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++ Region macht Schulden: Hauke Jagau legt Haushalt vor ++

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Corona ist teuer – auch für die Region Hannover. Das zeigt sich nun im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Der wirtschaftliche Einbruch sei zwar noch nicht so stark spürbar wie im Frühjahr befürchtet, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. Die weitere Entwicklung sei aber schwer einzuschätzen.

Am Dienstag hat Jagau den Haushalt in der Regionsversammlung vorgestellt. Erstmals seit 2012 plant die Region darin wieder mit neuen Schulden. Unterm Strich steht ein Defizit von 130 Millionen Euro, etwa wegen sinkender Gewerbesteuereinnahmen in den Kommunen. Auch die Einnahmen bei den Verkehrsbetrieben der Region sind eingebrochen: Üstra und Regiobus haben deutlich weniger Tickets verkauft. Die sind wegen Corona seltener in Busse und Bahnen gestiegen.

Insgesamt umfasst der Regionsetat im kommenden Jahr 2,3 Milliarden Euro. Viel Geld investiert die Region unter anderem in den Ausbau des Radverkehrsnetzes und das Wohnraumförderprogramm.

 

++ Mellendorf: bewaffneter Überfall auf Tankstelle ++

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Tankstellenüberfall in Mellendorf: Bewaffnet mit einer Pistole hat ein maskierter Mann am Dienstagabend Bargeld erbeutet, er konnte unerkannt flüchten.

Der Täter betrat die Tankstelle an der Kaltenweider Straße nach Informationen der Polizei gegen 21 Uhr 30. Er bedrohte erst den Angestellten und forderte Geld, anschließend richtete er seine Waffe auch noch auf einen Kunden, der hinzukam. Der konnte aber flüchten, der Räuber mit seiner Beute anschließend auch. Die Polizei sucht Zeugen.

++ Drei Austritte: AfD-Fraktion im Landtag zerbricht ++

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Es ist ein Paukenschlag im Führungsstreit bei der niedersächsischen AfD: Die bisherige Fraktionschefin Dana Guth sowie zwei weitere Abgeordnete erklärten am Dienstag ihren Austritt aus der Landtags-Fraktion, die damit nun vor dem Aus steht.

Eine Zusammenarbeit sei nach den Vorkommnissen der vergangen Tage so nicht mehr möglich, sagte Guth. Deshalb hätten sich die drei dazu entschlossen die Fraktion zu verlassen. Guth war auf dem Landesparteitag vor gut einer Woche abgewählt worden. Neuer Landesparteichef wurde Jens Kestner, der dem rechten Flügel um Björn Höcke zugerechnet wird. Guth signalisierte danach, weiter an der Fraktionsspitze bleiben zu wollen. Doch der Streit zwischen dem gemäßigten und dem radikalen Lager hat auch dort zum Bruch geführt.

Die AfD verliert mit den drei Austritten ihren Fraktionsstatus im Landtag, weil die verbleibenden sechs Abgeordneten weniger als fünf Prozent des Landtags stellen. Guth will jetzt versuchen, eine neue AfD-Fraktion zu gründen - eine bürgerlich-konservative, wie sie sagte. Sie habe vier Abgeordneten ein entsprechendes Angebot gemacht.

++ Hannovers Starpianist Igor Levit erhält Bundesverdienstkreuz ++

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Hannovers Starpianist Igor Levit erhält das Bundesverdienstkreuz. Im Corona-Shutdown hatte der 33-Jährige aus dem heimischen Wohnzimmer Klavierkonzerte ins Internet übertragen.  Aus der Isolation heraus habe er damit ein Miteinander über Grenzen hinweg entstehen lassen, teilte das Bundespräsidialamt am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Von seinem Engagement gegen Antisemitismus, die Ausgrenzung von Minderheiten und für die Demokratie lasse sich Igor Levit weder durch Morddrohungen einschüchtern noch durch Hetze im Netz abbringen. Bei ihm seien künstlerisches Wirken, gesellschaftspolitisches Engagement und Solidarität mit anderen untrennbar verbunden, so das Bundespräsidialamt. Das Bundesverdienstkreuz bekommt Levit am 1. Oktober von  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

++ Nach Unfalltod von 1-Jährigem: Ermittlungen gegen Mutter ++

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Der tragische Tod eines Kleinkindes vor einigen Monaten in Ahlem hat jetzt möglicherweise auch strafrechtliche Konsequenzen für die Mutter. Wie die Staatsanwaltschaft Hannover gegenüber Radio Hannover bestätigte, laufen gegen die Frau Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. Demnach geht es um die Frage ob die Mutter ihre Aufsichtspflicht verletzt haben könnte.

Ihr einjähriger Sohn war Anfang Juli ums Leben gekommen, nachdem ein Nachbar der Familie das Kind beim Ausparken mit seinem Auto erfasst hatte. Der genaue Unfallhergang ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Laut einem Bericht der Neuen Presse könnte die Mutter kurz das Haus verlassen und die Tür einen Spalt weit offen gelassen haben. So könnte der einjährige Junge herausgekrabbelt sein.

Die Ermittlungen gegen den Autofahrer laufen unterdessen ebenfalls weiter. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte uns aber: möglich sei auch, dass am Ende weder ihm noch der Mutter ein strafrechtlicher Vorwurf gemacht werden könne.

