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++ Bombenräumung am Sonntag in Misburg-Süd: 8800 Anwohner betroffen ++

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Rund 8.800 Anwohner aus Misburg-Nord und -Süd sowie Anderten müssen sich darauf einstellen, dass sie am Sonntag ihre Wohnungen und Häuser verlassen müssen. Es gibt eine Bombenräumung. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben in Misburg-Süd sechs Verdachtspunkte lokalisiert, bei denen es sich um Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte. Vier davon befinden sich auf einem Baugrundstück an der Kreisstraße südlich des Misburger Hafens, wo ein Wertstoffzentrum errichtet werden soll. Zwei weitere Verdachtspunkte wurden im Umfeld des Braugrundstücks lokalisiert. Die betroffenen Anwohner sollen das Evakuierungsgebiet am Sonntag um 9 Uhr verlassen. Wann genau sie wieder zurück in ihre Wohnungen können, ist nicht absehbar. Das hängt von der tatsächlichen Bombenanzahl und dem Tempo der Evakuierung ab.

++ A2 bei Bothfeld wegen Turbobaustelle am Wochenende dicht ++

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Im Raum Hannover drohen an diesem Wochenende kilometerlange Staus. Die A2 ist wegen einer Turbo-Baustelle in Fahrtrichtung Dortmund komplett dicht. Innerhalb von 57 Stunden sollen zwischen dem Rastplatz Varrelheide und der Abfahrt Bothfeld 20.000 Quadratmeter Asphalt ausgetauscht werden. Die Sperrung der A2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und der Anschlussstelle Bothfeld beginnt Freitagabend um 20 Uhr und dauert bis Montagfrüh um 5 Uhr.

++ Retter aus Hannover im Hochwassergebiet - Weil: "Passen Sie auf sich auf" ++

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Mehr als 80 Tote, Dutzende Verletzte, und Tausende werden noch vermisst – die Lage in den Überschwemmungsgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist dramatisch. Auch Helfer aus Hannover sind dort inzwischen im Einsatz. So hat das Technische Hilfswerk 80 Helfer aus den Ortsverbänden Hannover/Langenhagen, Springe und Wunstorf entsandt. Die Feuerwehr Hannover bereitet sich auf einen möglichen Einsatz vor. Insgesamt sollen bereits rund 15.000 Helfer im Katastrophengebiet sein.

Das Sturmtief Bernd war mit tagelangem Starkregen über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gezogen und hatte Bäche und Flüsse in reißende Fluten verwandelt. Abertausende mussten ihre Häuser verlassen und verloren Hab und Gut.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil drückte den Opfern und ihren Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. Die Wassermassen hätten Leid und Zerstörung gebracht, man sei in Gedanken bei den Menschen in den betroffenen Regionen. Bei den Helfern aus Hannover und ganz Niedersachsen bedankte sich der SPD-Politiker und sagte: „Passen Sie gut auf sich auf.“

++ Grüne düpiert: Zerfällt das Ampelbündnis im Stadtrat? ++

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Zerfällt das Ampelbündnis im Stadtrat? Nach Meinung der Grünen ja. Die Partei kritisierte am Freitag die Schlappe ihrer Kandidatin Anja Ritschel bei der Wahl zur neuen Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin. Entgegen aller Verabredungen und ohne Vorwarnung habe der Rat Ritschel nicht zur Nachfolgerin der scheidenden Sabine Tegtmeyer-Dette gemacht, kritisierten die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Daniel Gardemin und Elisabeth Clausen-Muradian. Dabei sei billigend in Kauf genommen worden, dass das für die Zukunft Hannovers so wichtige Dezernat für Wirtschaft und Umwelt bis auf weiteres nicht gesetzt werden kann. Kurz vor der Kommunalwahl am 12. September komme es offenbar zu Zersetzungserscheinungen in der Ampel, so die Grünen-Fraktionsvorsitzenden.

