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++ Vier Tage nach Schießerei: Mutmaßlicher Todesschütze stellt sich ++

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Der mutmaßliche Todesschütze von der Arndtstraße hat sich vier Tage nach der Tat den Ermittlungsbehörden gestellt. Der 32-Jährige sei am Montag einem Haftrichter vorgeführt worden, dieser habe ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in ein Gefängnis geschickt, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mit.

Der Mann hatte am Donnerstag mit einem weißen Mercedes an der Kreuzung Arndtstraße/Herschelstraße beim Alten Güterbahnhof gehalten. Dort soll er vom Insassen eines Porsches angegriffen worden sein. Daraufhin zog er eine Pistolle und gab mehrere Schüsse ab. Einer davon traf den 30 Jahre alten Fahrer des Posche, der noch vor Ort seinen Verletzungen erlag. Noch am Donnerstagabend durchsuchte ein Spezialeinsatzkommando die Wohnung des mutmaßlichen Todesschützen in Langenhagen, der war aber offenbar schon abgetaucht.

Der Anwalt des 32-Jährige hatte daraufhin gegenüber Medien erklärt, dass sein Mandant die Familie des Opfers fürchte, sich aber bald den Behörden stellen werde. Motiv für die Tat könnte Rache gewesen sein: Das 30 Jahre alte Opfer hatte vor vier Jahren im Rahmen einer Auseinandersetzung einen 25-Jährigen erschossen und war mit einer Bewährungsstrafe davongekommen, weil er aus Notwehr gehandelt, aber gegen das Waffengesetz verstoßen hatte.

++ Nach Brand in Üstra-Busdepot: "Keine auffällige Schadstoffkonzentration" ++

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Keine auffällige Schadstoffkonzentration – so lautet das Ergebnis der Laboruntersuchungen nach dem Großbrand im Üstra-Busdepot, wie Region und Feuerwehr Hannover mitteilten. Dort in Mittelfeld war am Wochenende aus bislang ungeklärter Ursache eine Halle mit Elektro- und Dieselbussen in Flammen aufgegangen, eine riesige Rauchsäule ragte in den Himmel. Rund um den Unglücksort gingen Rußpartikel nieder, die den Ergebnissen zufolge jedoch nicht auffällig belastet sind.

Region, Stadt und Feuerwehr raten, Ruß etwa auf Gartenmöbeln mit Wasser und Spülmittel zu entfernen, Autos sollten in die Waschanlage gefahren werden. Vom Verzehr selbstangebauten Obsts und Gemüses wird ausdrücklich abgeraten, wenn sich darauf Ruß befunden hat.

++ Hilbers: Staatliche Wohltaten vorbei - Verschuldung stoppen ++

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Die Zeit der steuerpolitischen Wohltaten ist vorbei! Das sagt Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Der CDU-Politiker fordert einen Kassensturz und einen Ausgabenstopp, denn die Corona-Pandemie treibt die öffentlichen Haushalte spürbar in die Neuverschuldung, heißt es in einem Positionspapier, aus dem die HAZ zitiert. Ein Zurück in die Schuldenpolitik der 70er- und 80er-Jahre dürfe es mit der Union nicht geben, so Hilbers.

Das Land Niedersachsen plant für die Bewältigung der Corona-Krise eine Neuverschuldung von bis zu 10 Milliarden Euro. Die Schulden würden sich damit auf rund 70 Milliarden summieren. Landesrechnungshof und Steuerzahlerbund kritisieren das scharf und werfen der rot-schwarzen Regierung vor, einen Teil des Corona-Sondervermögens für politische Zwecke zu missbrauchen.

Finanzminister Hilbers schrieb dazu, die Pandemie habe die Koordinaten verschoben hin zu einem stärkeren Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. Die Verschuldung gefährde Waschstum und Wohlstand und sei eine Hypothek für künftige Generationen. Die SPD fordert derweil ein Aufweichen der Schuldenbremse und mehr staatliche Investionen.

++ Weil er Wohngebiete filmte: Drohnenpilot droht Geldstrafe ++

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Wer eine Drohne steigen lässt, sollte die Regeln kennen – sonst kann es schnell mal teuer werden. Ein 32-Jähriger aus Hannover hat nun Ärger mit der Polizei, weil er unter anderem Wohngebiete und den Mittellandkanal überflogen und gefilmt haben soll. Außerdem soll der Mann das Fluggerät außer Sichtweite gesteuert haben. All das ist verboten – geregelt durch das Luftverkehrsgesetz, die Luftverkehrsverodnung und die Drohenverordnung.

Polizeibeamte des Kommissariats Misburg entdeckten entsprechende Filme auf einer Internetplattform und ermittelten den Drohnenpiloten. Bei ihm zu Hause kontrollierten sie Haftpflichtversicherung und Registrierung des Fluggeräts. Wegen der mutmaßlichen Verstöße muss der 32-Jährige nun mit einer möglichen Geldstrafe zwischen 500 und 50.000 Euro rechnen.

++ Steinhuder Meer: Männer klauen 30-Kilo-Bratwurst ++

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Mit ner Riesen-Bratwurst durchgebrannt: Zwei junge Männer haben am Steinhuder Meer eine rund zwei Meter große und 30 Kilo schwere Bratwurst geklaut. Die Figur gehörte zu einem Imbissstand.

Die Täter wuchteten die 30 Kilo-Wurst in ein Taxi, wie die Polizei mitteilte. Was sie damit wollten, war zunächst unklar.

Als das Fehlen der Figur bemerkt wurde, konnten die Männer über das Taxiunternehmen als Verdächtige festgestellt werden.

