahmen der Polizei hätten sich bewährt. Die Zahlen zeigten aber auch, dass wir noch nicht am Ziel seien, so Behrens. Man müsse weiterhin wachsam bleiben und die bisherigen Anstrengungen verstärken. Ein Problem bleibt beispielsweise der Einsatz von Pyrotechnik in den Stadien, der in der vergangenen Saison sogar zugenommen hat. Enttäuschend sei laut Behrens außerdem, dass die Vereine weniger Sicherheits- und Ordnungsdienstkräfte eingesetzt und weniger Stadionverbote ausgesprochen hätten - während die Polizei ihre Maßnahmen intensiviert habe. Die Vereine müssten ihrer Verantwortung gerecht werden und aktiv zur Sicherheit beitragen, so die Innenministerin.