Die 55-jährige Ritschel war die Wunschkandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay. Er kündigte an, dem Rat zu gegebener Zeit einen neuen Vorschlag unterbreiten. Das Umwelt- und Wirtschaftsdezernat wird nun zunächst von Personaldezernent Lars Baumann geleitet. Die Grüne Ritschel hatte insgesamt 31 Stimmen bekommen, das Ampelbündnis aus SPD, Grünen und FDP hat 33, mit Onay 34 Stimmen. CDU und AfD hatten bereits angekündigt, nicht für die 55-Jährige stimmen zu wollen. Deshalb kommen die Abweichler wohl aus den Reihen der Ampel. Vor allem die FDP hatte zuletzt massive Kritik an den Straßensperrungen in der Innenstadt geübt.

++ Hannover 96 findet neuen Hauptsponsor - Vertrag für mindestens drei Jahre ++

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Und zum Fußball: Nach dem Vertragsende mit „Heinz von Heiden“ hat Hannover 96 einen neuen Hauptsponsor gefunden: Die Wohninvest-Tochter Brainhouse247 wird sein Logo mindestens für die kommenden drei Jahre auf die Trikots der Roten drucken. Das gab der Verein am Freitag bekannt.

96-Geschäftsführer Robert Schäfer sagte, man verfolge bei zentralen Themen wie Digitalisierung und neue Arbeitswelten die gleichen Strategien. Der neue Hauptsponsor will sein erstes Brainhouse247 kommendes Jahr in Laatzen eröffnen. Dabei soll es sich um eine Kombination aus Arbeits- und Lebensraummodell handeln. 96 teilte weiter mit, der Vertrag mit dem Unternehmen sei liga-unabhängig.

++ Einhaltung der Corona-Regeln: Polizei will Georgengarten und Co. stärker kontrollieren ++

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Was haben die Limmerstraße, die Innenstadt, der Maschsee, der Georgen- und der Welfengarten sowie die Hoppenstedtwiese gemeinsam? Sie alle sind beliebte Treffpunkte, oftmals auch für größere Gruppen, die vor allem abends durch übermäßigen Alkoholkonsum und Ruhestörungen auffallen. So formuliert es die Polizei – und die Beamten wollen nun an diesen Orten verstärkt kontrollieren. Grund sind die verschärften Corona-Regeln, die nur noch das Zusammenkommen von bis zu 10 Menschen erlauben, Geimpfte und Genesene sowie Kinder bis 14 nicht eingerechnet. Die Polizei will nach eigenen Angaben auf die Einhaltung der Regeln drängen und deeskalieren, aber zur Not auch Anzeigen schreiben.

++ Corona-Lockerungen: Land erteilt Oberbürgermeistern Absage ++

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Keine Lockerungen der Corona-Regeln: Die Landesregierung hat entsprechende Forderungen von Niedersachsens Oberbürgermeistern zurückgewiesen. Sie wollen, dass die Inzidenzstufe 10 gestrichen wird und dass es erst ab einem Wert von 35 verschärft werden. Regierungssprecherin Anke Pörsen sagte der HAZ, leider steigen die Infektionszahlen wieder spürbar. Mit der Delta-Variante sei noch einmal ein deutlich erhöhtes Ansteckungsrisiko verbunden. Deshalb werde man auch bei sehr niedrigen Inzidenzwerten weiter einen Basisschutz wie etwa Abstand und Maske brauchen. Kleinere, abgrenzbare Ausbrüche müssten sich nicht wie von den OBs dargestellt, auf die Regelungen einer ganzen Stadt auswirken.

Die Oberbürgermeister hatten zudem kritisiert, dass die Landesregierung Lockerungen zu früh öffentlich mache und so die Menschen verwirre. Sprecherin Pörksen sagte dazu, Entwürfe zur Corona-Verordnung werden in öffentlichen Ausschussitzungen diskutiert und gelangten deshalb naturgemäß an die Öffentlichkeit. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei uns in der Region klettert seit einigen Wochen wieder, heute liegt sie laut RKI bei 14,1.

++ Ampel-Bündnis lässt Grünen-Kandidatin für Wirtschaftsdezernat durchfallen ++

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Hannover muss vorerst ohne eine neue Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin auskommen: Die Grüne Anja Ritschel verpasste am Donnerstag im Stadtrat die erforderliche Mehrheit von 33 Stimmen. Damit fiel die Wunschkandidatin von Oberbürgermeister Belit Onay durch. Der bedauerte das. Gerade jetzt wäre es wichtig gewesen, das Dezernat zu besetzen und die regionale Wirtschaft in der Pandemie zu unterstützen, so Onay. Er werde dem Rat zu gegebener Zeit einen neuen Vorschlag unterbreiten. Das Umwelt- und Wirtschaftsdezernat wird nun zunächst von Personaldezernent Lars Baumann geleitet.