Der Besitzer des Imbissstands am Steinhuder Meer bekam seine Bratwurst schließlich zurück.

++ Nordstadt: Mit Schusswaffe bedroht - SEK stürmt Wohnung ++

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SEK-Einsatz in der Nordstadt: Ein Mann hat am Sonntag eine 50 Jahre alte Frau mit einer Schusswaffe bedroht. Wie die Polizei mitteilte, durchsuchte ein Sondereinsatzkommando noch am Abend die Wohnung des 34-Jährigen in der Nordstadt. Dabei fanden die Beamten eine Schusswaffe und nahmen den Mann und eine weitere Person fest. Der 34-Jährige und die Frau waren zuvor in Streit geraten, sie sollen sich gekannt haben. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Ein Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf einen Autofahrer am Alten Güterbahnhof vom Donnerstag besteht laut Polizei nicht.

++ Impfpriorisierung aufgehoben - Ministerium dämpft Erwartungen ++

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Wer sich gegen Corona impfen lassen will, der kann nun einen Termin machen. Das Impfportal des Landes ist für alle freigeschaltet, denn die Priorisierung gilt nicht mehr. Allerdings: Hoffnungen auf eine schnelle Spritze kann sich wohl keiner machen. Wer sich im Netz registriert, landet ganz unten auf einer Warteliste.

Oliver Grimm, Sprecher des Sozialministeriums, sagte gegenüber Radio Hannover, 590.000 Menschen stünden derzeit noch auf den Listen in Niedersachsen. Die Impfzentren bekämen pro Woche 235.000 Dosen Impfstoff, und der würde derzeit vor allem für Zweitimpfungen benutzt. Ab dem 21. Juni werde sich das ändern, dann werde es mehr Impfstoff geben. Das Abarbeiten der Wartelisten werde aber noch Wochen dauern.

Der Ministerriumssprecher rät Impfwilligen, mehrgleisig zu fahren, sich also etwa beim Impfzentrum und beim Hausarzt um einen Termin zu bemühen. Persönlich vorstellig zu werden, bringe aber nichts. Die Bürger brauchten einfach Geduld.

++ Althusmann "zuversichtlich" nach CDU-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt ++

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Ein hervorragendes Wahlergebnis, das zuversichtlich macht für die Bundestagswahl – so wertet Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag. Die Partei von Ministerpräsident Rainer Haseloff hat kräftig dazugewonnen und rund 37 Prozent der Stimmen geholt, ein Plus von sieben Prozentpunkten. Zweitstärkste Kraft ist die AfD geworden, allerdings mit deutlichem Abstand, die Partei verlor dreieinhalb Punkte und kam auf rund 21 Prozent. Ein befürchteter Rechtsruck in unserem Nachbarbundesland ist damit ausgeblieben.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte, CDU-Mann Haseloff stehe seit Jahren für eine glaubwürdige Abgrenzung zur AfD, er habe der Demokratie damit einen Dienst erwiesen. Das Ergebnis der SPD in Sachsen-Anhalt nannte Weil enttäuschend. Die Sozialdemokraten verloren rund 2 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Auch die Linke rutschte ab, FDP und Grüne konnten etwas zulegen.

++ Südschnellweg wird zum Fahrradweg - Onay: "Genau richtig" ++

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Der Südschnellweg ist am Sonntag für ein paar Stunden zum Fahrradweg geworden: Rund 2500 Menschen haben sich an einer Kundgebung beteiligt gegen den Ausbau der Strecke durch das Naturschutzgebiet Leinemasch auf doppelter Breite und ohne Fahrradweg. Dafür wurde der Südschnellweg zwischen Hildesheimer Straße und Landwehrkreisel gesperrt. Aufgerufen zu der Aktion hatten unter anderem ADFC, BUND und Fridays For Future.

Oberbürgermeister Belit Onay hatte sich bereits mit einem Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gewandt, um den Ausbau des Südschnellwegs anders zu gestalten. Allerdings sei das nicht erfolgreich gewesen, sagte Onay in „Klartext am Sonntag“, dem Polit-Talk auf Radio Hannover. Der Zeitpunkt zum Protestieren sei jetzt genau richtig, so Onay mit Blick auf die Fahrrad-Kundgebung. Es brauche andere Denkansätze bei der Mobilität der Zukunft.

++ Großbrand in Mittelfeld: Elektrobusse der Üstra gehen in Flammen auf ++

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Eine riesige schwarze Rauchsäule stand am Wochennde über unserer Stadt. Grund war ein Feuer im Üstra-Busdepot in Mittelfeld. Dort war am Samstag aus bislang ungeklärter Ursache eine Halle in Brand geraten, fünf Elektrobusse, zwei Hybrid-, ein Diesel- und ein Reisebus wurden zerstört, außerdem die gesamte Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Von den Batterien der Elektrobusse sei eine starke Wärmestrahlung ausgegangen, teilten die Einsatzkräfte mit, allerdings hätten die Brandmauern der Halle und ein heftiger Platzregen bei den Löscharbeiten geholfen. Anwohner mussten Fenster und Türen geschlossen halten. Messungen ergaben laut Feuerwehr zunächst keine erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft. Allerdings warnten die Helfer vor dem Verzehr von selbst angebautem rußbeschlagenem Obst und Gemüse.

Die Üstra teilte mit, ihre zehn verbliebenen Elektrobusse bis zur Klärung der Brandursache nicht einsetzen zu wollen. Ein Sprecher sagte, das Ziel, ab 2023 nur noch E-Fahrzeuge in Hannover einsetzen zu wollen, gerate dadurch ins Wanken. Die Ermittlungen zur Brandursache im Busdepot Mittelfeld laufen.