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++ Mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Covid-19 ++

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Immer mehr Kinder und Jugendliche stecken sich hier bei uns in Hannover mit dem Corona-Virus an. In der Altersgruppe unter 19 sei die Zahl der Infizierten in den vergangenen drei Wochen um knapp 17 Prozent gestiegen – und damit mehr als doppelt so stark wie bei den Über-70-Jährigen, berichtet die HAZ.

Der Obmann der Kinder- und Jugendärzte im Bezirk Hannover, Thomas Buck, sagte, der Anstieg gehe vor allem auf die englische Virus-Mutante zurück, die deutlich ansteckender ist. Dadurch nähmen scheinbar auch schwere Corona-Verläufe bei Kindern und Jugendlichen zu. Buck sagte weiter, bislang sei man davon ausgegangen, dass Impfungen bei den Kleinen nicht nötig seien. Das müsse möglicherweise geändert werden. Allerdings sei aktuell nur der Impfstoff von Biontech für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben. Buck rief die Politik auf, über eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche nachzudenken.

++ Drei Frauen an der Spitze: gemeinsames Führungsteam für Üstra und Regiobus ++

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Drei Frauen an der Spitze: Üstra und Regiobus erhalten eine gemeinsame Führung. Ab dem 1. Juni werden beide Verkehrsunternehmen gemeinsam von Elke van Zadel, Denise Hain und Regina Oelfke geführt. Alle drei sind dann Vorständinnen der ÜSTRA sowie Geschäftsführerinnen der Regiobus. Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA wird Elke van Zadel, die dort zuvor bereits für die Bereiche Technik, IT und Infrastruktur zuständig war. Die Weichenstellung für eine gemeinsame Führung der beiden Unternehmen sei ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr weiter zu optimieren, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Dass zwei kommunale Verkehrsunternehmen so verzahnt und außerdem von einem komplett weiblichen Führungsteam gelenkt werden, sei in dieser Form tatsächlich einmalig in Deutschland. Verkehrsdezernent Ulf Birger Franz fügte hinzu, dass die drei Vorständinnen ihre Führungsqualitäten in zahlreichen Funktionen und in den letzten drei Jahren an den Spitzen der beiden Verkehrsunternehmen unter Beweis gestellt hätten. Sie würden bereits seit geraumer Zeit erfolgreich unternehmensübergreifend zusammenarbeiten, so dass eine Eingewöhnungszeit nicht nötig sein werde.

++ Schnelltests an Schulen starten und sorgen für Kritik ++

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Nach den Osterferien sollen Lehrer und Schüler an Niedersachsens Schulen regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Aber auch schon jetzt können die ersten Selbsttests beginnen, erklärte Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Mittwoch im Landtag. Rund 400.000 Testkits seien bisher an weiterführende Schulen verteilt worden. Alle weiteren Schulen würden in den nächsten Tagen und Wochen beliefert, versicherte Tonne. Geplant ist eine Übungswoche vor den Osterferien, damit sich Lehrer und Schüler mit den Abläufen vertraut machen können. Schulen, die die Tests bereits erhalten haben, können aber auch schon in dieser Woche starten. Nach Ostern sollen sich dann sowohl das Personal als auch die Schüler einmal pro Woche vor Unterrichtsbeginn testen können.

Bei den Gewerkschaften stößt das Vorgehen auf Kritik. Einmaliges, wöchentliches Testen reiche längst nicht aus und schaffe nur Scheinsicherheit, kritisiert die GEW. Gleichzeitig werde die Bürokratie auf die Spitze getrieben, weil sich das Schulpersonal um Dokumentation, Verteilung und Durchführung der Tests kümmern müsse. Die Bildungsgewerkschaft fragt sich, wieso die Tests nicht stattfinden, bevor potenziell Infizierte die Schulen betreten. Dies sei zu Hause, in Testzentren oder mit Hilfe mobiler Teams möglich.

