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++ Weil: Pleitewelle droht - Kritik an Impfstoff-Zulassung ++

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Eine Insolvenzwelle könnte durch Niedersachsens Wirtschaft rollen – das befürchtet Ministerpräsident Stephan Weil. Das Jahr 2021 werde sehr schwer für Unternehmen werden. Zwar habe sich der Staat größte Mühe gegeben, Betriebe nicht im Stich zu lassen, sagte Weil dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, wichtig sei aber, dass die Abschlagszahlungen für die versprochenen Hilfen nun endlich bei den Betroffenen ankämen. Der Ministerpräsident plädierte dafür, die heruntergefahrenen Teile der Wirtschaft so bald wie möglich wiederzubeleben. Zur Finanzierung könnten dann auch Krisengewinner wie der Onlinehandel herangezogen werden. Und auch über eine Vermögenssteuer müsse man sprechen.

Mit Blick auf den schleppenden Impfstart übte Weil scharfe Kritik an der Europäischen Union. Er finde es zwar richtig, dass Impfstoffe gemeinsam beschafft würden. Was er jedoch nicht verstehe, sei, warum bestimmte Vakzine in Europa später zugelassen würden als im Rest der Welt. So sei es von entscheidender Bedeutung, dass man nun so schnell wie möglich die Zulassung für das Serum von AstraZeneca bekomme. Mit diesem Vakzin könnten Tausende Hausärzte in die Impfkampagne einsteigen, was „richtig Schwung in die Sache bringen würde“, so der Ministerpräsident.

++ Reimann: Impfwillige müssen teilweise bis Herbst warten ++

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Es dürfte wohl bis Herbst dauern, bis allen Menschen in Niedersachsen, die geimpft werden wollen, die Dosis zur Verfügung stehe. Das sagte Sozialministerin Carola Reimann laut dem Politikmagazin „Rundblick“ im Sozialausschuss des Landtags. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte bislang vom Sommer gesprochen.

Reimann fügte hinzu, sie sehe bislang keine Wirkung des Corona-Lockdowns. Das Auftreten von Mutationen wie der aus Großbritannien und Südafrika könne die Lage zudem erheblich verschärfen. Dementsprechend stünden noch einige sehr schwere Wochen voraus.

Ministerpräsident Weil hatte einen möglichen Lockdown bis Ostern zuletzt nicht ausgeschlossen – allerdings sei jetzt der falsche Zeitpunkt dafür. Die Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten soll aber offenbar bereits kommende Woche stattfinden. Dort sollen dann mögliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen diskutiert werden.

++ Groß-Buchholz: Mutiger Busfahrer jagt Taschendieb ++

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Eine Seniorin sitzt auf der Bank einer Bushaltestelle an der Karl-Wiechert-Allee in Groß-Buchholz. Ein junger Mann kommt näher, fragt die 73-Jährige nach einer Zigarette – und reißt ihr dann mit einem Mal die Handtasche weg. Ein Busfahrer beobachtet die Tat und nimmt die Verfolgung auf, zu Fuß. Der 40-Jährige gibt denn auch den eintreffenden Polizisten wichtige Hinweise, die Beamte nehmen den Dieb schließlich an der Lüchower Straße, Ecke Wolfsburger Damm fest. Das Ganze hat sich am Donnerstag in Groß-Buchholz abgespielt. Die Seniorin bekam ihre Handtasche dank des mutigen Busfahrers dann auch zurück.

++ Maskenpflicht am Maschsee gilt nicht für Sportler ++

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Maskenpflicht am Maschsee – aber nicht für Sportler: Die seit Sonntag geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung schließt Jogger, Rollschuh- und Fahrradfahrer sowie Nutzer von E-Scootern nicht mit ein. Auch Nordic Walken ist laut Region ohne Maske möglich. Die Maskenpflicht gilt seit dem Wochenende am Rudolf-von-Bennigsen- und am Nordufer, täglich zwischen 10 und 16 Uhr. Etliche Spaziergänger hatten am Sonntag erst durch die Polizei davon erfahren.

++ Offenbar keine Absage: Kultusministerium will Abi-Prüfungen überarbeiten ++

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Abi-Prüfungen absagen? Offenbar keine Option! Das Niedersächsische Kultusministerium hat die Regelungen für die Abschlussprüfungen an Gymnasien erneut angepasst. Die Forderung der Schulleitungen nach einem Verzicht in diesem Jahr scheint damit ins Leere zu laufen.

Alle Aufgaben würden im Ministerium noch einmal auf ihre Angemessenheit geprüft und möglicherweise überarbeitet, hieß es in einem Schreiben an die Schulleitungen. So solle die Durchführung des Zentralabiturs sichergestellt werden.

Der Schulleitungsverband hatte heute einen grundlegenden Kurswechsel für das laufende Schuljahr gefordert. Auf Abiprüfungen sowie die Anschlussarbeiten der Klassen 9 und 10 solle verzichtet werden. Es könnten stattdessen freiwillige Prüfungsersatzleistungen erbracht werden. Anschließend solle eine Durchschnittsnote gebildet werden. Die Schulleiter forderten ein Zitat „Ende der Flickschusterei“. Es sei an der Zeit, der Pandemie mit konsequenten Maßnahmen zu begegnen und die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

