++ Bahlsen will Lehren aus Zwangsarbeiter-Debatte ziehen ++

Kategorie:

Keks-Erbin Verena Bahlsen hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst mit scheinbar unbedarften Äußerungen zu NS-Zwangsarbeitern. Nun versucht ihr Vater Werner Michael Bahlsen die Wogen zu glätten. „Die Geschichte der Zwangsarbeiter nicht aufzuarbeiten war ein Fehler“, sagte er der dpa. Man habe daraus gelernt und wolle wissen, was damals passiert ist. Die Aufarbeitung laufe nun an. Verena Bahlsen hatte vor Wochen der „Bild“ auf eine Frage nach den damaligen Zwangsarbeitern gesagt, das sei vor ihrer Zeit gewesen. Bahlsen habe sie genauso bezahlt wie die Deutschen und auch so behandelt. Nach einem Shitstorm in den Medien hatte sich die 26-Jährige entschuldigt. Der Kekshersteller Bahlsen feiert am 1. Juli sein 130-jähriges Bestehen. Eine Feier soll es nicht geben.

++ Stefan Schostok hat einen Nachfolger ++

Kategorie:

Stefan Schostok hat einen Nachfolger – und zwar als Chef des SPD-Bezirks Hannover: Das ist seit gestern Matthias Miersch, Bundestagsabgeordneter aus Laatzen. Der 50-Jährige Umweltpolitiker leitete zuletzt den SPD-Unterbezirk Region Hannover. Auf einem Parteitag in Lüneburg am Wochenende erhielt Miersch über 95 Prozent Zustimmung. Der neue Chef des SPD-Bezirks Hannover zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und kündigte an, den Zusammenhalt in der SPD stärken und die Gesellschaft gerechter machen zu wollen. Sein Vorgänger, der scheidende OB Schostok war dem Parteitag in Lüneburg ferngeblieben. Im Zuge der Rathausaffäre hat ihn die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der schweren Untreue angeklagt.

++ Autobahn-Raser: Polizei beschlagnahmt Mercedes AMG und Audi S5 ++

Kategorie:

Es ist so ein Moment, in dem es richtig brenzlig werden kann auf der Autobahn: Von hinten kommt ein Wagen angerast, fährt ganz dicht auf, der Fahrer betätigt immer wieder die Lichthupe, dann überholt er plötzlich – rechts. Und dann kommt sogar noch ein zweiter Wagen hinterher … So ist es Autofahrern am Wochenende ergangen auf der A2 zwischen Bad Eilsen und Rehren. Die Polizei hat die vermeintlichen Raser, einen 25- und einen 54-Jährigen, auf der Vahrenwalder Straße aus dem Verkehr gezogen und die Autos beschlagnahmt: einen Mercedes AMG und einen Audi S5 mit holländischen Kennzeichen, darin fanden die Ermittler Funkgeräte und eine sogenannte Dashcam. Gegen die Halter läuft nun ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung und illegalem Autorennen.

++ HCC evakuiert - 200 Menschen müssen raus ++

Kategorie:

Schreck für mehr als 200 Menschen im HCC. Das Kongresszentrum musste Sonntag wegen eines Feueralarms zeitweise evakuiert werden, verletzt wurde niemand. Morgens um halb zehn hatte die Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst, es rauchte und qualmte aus einem Technikraum im Untergeschoss. Dort hatte es einen technischen Defekt gegeben. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an – der Brand ging aber von selbst wieder aus. Das Kongresszentrum wurde gut gelüftet und die 200 Besucher konnten in den Kuppelsaal zurückkehren.

++ Ideen-Expo: Besucherplus - 10.000 feiern "Sunrise Avenue" ++

Kategorie:

Die Ideenexpo ist am Wochenende mit einem Besucherplus zu Ende gegangen: Mehr als 360.000 Menschen sind in diesem Jahr aufs Messegelände gekommen – laut Veranstalter ein deutliches Plus gegenüber 2017. Allein bei der Schlussveranstaltung feierten rund 10.000 Besucher die finnische Band „Sunrise Avenue“ und andere. Die Ideenexpo findet alle zwei Jahre statt und soll Jugendlich und junge Erwachsene für die sogenannten Mint-Fächer begeistern, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

++ 96-Kapitän bleibt: Bakalorz unterschreibt für weitere drei Jahre ++

Kategorie:

Marvin Bakalorz geht mit Hannover 96 in die zweite Liga: Der 29-Jährige hat seinen Vertrag bei den „Roten“ um drei Jahre verlängert. Natürlich hätte er woanders mehr verdienen können, sagte der 29-Jährige laut Mitteilung, aber das sei nicht alles. Er fühle sich von Sportchef und Trainer wertgeschätzt. Coach Mirko Slomka sprach denn auch von einem starken Signal. Auch Edgar Prib und Ron-Robert Zieler wollen Teil der Zweitliga-Mannschaft sein. Unklar ist noch, ob Felipe an Bord bleibt. Laut „Bild“ soll der Verteidiger nach Dubai wechseln.

++ Fall "Chico": Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein ++

Kategorie:

Vergangenes Jahr hatte der Staffordshire-Terrier-Mischling „Chico“ zwei Menschen in Hannover totgebissen – nun hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen zwei Mitarbeiter des Veterinäramts eingestellt. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung habe sich nicht erhärtet, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Freitag gegenüber Radio Hannover.

