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++ Blutiger Streit um Fernbedienung: Messerstecher bekommt Bewährungsstrafe ++

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Wer hätte gedacht, dass ein Streit um eine Fernbedienung derart eskalieren kann: In Alt-Laatzen hatte ein Rentner im vergangenen Jahr seine Ehefrau niedergestochen, die 56-Jährige kam mit Schnittwunden in die MHH. Beide waren uneins gewesen über die Lautstärke des Fernsehers, die Frau warf dem Mann daraufhin die Fernbedienung an den Kopf, drohte mit Rauswurf aus der Wohnung und biss ihm in die Hand. Daraufhin nahm der 79-Jährige ein Fahrtenmesser und stach zu: drei Mal in den Rücken seiner Frau, ein Mal in die Brust.

Das Amtsgericht Hannover hat den 79-Jährigen am Donnerstag zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, außerdem muss er 1500 Euro Geldstrafe an eine Frauenberatungsstelle zahlen. Die relativ milde Strafe begründete das Gericht unter anderem damit, dass sich der Rentner sofort um seine verletzte Frau gekümmert und den Notruf alarmiert habe, zudem hätten sich beide Eheleute vor Gericht wieder glaubhaft versöhnt gezeigt. Der Mann hatte zudem ausgesagt, er habe sich seiner 23 Jahre jüngeren Frau gegenüber schwach gefühlt, außerdem leide er an mehreren Krankheiten, darunter Bluthochdruck und Krebs.

++ Corona-Klage: Gericht lässt Gastwirt aus Steinhude abblitzen - der prüft Berufung ++

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Der Gastwirt aus Steinhude, der mit seiner Corona-Entschädigungs-Klage vor dem Landgericht gescheitert ist, will sehr wahrscheinlich Berufung einlegen. Das sagte Anwalt Matthias Wolf am Donnerstag auf Nachfrage von „Radio Hannover“. Dazu wolle man zunächst Akteneinsicht nehmen und dann möglicherweise direkt vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Die Richter am Landgericht hatten argumentierten, im Infektionsschutzgesetz seien bewusst keine Entschädigungsregeln für die Gastronomie enthalten. Würden nun mehrere Betriebe erfolgreich klagen, könne dem Staat ein Milliardenschaden entstehen. Und darüber dürfe ein einzelnes Gericht nicht entscheiden.

Der Betreiber des Schweers-Harms-Fischerhus in Steinhude wollte das Land Niedersachsen verklagen auf 10.000 Euro Verdienstausfall durch die Corona-Krise. Grund war die Zwangsschließung seines Restaurants für mehrere Wochen.

++ Überraschender Wechsel bei Volkswagen Nutzfahrzeuge ++

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Ab September wird Carsten Intra im Chefsessel des Konzerns in Stöcken sitzen und damit Thomas Sedran ersetzen. Das gab VWN gestern Abend bekannt. Sedran hatte erst vor zwei Jahren den Posten des Vorstandvorsitzenden von Eckard Scholz übernommen.Unter seiner Führung ist der Umbau des Standorts Hannover zum Elektrowerk vorangetrieben worden. Zudem gilt auch als Stratege hinter der frisch erweiterten Kooperation mit Ford. Konzernboss Herbert Diess sei trotzdem nicht mit Sedran zufrieden gewesen, berichtet das Manager Magazin. Besonders die schwachen Prognosen von VWN für 2020 und 2021 hätten ihm nicht gereicht.  

++ Trotz Corona – Infa kommt im Herbst aufs Messegelände ++

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Nun also doch noch ein bisschen Messe in Hannover: Die Einkaufsmesse „Infa“ soll wie geplant im Oktober stattfinden. Das haben die Veranstalter gestern mitgeteilt. Offenbar hat die Region Hannover eine Durchführung genehmigt - allerdings nur unter strengen Auflagen. So sollen sich alle Aussteller, Besucher und Mitarbeiter online registrieren, es gibt eine Maskenpflicht und Mindestabstände müssen eingehalten werden. Das hat auch Auswirkungen aufs Programm. Konzerte in den Hallen wird es nicht geben, dafür neue Konzepte im Freien. Zudem sind Themenschwerpunkte der Messe wie Beauty & Wellness, Weihnachten und Wohnambiente auch dieses Jahr dabei. Starten wird die Infa am 17. Oktober.

++ Schrecklicher Unfall in Ahlem: Einjähriger von Autofahrer erfasst ++

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Bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes zufolge versuchte der 63-Jährige Autofahrer wohl an der Straße zum Bruchgarten in Ahlem einzuparken. Währenddessen hielt sich der Einjährige demnach noch in der Nähe seiner Mutter auf. Beim rückwärts Rangieren wurde der Junge dann offenbar verletzt. Wie es dazu kam können die Ermittler aber noch nicht sicher sagen. Zunächst sahen die Verletzungen des Jungen wohl auch nicht so schlimm aus. Rettungskräfte brachten das Kind unter Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus. Dort verstarb der Einjährige dann aber kurze Zeit später.

