"Kaltschnäutzigkeit" und "Abrissbirne": IG-Metall kritisiert VW-Schließungspläne

Die IG Metall reagiert scharf auf die aktuellen Pläne von Volkswagen zur Werksschließungen. Die WirtschaftsWoche hatte berichtet, dass die Konzernspitze einstimmig beschlossen hat, die Produktion in vier Werken auslaufen zu lassen, darunter auch das VWN-Werk hier in Hannover.

IG Metall Bezirksleiter Thorsten Gröger spricht von „bemerkenswerter Kaltschnäuzigkeit" des Vorstands. Derartige Entscheidungen können nicht am Aufsichtsrat vorbeigetroffen werden. Statt neuer Eskalationsszenarien brauche es einen ernsthaften Dialog mit der Arbeitnehmerseite. Gröger warnt: Die IG Metall werde keine Maßnahmen akzeptieren, die zur Abrissbirne für ganze Werke werden. Wenn der Vorstand diesen Konflikt sucht, werde er ihn bekommen.

Am Freitag tagt der VW-Aufsichtsrat – da wird über das Sanierungskonzept entschieden.