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Antisemitische Anfeindungen: Rias meldet neuen Höchststand

Die Zahl antisemitischer Vorfälle hat in Niedersachsen einen neuen Höchststand erreicht. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, kurz Rias, dokumentierte im vergangenen Jahr mehr als 670 Anfeindungen und Bedrohungen gegenüber Jüdinnen und Juden. Nach Einschätzung der Organisation hat der Hamas-Angriff auf Israel die Lage nachhaltig verändert. Die Zahl der Vorfälle ist seitdem immer weiter gestiegen. Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann sieht weiter großen Handlungsbedarf. Antisemitismus sei keine Randerscheinung und insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 in der Gesellschaft weit verbreitet. Israel- und Judenhass seien in allen politischen Spektren erkennbar, auch in vermeintlich progressiven Milieus. Der Schutz jüdischen Lebens bleibe eine Aufgabe staatlichen Handelns, so die Justizministerin. Rias geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl antisemitischer Vorfälle noch deutlich höher liegt als die registrierten.