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++ Verschiebung und Absage: Weitere Events von Corona betroffen ++

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Die aktuelle Pandemielage zwingt weitere Kultur-Veranstalter in Hannover, ihre Events abzusagen oder zu verschieben. Der internationale Feuerwerkswettbewerb in Herrenhausen aber soll dieses Jahr stattfinden. Der Start wurde nun jedoch vom Mai in den August verlegt.

Das Chili und Barbecue-Festival im Fössebad dagegen fällt dieses Jahr ins Wasser. Neuer Termin ist Pfingsten 2022.

Eine Arbeitsgruppe niedersächsischer Open Air-Festivals hatte diese Woche bereits mehr Unterstützung von der Politik gefordert. Es brauche ein Konzept für die Durchführung von Freiluftveranstaltungen sowie einen Ausfallkostenfonds, der eine Planung ermöglicht und Sicherheit schafft für den Fall einer behördlichen Absage.

++ Nach Lagerhallenbrand in Misburg: Ursache geklärt ++

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Nach dem Großbrand in einem Lackierbetrieb in Misburg steht nun die Ursache für das Feuer fest: es war ein technischer Defekt an der Deckenbeleuchtung. Das ergaben nun die Untersuchungen der Brandermittler der Polizei.

Am Mittwochabend hatte das Lager der Industrielackiererei am Lohweg in Misburg gebrannt. Für die Feuerwehr ein brenzliger Einsatz: die starke Hitze hatte die Stahlträger der Halle so sehr beschädigt, dass das Gebäude einzustürzen drohte. Das Feuer hat auch einen massiven finanziellen Schaden verursacht – laut Polizei mehrere hunderttausend Euro.

++ Mehr Lust auf Schoki & Co: Hannoveraner kaufen mehr Süßwaren ++

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Schokolade für die geschundene Corona-Seele: Die Menschen in der Region Hannover haben im vergangenen Jahr mehr Appetit auf Süßwaren gehabt als sonst: 10.900 Tonnen Schokoladenware, 5.100 Tonnen Eis, 6.400 Tonnen Knabberartikel – insgesamt haben die Hannoveraner 38.600 Tonnen Süßes und Salziges gesnackt. Das bilanziert am Donnersteg die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG).

Der pro Kopf-Verbrauch stieg damit im vergangenen Jahr um immerhin 2,6 Prozent. Auf durchschnittlich 33,4 Kilo pro Person. Der Zusammenhang mit der Pandemie ist für NGG-Hannover-Chefin Lena Melcher klar: Kekse als Nervennahrung im Homeoffice, Chips vor dem Fernseher und Eis zu Hause wenn die Eisdiele zu hat.

An den wachsenden Umsätzen in der norddeutschen Süßwarenindustrie müssten nun aber auch die Beschäftigten beteiligt werden, fordert die Gewerkschaft.

++ Tödlicher Unfall in Bothfeld: Kleiner Junge von Auto der Eltern überrollt ++

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Tragischer Unfall am Donnerstag vor einer Kita in Bothfeld: Dort ist ein 18 Monate alter Junge von dem Auto der eigenen Eltern überrollt worden. Das Kleinkind überlebte den Unfall nicht.

Nach Angaben der Polizei hielten die Eltern mit ihrem SUV gegen 9 Uhr vor der Kita im Robinienweg, um ihre vierjährige Tochter in die Einrichtung zu bringen. Ein Elternteil verließ den Wagen, ebenso die Tochter und auch der 18 Monate alte Sohn. Dann setzte sich der Wagen aus ungeklärter Ursache in Bewegung und überrollte den Jungen. Rettungskräfte reanimierten ihn noch vor Ort, wenig später starb er aber dann im Krankenhaus.

Zwei Notfallseelsorger kümmerten sich an der Unfallstelle um die Eltern und Zeugen, unter ihnen auch weitere Kita-Kinder.

Die Polizei leitete Ermittlungen gegen beide Eltern ein wegen fahrlässiger Tötung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. 