+++ Schul-Comeback mit ABC-Plan +++

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Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat gestern drei Szenarien vorgelegt, wie es nach den Sommerferien in Niedersachsens weitergehen soll. Bleiben die Infektionszahlen niedrig tritt Variante A in Kraft: Die Rückkehr zum überwiegend normalen Schulalttag – mit Präsensunterricht und ohne Mindestabstand.Steigen die Corona-Fälle bleibt alles wie gehabt: Schülergruppen wechseln dann zwischen Schule und Heimunterricht. Oder im schlimmsten Fall - Variante C. Dann geht es für die Schülerinnen und Schüler zurück in die Quarantäne. Welches Szenario eintritt entscheidet sich in den Sommerferien. Vier und zwei Wochen vor Schulstart wollen sich Kultusminister und Landesgesundheitsamt zusammensetzen und die Lage bewerten.

++ Autohasser zerkratzt Wagen in der List und in Groß-Buchholz ++

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Mindestens 14 Autos hat er in der Nacht auf Montag zerkratz – unter anderem in der Gottfried-Keller-Straße, der Corneliusstraße und der Lenbachstraße. Die Schäden erstrecken sich über die gesamte Fahrzeuglänge. Zum Teil wurden auch Kreise in die Motorhaube geritzt. Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen. Menschen die etwas Verdächtiges in der List oder in Groß-Bucholz gesehen haben, können sich bei der Polizeiinspektion Hannover melden. 

++ Keine weitere Messe in Hannover in diesem Jahr ++

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Nach den Absagen der IAA Nutzfahrzeuge und der Eurotier im Herbst wird jetzt auch die Euroblech verschoben. Die Messe für Blechverarbeitung soll im Mai 2021 nachgeholt werden, berichtet die HAZ. Als Absagegrund nannte der Veranstalter die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und mögliche Reisebeschränkungen. Zur Euroblech waren vor zwei Jahren rund 56 000 Besucher gekommen, die Hälfte davon aus dem Ausland. Für die Deutsche Messe ist diese Absage ein weiterer Rückschlag. Noch vor einigen Wochen hatten die Messeveranstalter neue Hygiene- und Sicherheitskonzepte vorgestellt, um doch noch Messen in Hannover möglich zu machen. Nachdem nun alle Messen für 2020 abgesagt sind, zeichnet sich beim Unternehmen ein Verlust von knapp 100 Millionen Euro ab.

++ Niedersachsen stellt Haushalt für 2021 vor ++

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Erstmal die Krise bewältigen – unter diesem Vorsatz steht der Niedersächsische Haushalt für das Jahr 2021, der am Montag hier in Hannover vorgestellt wurde. Fast 36 Millionen Euro sind eingeplant. Sie sollen dazu dienen die Schäden der Corona-Krise so gering wie möglich zu halten, teilte Ministerpräsident Stephan Weil mit. Deswegen verzichtet das Land auch auf neue politische Schwerpunkte und die Investition in Großprojekte. Dadurch sollen 200 Millionen Euro eingespart werden.  Zudem erreicht die Neuverschuldung mit knapp 850 Millionen Euro ein historisch hohes Niveau, betont Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Kritik an dem Haushaltsplan der Landesregierung kommt unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Angesichts von Herausforderungen, wie Digitalisierung, Klimaschutz und Energiewende, seien Einsparungen der falsche Ansatz.

++ Den richtigen Riecher für Corona - TiHo bildet Corona-Spürhunde aus ++

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Dass Hunde Sprengstoff, Drogen und sogar Krankheiten erkennen können ist bekannt – doch jetzt sollen sie auch im Kampf gegen Covid-19 eingesetzt werden. Die Tierärztliche Hochschule Hannover bildet zusammen mit der Bundeswehr zehn Corona-Spürhunde aus. Momentan schnüffeln sich die Schäferhunde, Spaniel und Retriever durch menschliche Speichelproben mit inaktivierten Corona-Viren. Ihre Trefferquote liegt dabei bei 80 Prozent. Nach einem erfolgreichen Abschluss dieser Versuchsreihe folgt die nächste Hürde – dann wird mit aktiven Viren getestet. Diese Tests könnten allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagt TiHo-Doktorandin Paula Jendrny. Damit sich niemand mit den hochinfektiösen Proben ansteckt, müssen diese nämlich unter verschärften Bedingungen stattfinden.