Jetzt läuft auf Radio Hannover:
Hannover News - Radio Hannover - die Stimme der Stadt auf 100,0

++ Streckenradar Section Control hat über 1000 Temposünder erfasst ++

Kategorie:

Das Streckenradar Section Control an der B6 bei Laatzen hat seit Start des Pilotprojektes mehr als 1000 Verstöße erfasst. Das hat das Innenministerium in einer Zwischenbilanz bekannt geben. Seit Mitte November wurden demnach 1065 Verstöße wegen schnellen Fahrens festgestellt. In einem Fall wurde ein Autofahrer mit 160 Stundenkilometern geblitzt. Erlaubt sind dort nur 100. Der Mann muss mit einem Bußgeld von 240 Euro, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Nicht alle Autofahrer, die auf der B6 bei Laatzen zu schnell unterwegs waren, wurden auch belangt. Die Behörden verhängte in 194 Fällen Bußgelder. In 152 Fällen kamen auch noch Punkte hinzu. 17 Autofahrer bekamen ein Fahrverbot auferlegt. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius kündigte an, dass er das Pilotprojekt Section Control zwischen Rethen und Gleidingen in den Dauerbetrieb überführen möchte. Er will den Landtag mit diesem Ziel über die Ergebnisse des bisherigen Betriebs informieren.

++ Bauauschuss beschließt Velorouten-Projekt ++

Kategorie:

Der Weg ist frei für Hannovers großes Velorouten-Projekt. Der Bauausschuss des Rates hat für die Pläne der Stadtverwaltung gestimmt. Diese sehen vor,  in zehn Jahren zehn Millionen Euro für zwölf Radfahrerstraßen auszugeben. Die Velorouten sollen sternförmig von den Randbezirken Hannovers in die Innenstadt führen. Die Strecken sollen unter anderem mindestens 2,50m breit sein und zudem soll der Radverkehr an Kreuzungen Vorfahrt haben. Der Plan ist, dass vier Velorouten bereits in diesem Sommer provisorisch ausgeschildert werden, ohne sie aufwendig umzubauen. Letzte Details zu allen Velorouten sollen jeweils einzeln in den Bezirksräten und möglicherweise auch in Form von Bürgerbeteiligungen diskutiert werden. Die erste Route die angegangen wird, ist die Verbindung aus der Innenstadt nach Bothfeld. Sie soll zur zweiten Jahreshälfte 2021 fertig sein.

++ Keine Diesel-Fahrverbote - Stadt und Umwelthilfe wollen gemeinsame Lösung ++

Kategorie:

Diesel-Fahrverbote sind in Hannover erstmal vom Tisch! Das Gerichtsverfahren zum Luftreinhalteplan der Stadt ruht nun vorerst. Darauf haben sich die Deutsche Umwelthilfe als Klägerin und die Stadt am Mittwoch vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg geeinigt. Die Umwelthilfe hatte Hannover wegen zu hoher Stickoxidwerte in der Luft verklagt. Jetzt haben sich beide Seiten aber laut Gerichtsangaben darauf geeinigt, eine einvernehmliche Lösung für das Luftproblem zu finden. Etwa indem sich Stadt und Umwelthilfe gemeinsam über erforderliche Maßnahmen abseits von Fahrverboten abstimmen. Dabei geht es vor allem um die Friedrich-Ebert-Straße in Ricklingen. Das war zuletzt der einzige Ort, an dem der zulässige Stickoxid-Grenzwert noch überschritten wurde.  

++ Durchsuchungen bei Conti - Ermittlungen im VW-Abgasskandal ++

Kategorie:

Steckt auch Continental mit drin im VW-Abgasskandal? Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch mehrere Conti-Standorte durchsucht, auch am Firmensitz hier in Hannover. Im Fokus stehen mehrere Mitarbeiter des Autozulieferers, sieben Ingenieure und zwei Projektleiter. Gegen sie laufen Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug. Das bestätigte Staatsanwalt Oliver Eisenhauer gegenüber Radio Hannover. Konkret gehe es um die Steuerungssoftware des Dieselmotors, der im Mittelpunkt des Abgasskandals stand. Wussten die Mitarbeiter von dem geplanten Betrug?

Im Zuge der Ermittlungen bei Continental ließ die Staatsanwaltschaft Hannover auch Büros von Volkwagen in Wolfsburg durchsuchen.

++ Corona-Fahrplan für Niedersachsens Schulen weiter unklar ++

Kategorie:

Wie geht es im Angesicht der Corona-Pandemie für Hannovers Schüler nach den Sommerferien weiter? Das ist noch immer unklar, Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat aber am Mittwoch im Landtag über mögliche Szenarien gesprochen. 

Größter Wunsch sei ein Regelbetrieb in den Schulen nach den Ferien, so Minister Tonne. Der sei aber nur möglich wenn Abstandsregeln dank niedriger Infektionszahlen entfallen könnten. Nur dann sei eine gleichzeitige Rückkehr aller Schüler denkbar. Szenario 2 ist weiterhin eine Kombination von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause, Szenario 3 erneute Schulschließungen – der „Worst Case“ falls die Infektionszahlen wieder stark ansteigen.

