++ Die Zukunft des Blitzens? "Section Control" geht in Betrieb ++

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Vor einem Blitzer abbremsen, danach wieder Gas geben – dieses Verhalten soll mit der neuen Geschwindigkeitsmessung „Section Control“ nicht mehr möglich sein. Auf der B6 bei Laatzen ist die bundesweit erste Messanlage dieser Art heute Mittag in Betrieb gegangen. Section Control misst die Geschwindigkeit von Fahrzeugen auf einer Strecke von gut zwei Kilometern. Einmal am Anfang, einmal am Ende. So kann die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt werden. Liegt die über dem Limit, dann blitzt es an Kontrollpunkt Nummer zwei.

Eigentlich sollte diese Abschnittskontrolle schon viel früher in Betrieb gehen. Unter anderem wegen Datenschutz- und Sicherheitsfragen hatte es aber immer wieder Verzögerungen gegeben. Nun startet zunächst eine technische Testphase, ab dem 14. Januar der 18-monatige Pilotbetrieb. Dann werden Geschwindigkeitsverstöße auch zur Anzeige gebracht.

++ Südstadt: neues Obdachlosenheim für Frauen ++

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Frauen in Not finden in Hannover jetzt auch in der Südstadt Unterschlupf. Dort wurde nun eine neue Obdachlosenunterkunft für Frauen und Kinder in Betrieb genommen. Im ehemaligen Grünflächenamt in der Langensalzastraße hinterm Landesmuseum stehen ab morgen 55 Plätze für Bewohnerinnen und gegebenenfalls deren Kinder sowie neun Notschlafplätze zur Verfügung.

Das vierstöckige Gebäude wurde in den vergangenen Monaten aufwändig umgebaut. Die Stadt investierte 2,9 Millionen Euro. Einzelzimmer, Doppelzimmer, Wohnungen mit Gemeinschaftsbädern und Gruppenräumen – die Unterkunft soll Anlaufpunkt für Frauen sein, die ihre Wohnung verlieren und auf die Schnelle keine neue Bleibe finden.

++ Stau und Frust auf dem Südschnellweg: mit Tempo 10 über die Brücke ++

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Schrittgeschwindigkeit auf dem Schnellweg: Neue Probleme auf dem Südschnellweg sorgen derzeit für lange Staus – und: bei Vielen auch für Unverständnis. Mit 10 km/h dürfen Autofahrer die Brücke über die Hildesheimer Straße derzeit in Richtung Seelhorster Kreuz nur passieren. Grund ist ein Ermüdungsbruch. Diese Brücke ist ja ohnehin schon nur provisorisch ertüchtigt. Jetzt gibt es also einen neuen Schaden an dem Bauwerk. Den hat die Straßenmeisterei bei einer Streckenkontrolle bereits am Montag entdeckt. Die Höchstgeschwindigkeit wurde dann zunächst auf 30 km/h reduziert. Das hat aber offensichtlich nicht gereicht. Nach einer Inspektion gilt nun Tempo 10.

Bis bis das wieder repariert ist, soll es nun etwas dauern. Eine Notreparatur ist erst für Mitte Januar geplant. Dann sind die nötigen Ersatzteile erst da, sagte uns die Straßenbaubehörde. Eine Woche lang soll dieser Schaden dann repariert werden. Aber auch wieder nur notdürftig. 2023 soll die alte Brücke ja sowieso abgerissen werden. So lange muss die Reparatur also halten. Sollte das mit dem Provisorium nicht gelingen, könnten Anfang des Jahres aber auch noch umfangreichere Arbeiten anstehen.

++ Englische Woche in der Bundesliga: 96 vor Freiburgspiel unter Druck ++

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Keine Punkte, kein Urlaub. Im Abstiegskampf verschärft Hannover 96 zum Jahresende noch einmal spürbar die Gangart. Vor dem Spiel gegen den SC Freiburg morgen Abend verteidigte Trainer André Breitenreiter heute diese Ansage: Aus den nächsten zwei Spielen gegen Freiburg und Düsseldorf sollen mindestens drei Punkte her. Gelingt das nicht, dann heißt es trainieren, auch an den Feiertagen.