++ Leinewelle: Angler wollen offenbar Berufung einlegen ++

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Rückschlag für die Leinewelle: Der Fischereiverein will sich offenbar nicht mit der Niederlage vor dem Verwaltungsgericht abfinden und Berufung gegen die künstliche Surfwelle einlegen. Der Anwalt des Fischereivereins, Konrad Asmissen, sieht laut HAZ gute Chancen, dass das Oberverwaltungsgericht das Urteil wieder aufhebt. Grund sei, dass Teile des Naturschutzgutachtens im Zusammenhang mit der Leinewelle nicht sonderlich tiefgreifend gewesen seien. Der Fischereiverein hatte unter anderem argumentiert, dier künstliche Surfer-Welle auf der Leine hinter dem Landtag sei ein starker Eingriff in die Tier- und Pflanzenwelt, war damit aber vor Gericht abgeblitzt.

Die Region Hannover, gegen die der Verein geklagt hatte, könnte den Surfern nun den sofortigen Bau der Leinewelle gestatten. Allerdings müssten die dann das finanzielle Risiko dafür tragen, auch falls das OVG die Erlaubnis wieder kassiert. Die Leinewelle soll etwa 1,2 Millionen Euro kosten und finanziert sich überwiegend aus Spenden.

++ MHH-Professor Welte: Aus für AstraZeneca ist "falsche Entscheidung" ++

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Als „Angstpolitik“ hat der MHH-Professor Tobias Welte die Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen bezeichnet. Es gebe kein Mittel, das wirke und dabei keine Nebenwirkungen habe, sagte der Direktor der Pneumologischen Klinik der HAZ. Deshalb sei der Impfstopp die falsche Entscheidung.

Das Serum von AstraZeneca steht im Verdacht, Blutgerinsel im Hirn auszulösen. In Deutschland könnte es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in sieben von 1,6 Millionen Fällen dazu gekommen sein.

MHH-Professor Welte sagte, das sei eine sehr geringe Fallzahl. Die Sterblichkeitsrate von Covid-19 liege weltweit bei 22 von 1000 Fällen – das müsse man ins Verhältnis setzen. Er hätte sich entschieden, die Fälle zu prüfen, aber den Impfstoff weiter zu nutzen. Ähnlich hatte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach argumentiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Vizekanzler Olaf Scholz hingegen waren Spahn beigesprungen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will morgen ihren abschließenden Bericht zu AstraZeneca vorlegen, der Impfgipfel der Bundesregierung ist zunächst verschoben.

++ Kita-Gruppen sollen mit zwei Erziehern auskommen - Kritik an Kultusminister Tonne ++

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Kita-Gruppen sollen weiterhin mit zwei Erziehern auskommen – das sieht der Entwurf des neuen Kita-Gesetzes vor, den Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag im Landtag in Hannover vorgestellt hat. Der SPD-Politiker erntete massive Kritik von Verbänden, Gewerkschaften und der Opposition. Sie alle hatten darauf gedrängt, dass der das Gesetz eine dritte Kraft in Kita-Gruppen verbindlich vorschreibt. Hohe Kosten und der Fachkräftemangel machten das derzeit unmöglich, so Tonne. Der Entwurf zum Kita-Gesetz geht nun zunächst in den Kultusausschuss des Landtags.

++ Impfzentrum kann AstraZeneca-Ausfall kurzfristig kompensieren ++

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Das Impfzentrum von Stadt und Region Hannover kann den Ausfall von AstraZeneca kurzfristig auffangen. Und zwar durch eine zusätzliche Lieferung des Impfstoffs Moderna, wie Stadt und Region am Dienstagnachmittag mitteilten. Damit könnten Engpässe bei den mobilen Impfungen zumindest teilweise kompensiert werden. Der Lieferstopp von AstraZeneca auf zunächst unbestimmte Zeit führt im Impfzentrum aber zu erheblichen Umplanungen. Landeshauptstadt und Region hatten die für Dienstag geplanten Einsätze ihrer mobilen Impfteams in Schulen und Kitas abgesagt. Alle Personen, die von dem Impf-Stopp betroffen sind, sollen für die kommende Woche ein neues Angebot erhalten – dann mit dem Moderna-Impfstoff. Die anderen terminierten Einsätze für diese Woche sind nach Angaben der Behörden aber nicht mehr gefährdet und können mit dem jetzt zusätzlich zur Verfügung stehenden Moderna-Vakzin abgewickelt werden. Im Impfzentrum auf dem Messegelände läuft unterdessen der Betrieb wie geplant weiter. Auswirkungen des AstraZeneca-Stopps gibt es hier derzeit nicht, da die Mediziner Impfstoffe von Biontech und Moderna verabreichen.