„Chico“ hatte im April 2018 in Groß-Buchholz seinen 27 Jahre alten Halter und dessen 52-jährige Mutter totgebissen. Die beiden Mitarbeiter des Veterinäramts sollen bereits 2011 von der Gefährlichkeit des Hundes gewusst, aber nicht genügend unternommen haben, so der Vorwurf.

Ausschlaggebend für die Einstellung des Verfahrens war laut Klinge unter anderem, dass der Halter und seine Mutter sich bewusst für das Zusammenleben mit dem aggressiven Hund entschlossen hätten. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

++ OB-Wahl: Hansmann will Wohnungsbau vorantreiben ++

Kategorie:

Voraussichtlich am 27. Oktober wählt Hannover einen neuen Oberbürgermeister – und SPD-Kandidat Marc Hansmann hat heute sein Wahlprogramm vorgestellt. Schwerpunkte sind die Schaffung von Wohnraum, außerdem Bildung und Klimaschutz. So will Hansmann bis zu 20.000 neue Wohnungen in den kommenden zehn Jahren schaffen. Dazu sollen die Projekte Kronsberg Süd und Wasserstadt Limmer beschleunigt werden und neue Baugebiete in der Schwarzen Heide in Stöcken, am Lindener Hafen und in Misburg entstehen. In Sachen Bildung will der SPD-Politiker sicherstellen, dass kein Kind die Schule ohne Abschluss verlässt. Für den Klimaschutz soll das Kohlekraftwerk Stöcken auf Biomasse umgestellt und der Öffentliche Nahverkehr in Hannover ausgebaut werden.

++ Aufreger: Stadt schafft Radwege in zwei Richtungen ab ++

Kategorie:

Ärgernis für Fahrradfahrer: Die Stadt schafft einen Großteil der Radwege ab, auf denen Radler in beiden Richtungen fahren können. Grund ist ein Erlass des niedersächsischen Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2016. Demnach bedeuten die blauen Radweg-Schilder, dass Radfahrer einen Weg verpflichtend benutzen müssen. Stünden nun auf beiden Seiten der Straße Radweg-Schilder in beide Richtungen, wie im Fall der sogenannten Zweirichtungsradwege, habe das einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung zur Folge. Das sagte eine Stadt-Sprecherin auf Nachfrage von Radio Hannover. Deshalb würden die meisten der Zweirichtungsradwege abgeschafft, etwa an der Schützenallee oder der Schulenburger Landstraße. Der Fahrradclub ADFC bezeichnete die Regelung als „Unsinn“. Die Stadt-Sprecherin verwies auf den Erlass des Landes.

++ Messerangriff in Kantinenküche: 27-Jähriger schwer verletzt ++

Kategorie:

In der Kantinenküche einer sozialen Einrichtung in der Arndstraße ist am Freitag ein 47 Jahre alter Mann auf einen 27-Jährigen losgegangen, das Opfer erlitt schwere Stichverletzungen. Grund für den Angriff war laut Polizei ein Streit. Dabei ergriff der 47-Jährige das Küchenmesser und stach mehrfach auf den 27-Jährigen ein. Er ließ erst von dem Mann ab, als Zeugen ihn zurückhielten. Der 47-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts verantworten. Der 27-Jährige ist in einem Krankenhaus und außer Lebensgefahr.

++ Kritik an Kulturhauptstadt-Finanzplanung: Runder Tisch geplant ++

Kategorie:

Bei der Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt 2025 wächst nicht nur in Hannovers Kulturszene sondern auch in Teilen der Politik die Sorge: In den Vergangenen Tagen hatten sich nach den freien Künstlern auch Vertreter des Kulturrates und der Botschafter der Bewerbung Igor Levit kritisch über die aus ihrer Sicht unzureichenden Finanzierungspläne der Stadt geäußert. Konkret geht es um den von Finanzdezernent Axel von der Ohe geplanten Anstieg des Kulturertats um 1,5 Prozent im Jahr, der in der kommenden Woche vom Rat beschlossen werden soll. Nun will die kommissarische Verwaltungschefin Sabine Tegtmeyer-Dette nach HAZ Informationen einen Runden Tisch mit von der Ohe, Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf und Vertretern der Kulturschaffenden einberufen.

++ Vorgezogene Wahlen zum Oberbürgermeister könnten bis zu 650.000 Euro kosten ++

Kategorie:

Die vorgezogene Neuwahl des Oberbürgermeisters ist für den 27. Oktober angesetzt – eine eventuelle Stichwahl für den 10. November: In der kommenden Woche wird der Rat der Stadt die Termine beschließen, auf die sich die Fraktionen zuvor verständigt hatten. Insgesamt könnte die Prozedur bis zu 650.000 Euro kosten: Die Verwaltung veranschlagt für den ersten Wahlgang allein eine Summe von 450.000 Euro. Sollte es dann zur Stichwahl kommen, müssten noch einmal 200 000 Euro aufgewendet werden. Die Neuwahlen sind nötig nachdem die Staatsanwaltschaft Oberbürgermeister Stefan Schostok wegen schwerer Untreue angeklagt hatte. Schostok beantragte daraufhin seine Versetzung in den Ruhestand.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.