++ ICE-Neubaustrecke Hannover-Bielefeld: Bürgerdialog gestartet ++

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Auf vier Gleisen mit Tempo 300: Die Bahn will die ICE-Strecke zwischen Hannover und Bielefeld ausbauen und startet einen Bürgerdialog. Kommunen und Anwohner sollten frühzeitig in die Suche nach einer geeigneten Trasse für die Bahnstrecke einbezogen werden. Ziel ist, Rhein und Ruhr schneller mit Berlin zu verbinden, und den Regionalverkehr zwischen NRW und Niedersachsen zu verbessern, teilte die Bahn mit. Dazu seien fünf Modellvarianten in der Diskussion. Beteiligt sind neben Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann auch Bürgermeister und Landräte der betreffenden Regionen. Der Ausbau der Strecke soll zwischen rund 2 und 6 Milliarden Euro kosten. Der Bürgerdialog findet im Netz statt unter www.hannover-bielefeld.de

++ Schulleitungen: Abschlussprüfungen wegen Corona absagen ++

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Keine Abiprüfungen wegen Corona! Das fordern nicht etwa Schüler, sondern Lehrer. Der Schulleitungsverband Niedersachsen wirbt dafür, in diesem Schuljahr lediglich eine Durchschnittsnote zu bilden. Auch auf Abschlussarbeiten in den Jahrgängen 9 und 10 solle verzichtet werden. Allerdings könnten freiwillige Ersatzleistungen durchgeführt werden. Der Verband forderte eine „Ende der Flickschusterei“ und einen „großen Wurf“. Es sei an der Zeit, der Pandemie mit konsequenten Maßnahmen zu begegnen und die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. Corona habe den Schulbetrieb nachhaltig gestört und sorge seit bald einem Jahr für große Verunsicherung. Immer wieder angepasste Erlasse versuchten zu halten, was nicht mehr zu halten sei, so die Schulleiter.

++ Impf-Briefe: Offenbar bekommt nicht jeder über 80 einen ++

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Chaos bei der Impfkampagne des Landes. Das befürchten Kritiker. Denn das SPD-geführte Gesundheitsministerium in Hannover will Menschen über 80 per Brief anschreiben und über die Corona-Impfung informieren. Aber – das soll nicht etwa mit Daten der Meldeämter passieren, sondern mit Hilfe einer Liste der Post, und die ist offenbar unvollständig.

Die Post-Tochter DHL könne auf diese Weise rund 210.000 Haushalte erreichen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums laut übereinstimmenden Medienberichten. Allerdings leben in Niedersachsen rund eine halbe Million Menschen, die 80 oder älter sind. Man habe es vermeiden wollen, die Meldebehörden in der Corona-Krise mit dem Erstellen von Listen zu beauftragen, so der Sprecher weiter. Außerdem sei ein Impftermin nicht von dem Anschreiben abhängig, sondern solle über die Hotline des Landes und eine Internetseite vereinbart werden können. DHL verlangt für das Anschreiben der Impfberechtigten laut den Berichten 28.000 Euro.

Kritik an der Entscheidung des Gesundheitsministeriums kam von der Opposition im Landtag, aber auch vom SPD-Koalitionspartner CDU. Der stellvertretende CDU-Fraktionschef Uwe Schünemann forderte, dass die Kommunen und das Sozialministerium die Menschen in einem gemeinsamen Brief über die Einwohnermeldeämter informieren müssten. Ab dem 28. Januar sollen sich über 80-Jährige, die nicht in Pflegeheimen leben, in den Impfzentren immunisieren lassen können.

++ Vermisste aus Seelze: Wurde sie Opfer eines Verbrechens? ++

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Ist Annika T. aus Seelze einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Dafür spricht nach Ansicht der Kripo inzwischen vieles. Noch immer fehlt von der 32-Jährigen jede Spur. Die Ermittler suchen jetzt mit einem Foto nach der korpulenten Frau und bitten um Zeugenhinweise.

Womöglich war es ein letzter kurzer Hilferuf bei der Polizei – danach gab es von Annika T. kein Lebenszeichen mehr. Am vergangenen Sonntagmorgen um 9 Uhr verließ sie das Haus und verschwand. Bei den Beamten ging am selben Vormittag ein Anruf ein, der aber nach kurzer Zeit abgebrochen wurde. Im Nachhinein konnte der Anruf dem Handy der Verschwundenen zugeordnet werden. Doch was mit der Frau aus Lohnde passiert ist, gibt den Ermittlern auch vier Tage später noch Rätsel auf. Ihr Telefon und andere persönliche Gegenstände waren in der Nähe des Mittellandkanals gefunden worden, nahe ihres Wohnhauses. Suchaktionen mit Hubschrauber und Personenspürhund blieben zunächst erfolglos.

++ 80-Jährige, die Zuhause leben, sollen ab Februar geimpft werden ++

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Ab dem 1. Februar sollen auch Menschen gegen Corona geimpft werden, die 80 Jahre und älter sind, und nicht in Pflegeeinrichtungen wohnen. Die Betreffenden sollen ab der kommenden Woche angeschrieben werden, sofern die Daten bei den Ämtern vorhanden seien, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder.

Ab dem 28. Januar sollten die Senioren sich dann einen Termin bei den Impfzentren geben lassen. Allerdings sei mit langen Wartezeiten zu rechnen, weil der Impfstoff knapp sei, so Schröder. Man impfe derzeit „mit Hochdruck die Altenheime durch“.

Insgesamt seien bislang über 54.000 Impfungen in Niedersachsen durchgeführt worden. Die Zahl der Infektionen sehr aber nach wie vor „zu hoch“. Deshalb wolle das Landesgesundheitsamt schon bald intensiver auf die Corona-Mutation aus Großbritannien testen. Es fehle aber derzeit noch an entsprechenden Laborgeräten.