++ Hannover: Inzidenz steigt weiter - bald Strategiewechsel? ++

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Es scheint möglich zu sein – die Anti-Corona-Maßnahmen zu lockern, trotz hoher Inzidenzwerte. Das wünschen sich auch Stadt und Region Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsministerium hatte Anfang der Woche Öffnungsklauseln für Modellregionen mit einer umfassenden Teststrategie in Aussicht gestellt. Noch allerdings ist es allein der Inzidenzwert, der entscheidet. Und den gibt das Landesgesundheitsamt für unsere Region am Donnerstag mit 130,4 an. Am Mittwoch hatte er noch knapp über 116 gelegen.

Die Region Hannover erklärt den starken Anstieg: Aktuell gebe es zwei Bereiche mit erhöhtem Ausbruchsgeschehen: 65 Fälle bei der Lebenshilfe Peine-Burgdorf, 74 beim Klinikum Wahrendorff in Sehnde. Bei beiden könnten auch noch weitere Fälle hinzukommen.

Regionspräsident Hauke Jagau hatte zuletzt mehrfach gefordert, derartige Ausbrüche gesondert zu betrachten. Sie seien klar eingrenzbar und für das Gesundheitsamt gut nachzuverfolgen und zu kontrollieren. Durch ihre Auswirkung auf die Gesamtinzidenz bekämen sie aber ein zu großes Gewicht.

++ Ministerpräsident Weil: "Würde mich sofort mit AstraZeneca impfen lassen" ++

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Er würde sich sofort mit AstraZeneca impfen lassen, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kritisierte er den aus seiner Sicht verfrühten Impfstopp. Es sei richtig, dass man schwere Erkrankungen in dem Zusammenhang genau untersucht müsse, so der SPD-Politiker. Aber was hätte dagegen gesprochen, AstraZeneca bis zu einer Neubewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA weiter zu verimpfen. Das Mittel steht im Verdacht, in sehr seltenen Fällen Blutgerinsel im Hirn zu verursachen.

Die EMA will heute ihren Bericht dazu vorlegen. Er dürfte etlichen Regierungen als Entscheidungsgrundlage dienen, ob sie die Impfungen mit AstraZeneca wieder aufnehmen. Der Ministerpräsident sagte weiter, der Impfstopp habe eine Menge Verwirrung bei den Menschen gestiftet. Ihn selbst schreckten auch klassische Nebenwirkungen der Impfung nicht ab, so Weil. Die Sicherheit, die man damit gewinne, sei es ihm immer wert.

Mit Unverständnis reagierte Weil zudem auf die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca. Er halte die Entscheidung der Bundesregierung für sehr problematisch, weil auf der Baleareninsel Urlauber aus vielen Ländern zusammenkämen. Man habe durch die Virusmutation eine „richtig schwere Situation“, so der SPD-Politiker. Da müsse man nicht auch noch sehenden Auges weitere Risiken eingehen. Urlaubs-Rückkehrer aus Mallorca müssen seit der Aufhebung der Reisewarnung nicht mehr in Quarantäne.

Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat angekündigt, das Angebot an Flügen für die Osterferien zu verdoppeln. Vom Flughafen in Langenhagen fliegen wieder täglich Maschinen nach Palma. Weil rief dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten.

Auch für den Osterurlaub in Niedersachsen sehe er schlechte Chancen. Grund sind die steigenden Infektionszahlen. In Niedersachsen lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 85,6, in der Region Hannover bei 130.

++ Städte und Kommunen fordern Sperrstunde statt Lockdown ++

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Lieber eine nächtliche Sperrstunde als eine Verlängerung des Lockdowns: Städte und Gemeinden in Niedersachsen fordern Öffnungsperspektiven für Menschen und Wirtschaft, trotz steigender Infektionszahlen. Die bisherige Strategie in der Corona-Politik müsse dringend überdacht werden, hieß es in einem gemeinsamen Brief des Niedersächsischen Städtetags, des Städte- und Gemeindebunds und des Landkreistags an Ministerpräsident Stephan Weil.

Eine Ausgangssperre etwa zwischen 21 und 5 Uhr könne dem Anstieg der Inzidenzwerte entgegenwirken, sagte Städtetags-Präsident Ulrich Mädge. Im Gegenzug könne man den Einzelhandel wieder öffnen, aber auch etwa Ferienwohnungen, Gastronomie und Hotellerie, Sport. und Kultureinrichtungen mit begrenzter Personenzahl.

