++ Verdrahtete Metallflasche in Paket: Bombenverdacht im Umweltministerium ++

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Bombenverdacht gestern im Landesumweltministerium in Hannover. Das Gebäude an der Archivstraße musste zeitweise geräumt werden. Am Ende gab es aber Entwarnung. Die Poststelle des niedersächsischen Umweltministeriums schlug am Mittag gegen halb 2 Alarm. Sie hatten in einem zugestellten Paket eine verdrahtete Metallflasche entdeckt. Sofort verständigten die Mitarbeiter die Polizei, die das Ministerium kurzum räumen ließ. Auch die Archivstraße war vorsichtshalber gesperrt worden. Es kam zu Beeinträchtigungen auf der Üstra Buslinie 120. Nach gut einer halben Stunde gab die Polizei das Gebäude wieder frei: Entschärfer des Landeskriminalamtes hatten das Paket untersucht und als ungefährlich eingestuft. Doch wer hat das Päckchen verschickt? Die Hintergründe sind weiterhin unklar, die Ermittlungen dauern an.

++ Rathausaffäre: Stadtrat versetzt Schostok vorzeitig in den Ruhestand ++

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Kurz und knapp – aber historisch: Nach nur 12 Minuten war die Sondersitzung im Rathaus vorbei und Hannovers Oberbürgermeister vom Stadtrat vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit stimmten die Politiker gestern Stefan Schostoks entsprechendem Antrag zu. Mit 56 Ja-Stimmen gegen viermal Nein und einer Enthaltung. Jetzt muss noch die Kommunalaufsicht, also das Innenministerium, den in der Stadtgeschichte einmaligen Vorgang prüfen. Solange bleibt Schostok im Amt, hat aber Urlaub genommen. Jetzt wird die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette die Verwaltungsführung übernehmen, bis dann im Herbst ein neues Stadtoberhaupt gewählt wird. Ende April hatte Schostok seine Versetzung in den Ruhestand beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Zuge der Affäre um unzulässige Gehaltszulagen Anklage wegen schwerer Untreue gegen ihn sowie seinen bisherigen Büroleiter und den früheren Personaldezernenten erhoben.

++ Anwalt aus Hannover möchte Kinder von IS-Anhängern aus Syrien zurückholen ++

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Ein Anwalt aus Hannover will mehreren Großeltern helfen, ihre Enkelkinder aus einem syrischen Flüchtlingslager nach Deutschland zurückholen. Die Eltern der insgesamt zehn Kinder sind mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat. Da es sich in allen Fällen um deutsche Staatsangehörige handele, gebe es völkerrechtliche Verpflichtungen, die Kinder zurückzuholen, so der hannoversche Rechtsanwalt Dirk Schoenian. Da sich das Auswärtige Amt bislang weigert, zieht der Jurist jetzt gegen die Bundesregierung vor Gericht. Per einstweiliger Anordnung soll das Auswärtige Amt verpflichtet werden, die Kinder im Alter zwischen 1 und 7 Jahren zurück nach Deutschland zu holen. In einem ersten Fall der vor Gericht verhandelt werden soll, geht es um zwei Kinder einer IS-Sympathisantin, die bei Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen sein soll.

++ Messerangriff auf 18-Jährigen vor der Staatsoper: Anklage gegen zwei Brüder ++

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Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 18 Jährigen vor der Staatsoper, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen zwei 18 und 21 Jahre alte Brüder erhoben. Sie müssen sich demnächst wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten. Das Opfer hatte sich im Februar abends mit Freunden auf der Treppe der Oper aufgehalten, als eine Gruppe junger Männer mit den nun zwei Angeklagten Brüdern vorbei kam. Der jüngere der Beiden soll plötzlich ein Messer gezogen haben und damit sofort auf das gleichaltrige Opfer losgegangen sein. Auch der ältere Bruder soll zugestochen haben. Das Opfer starb später im Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Und auch die drei Freunde des jungen Mannes wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe des Angriffs sind noch nicht geklärt. Die zwei Gruppen sollen laut Ermittlungen schon länger im Streit gewesen sein. Wann genau der Prozess gegen die zwei in U-Haft sitzenden Brüder beginnt, steht noch nicht fest.

++ Bahlsen-Erbin entschuldigt sich für Aussagen über Zwangsarbeiter ++

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„Gar nicht so schlecht“, so hatte Keks-Erbin Verena Bahlsen, die damalige Situation der NS-Zwangsarbeiter im eigenen Unternehmen beschrieben. Mittlerweile hat sich die 26-Jährige für die Aussage entschuldigt. "Nichts liegt mir ferner, als den Nationalsozialismus und seine Folgen zu verharmlosen". Mit diesen Worten entschuldigt sich Erbin Verena Bahlsen in einem öffentlichen Statement. Ihre Äußerungen seien unbedacht und haben eine Debatte befeuert, die sie sehr bedauere. Zuvor waren Stimmen laut geworden, die eine öffentliche Positionierung des Unternehmens fordern. So heißt es vom kulturpolitische Sprecher der Grünen in Hannover Daniel Gardemin in einem Statement die Werksgeschichte müsse aufgearbeitet werden, damit Geschichtsvergessenheit nicht neues Unglück in unsere Gesellschaft trägt.