Die Grüne Ritschel hatte insgesamt 31 Stimmen bekommen, das Ampelbündnis aus SPD, Grünen und FDP hat 33, mit Onay sogar 34 Stimmen. CDU und AfD hatten bereits angekündigt, nicht für die 55-Jährige stimmen zu wollen. Deshalb müssen die Abweichler wohl aus den Reihen der Ampel kommen. Vor allem die FDP hatte zuletzt massive Kritik an den Straßensperrungen in der Innenstadt geübt. Ritschel hatte in Hannover bereits als persönliche Dezernentin des früheren grünen Umweltdezernenten Hans Mönighoff gearbeitet. In ihrer Bewerbungsrede hatte die 55-Jährige betont, dass man die Potenziale der Stadt nutzen müsse, um bis 2035 klimaneutral zu werden.

Stadtkämmerer Axel von der Ohe wurde dagegen wie geplant zum Ersten Stadtrat gewählt. Er erhielt 38 Stimmen und ist nun Stellvertreter von OB Onay. Der bedankte sich noch bei der scheidenden ersten Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette dafür, dass sie die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren „auf Kurs gehalten“ habe.

++ Schostok-Anwalt: Rechne wieder mit Freispruch in der Rathausaffäre ++

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Er rechnet fest mit einem erneuten Freispruch für Stefan Schostok. Das hat der Anwalt des früheren Hannoverschen Oberbürgermeisters gesagt, nachdem der Bundesgerichtshof Schostoks Freispruch in der Rathausaffäre am Mittwoch kassiert hatte. Der Untreue-Prozess muss nun vom Landgericht Hannover wieder aufgerollt werden. Mit der Aufhebung des Freispruchs sei keinesfalls eine Verurteilung verbunden, sagte Schostoks Anwalt Manfred Borsum gegenüber der HAZ. Der 57-Jährige Ex-OB hatte das Urteil des Bundesgerichtshofs in Leipzig am Mittwoch fassungslos zur Kenntnis genommen.

In der Rathausaffäre geht es um rechtswidrige Gehaltszulagen von fast 50.000 Euro, die Schostok seinem früheren Büroleiter Frank Herbert genehmigt hatte. Schostok wurde freigesprochen, Herbert wegen Betrugs durch Unterlassen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Auch die hoben die Bundesrichter gestern auf. Sie argumentierten, Schostok war für das Vermögen der Stadt Hannover verantwortlich und habe seine Betreuungspflicht objektiv verletzt, nachdem ihm eine Juristin 2017 die Rechtswidrigkeit der Zulagen dargelegt hatte. Auch Ex-Büroleiter Herbert muss sich in dem Zuge erneut vor dem Landgericht verantworten.

Wann der Prozess um die Rathausaffäre neu aufgerollt werden soll, ist noch nicht bekannt.

++ Oberbürgermeister kritisieren Corona-Regeln scharf ++

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Die Oberbürgermeister der größeren Städte in Niedersachsen fordern von der Landesregierung, die 10er-Inzidenz-Stufe in der Verordnung künftig wegfallen zu lassen. Das würde bedeuten, dass die Corona-Regeln erst ab Inzidenz 35 verschärft würden, wie die HAZ aus einem Positionspapier der Oberbürgermeisterkonferenz berichtet. Grund sei unter anderem, dass mehr Menschen geimpft seien und der Inzidenzwert damit nicht mehr alleiniges Maß aller Dinge sei.

Zudem fordern die OBs, dass die Impfzentren in den Städten über das geplante Ende am 30. September hinaus betrieben werden, möglichst bis Jahresende. Wegen der Delta-Variante und einer möglichen vierten Corona-Welle seien die Zentren unter anderem für Auffrischungsimpfungen notwendig. Auch Testzentren müssten weiterhin für jeden erreichbar sein. Die Corona-Politik der Landesergierung müsse allgemein klarer und verständlicher kommuniziert werden, um die Bürger nicht zu verwirren.