In Hannover und anderen Städten in Niedersachsen werden derweil Modellversuche geplant, um die Innenstadt wieder zu öffnen. Grundlage sollen Corona-Schnelltests vor Ort sein. Vorbild dafür ist Tübingen in Baden-Württemberg.

++ Mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Covid-19 ++

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Immer mehr Kinder und Jugendliche stecken sich hier bei uns in Hannover mit dem Corona-Virus an. In der Altersgruppe unter 19 sei die Zahl der Infizierten in den vergangenen drei Wochen um knapp 17 Prozent gestiegen – und damit mehr als doppelt so stark wie bei den Über-70-Jährigen, berichtet die HAZ.

Der Obmann der Kinder- und Jugendärzte im Bezirk Hannover, Thomas Buck, sagte, der Anstieg gehe vor allem auf die englische Virus-Mutante zurück, die deutlich ansteckender ist. Dadurch nähmen scheinbar auch schwere Corona-Verläufe bei Kindern und Jugendlichen zu. Buck sagte weiter, bislang sei man davon ausgegangen, dass Impfungen bei den Kleinen nicht nötig seien. Das müsse möglicherweise geändert werden. Allerdings sei aktuell nur der Impfstoff von Biontech für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Buck rief die Politik auf, über eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche nachzudenken.

++ Drei Frauen an der Spitze: gemeinsames Führungsteam für Üstra und Regiobus ++

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Drei Frauen an der Spitze: Üstra und Regiobus erhalten eine gemeinsame Führung. Ab dem 1. Juni werden beide Verkehrsunternehmen gemeinsam von Elke van Zadel, Denise Hain und Regina Oelfke geführt. Alle drei sind dann Vorständinnen der ÜSTRA sowie Geschäftsführerinnen der Regiobus. Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA wird Elke van Zadel, die dort zuvor bereits für die Bereiche Technik, IT und Infrastruktur zuständig war. Die Weichenstellung für eine gemeinsame Führung der beiden Unternehmen sei ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr weiter zu optimieren, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Dass zwei kommunale Verkehrsunternehmen so verzahnt und außerdem von einem komplett weiblichen Führungsteam gelenkt werden, sei in dieser Form tatsächlich einmalig in Deutschland. Verkehrsdezernent Ulf Birger Franz fügte hinzu, dass die drei Vorständinnen ihre Führungsqualitäten in zahlreichen Funktionen und in den letzten drei Jahren an den Spitzen der beiden Verkehrsunternehmen unter Beweis gestellt hätten. Sie würden bereits seit geraumer Zeit erfolgreich unternehmensübergreifend zusammenarbeiten, so dass eine Eingewöhnungszeit nicht nötig sein werde.

++ Schnelltests an Schulen starten und sorgen für Kritik ++

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Nach den Osterferien sollen Lehrer und Schüler an Niedersachsens Schulen regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Aber auch schon jetzt können die ersten Selbsttests beginnen, erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Mittwoch im Landtag. Rund 400.000 Testkits seien bisher an weiterführende Schulen verteilt worden. Alle weiteren Schulen würden in den nächsten Tagen und Wochen beliefert, versicherte Tonne. Geplant ist eine Übungswoche vor den Osterferien, damit sich Lehrer und Schüler mit den Abläufen vertraut machen können. Schulen, die die Tests bereits erhalten haben, können aber auch schon in dieser Woche starten. Nach Ostern sollen sich dann sowohl das Personal als auch die Schüler einmal pro Woche vor Unterrichtsbeginn testen können.

Bei den Gewerkschaften stößt das Vorgehen auf Kritik. Einmaliges, wöchentliches Testen reiche längst nicht aus und schaffe nur Scheinsicherheit, kritisiert die GEW. Gleichzeitig werde die Bürokratie auf die Spitze getrieben, weil sich das Schulpersonal um Dokumentation, Verteilung und Durchführung der Tests kümmern müsse. Die Bildungsgewerkschaft fragt sich, wieso die Tests nicht stattfinden, bevor potenziell Infizierte die Schulen betreten. Dies sei zu Hause, in Testzentren oder mit Hilfe mobiler Teams möglich.