++ ADFC-Umfrage: Radler geben Hannover die Schulnote 3,7 ++

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Hannover ist wieder ganz vorne mit dabei  - bei den fahrradfreundlichsten Städten in Deutschland. Hannover belegte bei dem Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs erneut Platz 2 im Vergleich der Städte mit 500.000 Einwohnern. Für die gute Platzierung reichte allerdings die eher schwache Schulnote von 3,7. Mit dieser Note kann die Stadt nicht zufrieden sein, heißt es vom ADFC Hannover. Sie muss sie als Arbeitsauftrag für Verbesserungen verstehen.

Oberbürgermeister Belit Onay freute sich zwar, dass Hannover erneut den zweiten Platz erhalten hat, die Gesamtnote stellt aber auch ihn nicht zufrieden. Er verstehe es als Handlungsauftrag. Die Stadt sei mit ihren Aktivitäten in Sachen Radverkehr noch lange nicht fertig, sondern fange gerade erst an, so Onay. Der zweite Platz sei dafür ein guter Rückenwind und die Ergebnisse des Klimatests würden nützliche Hinweise für Verbesserungen bieten.

Punkten konnte Hannover beim ADFC-Fahrradklimatest mit einem guten Wegenetz. Schlechte Noten dagegen gab es im Bereich Stellenwert des Radfahrens. Etwa für die Ampelschaltungen, die Verkehrsführung in Baustellen oder auch die Falschparkerkontrollen auf Radwegen, hier gab eine glatte Fünf. Das Sicherheitsgefühl auf Hannovers Straßen bewerteten die Radfahrer mit der Note 3,9.

++ Kriegsverbrechen: Mann aus Gambia in Hannover festgenommen ++

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Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Beamte des Bundeskriminalamtes und der niedersächsischen Polizei haben am Dienstagmorgen in Hannover einen ehemaligen Soldaten aus Gambia festgenommen. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mord und versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Der Mann soll zwischen 2003 und 2006 als Mitglied der Regierungsstreitkräfte an politischen Tötungskommandos beteiligt gewesen sein, die die Bevölkerung einschüchtern und die Opposition unterdrücken sollte. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann die Beteiligung an drei Mordanschlägen in Gambia vor. Dabei wurden zwei Regierungskritiker erschossen. Das dritte Opfer überlebte verletzt. Der nun in Hannover Festgenommene soll im Laufe des Tages am Bundesgerichtshof einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

++ Urlauber-Ansturm: Tui verdoppelt Flüge nach Mallorca ++

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Doppelt so viele Mallorca-Buchungen wie vor einem Jahr: Der Reisekonzern Tui meldet einen Kunden-Andrang für die Balearen-Insel – trotz Aufrufen aus der Politik, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak sagte am Dienstag, man habe sich entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und biete nun 300 Hin- und Rückflüge an. Um die zurückgewonnenen Freiheiten entsprechend wertzuschätzen, empfehle man den Gästen aber, einen ruhigen Urlaub auf Mallorca zu verbringen, so Andryszak. Aus Buchungen lasse sich ablesen, dass die Zahl der Partyurlauber geringer ausfalle als üblich.

Vom Flughafen Hannover aus starten inzwischen bereits erste Maschinen Richtung Palma de Mallorca. Die Bundesregierung hatte die Einstufung von Mallorca als Risikogebiet zuletzt zurückgenommen, Reise-Rückkehrer müssen nun nicht mehr in Quarantäne.

Allerdings rät die niedersächsische Landesregierung von Reisen auf die Balearen ab. Wegen der steigenden Infektionszahlen stünden die Chancen für einen Osterurlaub selbst hierzulande etwa an der Küste oder auf den Inseln schlecht. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisierte die Aussagen scharf.