 

++ Rathaus-Affäre: Rat entscheidet über Ruhestand des OBs ++

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Nächster Schritt in der Rathaus-Affäre: Der Rat der Stadt will am Donnerstagnachmittag in einer Sondersitzung über die Versetzung des Oberbürgermeisters in den Ruhestand entscheiden. Drei Viertel der Ratsmitglieder müssen zustimmen. Anschließend muss die Kommunalaufsicht den Vorgang noch prüfen, dann ist der Weg frei für die Wahl eines neuen Stadtoberhauptes für Hannover. Schostok wird nach der heutigen Sondersitzung voraussichtlich in Urlaub gehen. Die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette wird den Oberbürgermeister in Verwaltungsangelegenheiten vertreten. Die repräsentativen Aufgaben übernehmen die Bürgermeister der Stadt. Schostok hatte Ende April in Folge einer Affäre um unzulässige Gehaltszulagen für Spitzenbeamte seinen Rücktritt bekanntgegeben und die Versetzung in den Ruhestand beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage wegen schwerer Untreue gegen Schostok sowie seinen bisherigen Büroleiter und den früheren Personaldezernenten.

++ Sahlkamp: Gestohlener Motorroller angezündet ++

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist ein gestohlener Motorroller am Eifelweg im Sahlkamp angezündet worden und vollständig verbrannt. Wie die Polizei mitteilte wurde das Fahrzeug Löschversuchen zum Trotz vollständig zerstört. Ersten Ermittlungen zufolge wurde der Roller zwischen 13:30 Uhr und 14:45 Uhr in der Kurt-Schuhmacher-Allee in Langenhagen von einem Parkplatz geklaut. Hannovers Polizei bittet Zeugen darum, Hinweise zum Brand oder zum Diebstahl an den Kriminaldauerdienst weiterzugeben

++ Wegen Boeing-Flugverbot: TUI rechnet mit schwierigem Sommergeschäft ++

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Der vergangene Hitzesommer hatte dem Reisekonzern TUI schwer zu schaffen gemacht. Auch in diesem Jahr droht das Sommergeschäft schwierig zu werden. Grund ist das anhaltende Flugverbot der Unglückmaschinen von Boeing. Weil die Flieger vom Typ 737 Max vorerst weiter nicht abheben dürfen, rechnet die TUI mit Sonderkosten von 200 Millionen Euro. Wenn bis Ende Mai nicht hinreichend sicher sei, dass die Boeing-Maschinen wieder abheben können, werde TUI Ersatzmaßnahmen wie Leasingverträge für andere Jets für den Rest des Sommers vollständig verlängern müssen, teilte der Konzern am Mittwoch bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in Hannover mit. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet TUI-Chef Fritz Joussen beim operativen Ergebnis mit einem Einbruch um bis zu 26 Prozent. Das Flugverbot der Unglücksmaschinen hatte den Konzern schon im Winterhalbjahr tiefer in die roten Zahlen gebracht.

++ 96: Plan bis zum Saisonauftakt vorgestellt ++

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Nachdem der Abstieg in die zweite Liga endgültig besiegelt ist, hat Hannover 96 am Mittwoch den Fahrplan zum kommenden Saisonauftakt vorgestellt. Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Düsseldorf geht es für Spieler und Mitarbeiter vorerst in die Pause. Rund vier Wochen später startet die Saisonvorbereitung, geplant ist unter anderem ein großes Trainingslager in Österreich. Am letzten Juliwochenende beginnt für Hannover 96 die Saison in der neuen Liga. Wer die Roten in der kommenden Saison anführt ist bisher aber noch nicht geklärt. Gerade in der Frage um den künftigen Sportchef hatte es zuletzt viele Absagen gegeben. Als aktueller Favorit gilt der ehemalige HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer.

++ Nach Aussagen über Zwangsarbeiter: Grüne fordern Bahlsen zur Geschichtsaufarbeitung auf ++

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Hannovers Grüne fordern Bahlsen auf, die eigene Firmengeschichte im Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Nachdem die Erbin des Keksfabrikanten Verena Bahlsen die Situation für Zwangsarbeiter der Nationalsozialisten im eigenen Werk als „gar nicht so schlecht“ beschrieben hatte, regte sich gerade aus der Stadtpolitik Protest. Daniel Gardemin, der kulturpolitische Sprecher der Grünen etwa forderte das Unternehmen Bahlsen in einer Mitteilung auf, Stellung zu nehmen. Die Firma solle sich deutlich positionieren und den Weg frei machen für eine Aufarbeitung der Werksgeschichte im Nationalsozialismus, damit Geschichtsvergessenheit nicht neues Unglück in unsere Gesellschaft trägt, so Gardemin. Neben der Firmengeschichte sehen die Grünen Nachholbedarf bei der Stadt Hannover, auch hier habe die Aufarbeitung nur sehr Lückenhaft stattgefunden.

++ Evangelische Landeskirche Hannover führt gleichgeschlechtliche Trauung ein ++

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Die evangelische Landeskirche in Hannover führt für gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit einer kirchlichen Trauung ein. Eine entsprechende Regelung wird dem Kirchenparlament am Mittwoch auf seiner Tagung vorgestellt. 2014 hatte Hannover als größte evangelische Landeskirche in Deutschland bereits Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht.

++ 93-Jährige Tote aus der Südstadt: Polizei veröffentlicht neue Fotos zur Zeugensuche ++

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Im Fall der getöteten alten Dame aus der Südstadt sucht die Polizei weiterhin Zeugen. Die Ermittler haben deshalb nun weitere Fotos veröffentlicht. Diese zeigen unter anderem die Kleidung, die die 93-Jährige getragen hat, als sie das letzte Mal bei einem Supermarkt-Einkauf lebend gesehen wurde. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass die Rentnerin vermutlich umgebracht wurde. Die Nichte der Frau hatte sie tot in ihrer Wohnung entdeckt. Die Obduktion hatte ergeben, dass die 93-Jährige an Herzversagen starb. Aufgrund der Situation, in der die alte Dame in der Küche gefunden wurde, gehen die Ermittler aber von einem Tötungsdelikt aus.

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