Seit dem Wochenende und der 0 zu 4-Niederlage gegen den FC Bayern ist 96 in der Tabelle Letzter. Die Stimmung bei den Roten scheint angespannt zu sein: Im Training waren Breitenreiter und Stürmer Niclas Füllkrug zuletzt aneinander geraten. Dieser Streit sei aber bereits wieder beigelegt, sagte Breitenreiter heute.

++ Feuerwerksverbot: Stadt und Polizei nennen Details ++

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Feuerwerk verboten – zumindest in Hannovers Innenstadt. Weil es in den vergangenen Jahren an Silvester wiederholt zu gefährlichen Situationen gekommen war, verbietet die Stadt nun zum Jahreswechsel das Abbrennen und Mitführen von Feuerwerkskörpern in Teilen der City. Heute sind die Details bekannt geworden. Demnach erstreckt sich die Verbotszone vom Opernplatz über Kröpcke und Karmarschstraße bis zum Platz der Weltausstellung. Und vom Raschplatz über den Ernst-August-Platz bis zur Bahnhofstraße. Auch am Steintor ist Böllern verboten. Kontrolle und Durchsetzung dieses Verbots liegen in den Händen der Polizei. Das Verbot gilt an Silvester ab 20 Uhr, bis Neujahr um 3 Uhr morgens.

 

 

++ Wasserstadt Limmer: Abriss des alten Conti-Gebäudes hat begonnen ++

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Auf dem alten Conti-Gelände in Limmer ist heute der Abrissbagger angerückt: In der Wasserstadt Limmer hat der Abriss des ersten Conti-Altgebäudes begonnen – des Gebäudes mit der Nummer 10. Das ist die einzige Industrieruine auf dem Areal, die nicht unter Denkmalschutz steht. Die Stadt hatte den Abriss vor einigen Tagen genehmigt. Die Arbeiten laufen nun seit heute Morgen und werden wohl einige Tage dauern. Zunächst arbeitet sich der Abrissbagger mit einer Schere vorsichtig durch das Mauerwerk.

Während der Arbeiten versammelten sich einige Aktivisten der Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer vor Ort für eine Mahnwache. Die Initiative kämpft für den Erhalt der Industrieruinen. Die anderen verbleibenden Gebäudeteile des ehemaligen Conti-Werks stehen unter Denkmalschutz. Sie bleiben vorerst unangetastet.

++ Neuer Verfassungsschutzpräsident: Witthaut folgt auf Brandenburger ++

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Rechts- und linksextremistische oder islamistische Bedrohungen beobachten, erkennen, vereiteln – das ist eine Hauptaufgabe des niedersächsischen Verfassungsschutzes. Und nun hat die Behörde einen neuen Chef: Bernhard Witthaut übernimmt die Leitung. Das Kabinett stimmte dem Vorschlag von Innenminister Boris Pistorius heute in Hannover zu.

Witthaut war bisher der Präsident der Polizeidirektion Osnabrück und zuvor unter anderem Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Er ist 63 Jahre alt und Vater von vier Kindern. Beim Verfassungsschutz folgt er auf Maren Brandenburger, die ihren Posten Ende November geräumt hatte. Ein V-Mann des Verfassungsschutzes in der Göttinger Studentenszene war zuvor aufgeflogen.

Witthaut übernimmt die Behördenleitung nun zum 1. Januar. Er ist dann Chef von knapp 300 Mitarbeitern. Der Verfassungsschutz verfügt über ein Jahresbudget in Höhe von fast 20 Millionen Euro.

++ Oststadt: Polizei geht von Brandstiftung aus, Mieter unter Verdacht ++

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In der Oststadt hat es vergangene Woche in einem Mehrfamilienhaus an der Kronenstraße gebrannt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Mieter das Feuer in seiner Wohnung gelegt hat, das hat die Behörde am Dienstag mitgeteilt. Es werde nach dem 51-Jährigen gefahndet, der Mann ist auf der Flucht.