++ Corona-Verstöße: Polizei schließt Shisha-Bars ++

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Noch immer sind die Corona-Regeln offensichtlich nicht überall angekommen: Bei Kontrollen in Hannovers Nachtleben hat die Polizei jetzt hart durchgegriffen. Weil sich Bar-Betreiber am Wochenende nicht an die Corona-Vorschriften hielten, mussten einige sogar ihren Betrieb einstellen. 

Bei einer Shisha Bar an der Otto-Brenner-Straße hatte die Polizei Mängel bei den Hygienevorschriften festgestellt. Die Wasserpfeifen wurden nicht ordnungsgemäß gereinigt. Die Beamten untersagten dem Betreiber daraufhin vorläufig die weitere Ausgabe der Pfeifen. Gegen halb zwei in der Nacht ließ die Polizei dann eine weitere Shisha-Bar an der Langen Laube schließen. Dort hatten die Einsatzkräfte diverse Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt. Die Bedienungen trugen keinen Mund-Nase-Schutz und die Gäste hielten die Abstände nicht ein. Kurze Zeit später schloss die Polizei dann auch eine Bar am Ernst-August-Platz. Dort konnten die Abstände ebenfalls nicht eingehalten werden, weil sich dort rund 300 Gäste aufhielten. Außerdem waren einige der Besucher bereits in handfeste Auseinandersetzungen verwickelt.

++ Althusmann macht Hoffnung: Weihnachtsmärkte möglich? ++

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Hoffnung für Hannovers Weihnachtsmarkt: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sieht trotz steigender Corona-Zahlen gute Chancen, dass die Weihnachtsmärkte auch in diesem Jahr stattfinden können. Das sagte er in einem Interview mit der BILD-Zeitung. Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Maskenpflicht seien dabei wichtig, so Althusmann. Ein generelles Alkoholverbot müsse aus seiner Sicht aber nicht sein. Allerdings denke er über eine Art Alkohol-Sperrstunde nach. Denkbar sei auch, hochprozentigen Alkohol zu verbieten.

Vertreter von Sozial- und Wirtschaftsministerium, Kommunen und Schaustellerverbänden wollen am Dienstag über mögliche Konzepte für Niedersachsens Weihnachtsmärkte beraten.

++ Designierter Personalchef will "Kulturwandel" im Rathaus ++

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Frischen Wind will er mitbringen. Und nicht weniger als einen Kulturwandel im Neuen Rathaus einleiten. Das war ein durchaus ambitionierter Auftritt von Hannovers voraussichtlich neuem Personaldezernenten. Lars Baumann heißt er, 49 Jahre alt, Grüner, Hannoveraner und Professor für Wirtschaftsinformatik. Am Montag hat er sich der Öffentlichkeit vorgestellt und über seine Pläne gesprochen. So soll mit dem Kulturwandel im Rathaus auch ein besserer Service für die Bürger einhergehen. 

Lars Baumann ist der Wunschkandidat von Oberbürgermeister Belit Onay. An diesem Donnerstag steht die dreifache Dezernentenwahl auf der Tagesordnung des Stadtrats. Neben einem neuen Personalchef wählt der Rat auch die Dezernenten für Bauen und für Soziales.

++ Burg: Nazi-Schmierereien an Ex-Flüchtlingsunterkunft ++

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Hakenkreuze an einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft: Unbekannte Täter haben in Hannover-Burg das Gebäude einer ehemaligen Schule beschmiert. In den Räumlichkeiten am Burgweg waren zuletzt Flüchtlinge untergebracht. Ein Zeuge hatte die Nazi-Schmierereien am späten Freitagabend entdeckt und die Polizei informiert. Neben drei Hakenkreuzen in der Farbe Lila befinden sich auch die Buchstaben A und S an den Wänden des Gebäudes.

Die Polizei bittet um Hinweise möglicher Zeugen. Vermutlich waren die Täter am Burgweg Freitag zwischen 22 Uhr 30 und kurz vor Mitternacht am Werk.

++ Drei Taten in 15 Minuten: Polizei sucht Räuber ++

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Da hatte es jemand besonders eilig: Innerhalb von gerade mal 15 Minuten soll ein und derselbe Räuber am Wochenende gleich drei Mal zugeschlagen haben. 

Los ging der Raubzug am Samstagmorgen gegen viertel nach sieben. In einem Supermarkt auf dem E-Damm in der Nordstadt griff ein Mann plötzlich in eine geöffnete Kasse, schnappte sich Bargeld und nahm Reißaus. Nur wenige Minuten später tauchte er dann in einem weiteren Supermarkt auf – jetzt an der Vahrenwalder Straße. Dort wollte er genauso vorgehen wie vorher und zog sogar ein Messer, scheiterte aber am Widerstand der Kassiererin und des Filialleiters. Gegen 7 Uhr 30 schlug der Mann dann schließlich in einem Kiosk an der Guts-Muths-Straße in Vahrenwald zu. Auch hier zog er ein Messer und bedrohte den Kioskbetreiber, der den Räuber aber vertreiben konnte.

Alle Zeugen gaben anschließend eine ähnliche Täterbeschreibung ab. Bei der Suche nach dem flüchtigen Serienräuber hofft die Polizei nun auf weitere Zeugenhinweise