Vor Beginn der Ferien will der Kultusminister das Wunsch-Szenario vorstellen. Vier und zwei Wochen vor Schulbeginn wird das dann noch einmal auf Umsetzbarkeit geprüft.

++ Hainholz: Keller-Einbrecher auf frischer Tat ertappt ++

Kategorie:

Um Mitternacht ist im Keller noch das Licht an? Da stimmt doch was nicht – dachte sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein junger Mann aus Hainholz. Also guckte er nach in dem Keller seines Mehrfamilienhauses am Prußweg. Und traf dort tatsächlich auf einen Einbrecher. Der versuchte noch zu flüchten, der Anwohner konnte den Mann aber gemeinsam mit anderen Zeugen festhalten bis die Polizei kam, die den Einbrecher mitnahm. Sein Diebesgut hatte der Eindringling auch schon im Kellerflur bereitgestellt: verschiedene Werkzeuge und diverse Alkoholika.

++ Corona trifft Sennheiser: 650 Stellen werden abgebaut ++

Kategorie:

Die Corona-Krise trifft auch das hannoversche Familienunternehmen Sennheiser hart: Der Kopfhörer- und Audiospezialist aus der Wedemark baut in den kommenden zwei Jahren 650 Stellen ab, 300 davon in Deutschland. Das kündigte Co-Geschäftsführer Daniel Sennheiser am Mittwoch an als er die Bilanz für 2019 vorlegte. Da erzielte Sennheiser noch einen Ertrag von 18,5 Millionen Euro. Im Corona-Jahr 2020 erwartet das Unternehmen aber einen erheblichen Rückgang. Auch weil die Nachfrage nach Audio-Equipment mit der Absage zahlreicher Live-Events erheblich zurückgegangen sei.

Der Stellenabbau soll laut Firmenangaben möglichst sozialverträglich ablaufen, die Konzepte würden derzeit mit dem Betriebsrat erarbeitet.

Weltweit hat Sennheiser rund 2.800 Beschäftigte, etwa die Hälfte davon in Deutschland, zum größten Teil am Stammsitz des Unternehmens in Wennebostel.

++ Luftqualität vor Gericht: Deutsche Umwelthilfe gegen Stadt Hannover ++

Kategorie:

Schon seit Jahren kämpft Hannover für bessere Luft. Insbesondere Stickoxid-Emissionen alter Diesel-Fahrzeuge haben die Messwerte immer wieder nach oben schnellen lassen. Zu weit nach oben. Weil immer wieder Grenzwerte überschritten wurden, hat die Deutsche Umwelthilfe Hannover verklagt. Der Verein will, dass die Stadt ihren Luftreinhalteplan ändert. Am Mittwoch beschäftigt sich damit nun das Oberverwaltungsgericht Lüneburg – zunächst in einem sogenannten Erörterungstermin. Noch vor dem eigentlichen Prozess könnten sich beide Seiten dabei einigen. Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette gab sich gegenüber Radio Hannover im Vorfeld optimistisch. Auch weil inzwischen nur noch die Friedrich Ebert Straße über dem Grenzwert liege. 

 

 

++ Missbrauchsfall Münster: Festnahmen in Hannover ++

Kategorie:

Der Kindesmissbrauchsfall von Münster hat die Region Hannover erreicht: Wie die Ermittler in Münster mitteilten, hat die Polizei am Dienstag zwei Männer aus Hannover festgenommen: ein 29-Jähriger soll in engem Kontakt zu dem mutmaßlichen Haupttäter sowie einem 10-jährigen Opfer stehen und an schweren sexuellen Missbrauchshandlungen beteiligt gewesen sein. Auch ein 49-Jähriger soll sich mindestens einmal an dem Jungen vergangen haben.

Außerdem laufen Ermittlungen gegen einen Mann aus Langenhagen: der 36-Jährige soll vor einem Jahr mit dem Hauptverdächtigen und dem zehnjährigen Opfer auf einem Campingplatz in Niedersachsen gewesen sein. Auch dort könnte ein Missbrauch passiert sein.

Bekannt geworden war der Fall Anfang Juni, zunächst ging es um eine Kleingartenkolonie in Münster. Mittlerweile laufen bundesweit Ermittlungen gegen etwa 20 Verdächtige. Die Ermittler gehen von sieben Opfern aus.

++ Beschwerdestelle-Bilanz: Kaum Beschwerden über Polizei-Rassismus ++

Kategorie:

Niedersachsens Polizei hat kein strukturelles Rassismus-Problem: zu diesem Schluss kommt am Dienstag Innenminister Boris Pistorius nach der Auswertung der Beschwerdestelle in seinem Haus. Im vergangenen Jahr sind dort insgesamt 709 Hinweise eingegangen, etwa zwei Drittel betrafen die Polizei. Nur bei 13 Hinweisen ging es aber um möglichen Rassismus. Trotzdem sei das Thema in der Polizeiarbeit weiterhin wichtig, so der Minister. Eine gute Entwicklung sei dabei, dass inzwischen gut 20 Prozent der Polizei-Bewerber einen Migrationshintergrund haben.

SPD-Mann Pistorius hatte zuletzt seine eigene Parteivorsitzende Saskia Esken kritisiert, die von einem latenten Rassismus der der deutschen Polizei gesprochen hatte.