Das Feuer in der Wohnung war am Freitag gegen fünf Uhr morgens ausgebrochen. Anwohner hatten zuvor einen lauten Knall gehört. Das Mehrfamilienhaus ist unbewohnbar, der Schaden beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro.

++ Glocksee: Enercity lässt alte Zentrale abreißen ++

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Hohe Holzzäune umgeben die alte Enercity-Zentrale an der Glocksee, ein Bagger beißt sich durch den Stahlbeton: Die Stadtwerke lassen das Büro- und Werkstattgebäude derzeit abreißen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Der Versorger investiert 70 Millionen Euro in das Projekt, wie die HAZ berichtet. Der Abriss soll sich jedoch schwierig gestalten, weil Schadstoffe wie etwa Asbest im Gebäude stecken. Im März sollen dann auch die Fundamente abgetragen sein. 2021 soll der Neubau dann fertig sein, wenn alles nach Plan geht, 550 Menschen sollen dann in der neuen Enercity-Zentrale arbeiten.

++ Prozess um Brandanschläge in Garbsen: Angeklagter räumt Beteiligung ein ++

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Im Fall der Brandanschläge auf türkische Geschäfte in Garbsen hat einer der Angeklagten ein Geständnis abgelegt. Der 21-Jährige ließ am Montag über seinen Anwalt erklären, er sei dabei gewesen, als vier junge Männer in einer Märznacht in der Sandstraße Molotowcocktails auf die Geschäfte warfen. Das sei „der größte Fehler“ seines Lebens gewesen.

Die vier Männer müssen sich vor dem Oberlandesgericht Celle wegen Brandstiftung und Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verantworten. Der 21-Jährige bestritt allerdings, im Auftrag der Kurdischen Arbeiterpartei PKK gehandelt zu haben. Er habe an der Aktion lediglich aus Wut und Verzweiflung teilgenommen. Seine Familie habe zu dem Zeitpunkt in der syrischen Stadt Afrin gelebt, die von türkischen Truppen angegriffen wurde. Er selbst sei 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Bei den Brandanschlägen in Garbsen war nur geringer Sachschaden entstanden.

++ Hebammen schlagen Alarm: Mehr Ausbildungsplätze gefordert ++

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Wenn Kinder zur Welt kommen, sind sie unentbehrlich: Etwa 2300 Hebammen gibt es in Niedersachsen, doch gut ein Viertel davon geht in den kommenden Jahren in Rente. Der Hebammenverband schlägt deshalb Alarm. Die Vorsitzende Veronika Bujny sagte am Montag in Hannover, die Ausbildungszahlen müssten verdoppelt werden. Ende vergangenen Jahres wurden an Krankenhäusern in Niedersachsen rund 250 Hebammen ausgebildet.

Die Zahl der Geburtsstationen ist seit Jahren rückläufig, aktuell gibt es 73, um die Jahrtausendwende waren es noch weit über 100. Problematisch sind der niedrige Lohn und die hohen Versicherungsprämien, die Hebammen zahlen müssen. Um den Mangel zu bekämpfen, hat das Gesundheitsministerium einen Runden Tisch eingerichtet.

++ "Section Control": Pistorius will Streckenradar an B6 endlich in Betrieb nehmen ++

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Mit mehr als drei Jahren Verspätung soll an der B6 zwischen Laatzen und Sarstedt das bundesweit erste Streckenradar in Betrieb gehen: die sogenannte „Section Control“. Innenminister Boris Pistorius will die Anlage am Mittwoch um 13 Uhr einschalten, wie das Ministerium am Montag mitteilte. „Section Control“ misst die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke. So soll verhindert werden, dass Autofahrer nach einem Blitzer sofort wieder Gas geben. Das Streckenradar hatte eigentlich 2015 in Betrieb gehen sollen, allerdings gab es Datenschutz- und Sicherheitsbedenken.

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