++ "Nordadler"-Verbot: Razzien auch in der Region Hannover ++

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Bundeslandübergreifende Razzien hat die Polizei gestern durchgeführt: In NRW, Sachsen und Brandenburg und auch bei uns in der Region Hannover. Hintergrund ist das Verbot der  rechtsextremistischen Gruppierung "Nordadler" durch das Bundesinnenministerium.

Die Razzien in den vier Bundesländern richteten sich gegen führende Mitglieder der nun verbotenen Nordadler. Zwei der Hauptverantwortlichen kommen aus Niedersachsen. Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur gab Durchsuchungen im südniedersächsischen Herzberg und auch hier bei uns in der Region Hannover. Zu Festnahmen kam es aber nicht. Die rechtsextreme Gruppe agiert vorwiegend im Netz und verfolgt nach Einschätzung des Innenministeriums eine nationalsozialistische Ideologie. Die Mitglieder bekennen sich demnach zu Adolf Hitler und anderen Vertretern des Nazi-Regimes und nutzen dessen Symbole und Sprache. Die Gruppe wird als ausgeprägt antisemitisch beschrieben. Bereits vor gut zwei Jahren hatte es im Auftrag der Bundesanwaltschaft Durchsuchungen bei mutmaßlichen „Nordadler“-Verantwortlichen gegeben.

++ Black Lives Matter Hannover: Nächste Demo am Samstag ++

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Aktivisten wollen am Samstag (27.6.) um 16 Uhr wieder gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße gehen. Die Organisatoren von Black Lives Matter Hannover kündigten eine erneute Demonstration an. Diesmal soll sie auf dem Waterlooplatz stattfinden, dort sollen die geltenden Abstandsregeln besser eingehalten werden können. Die Veranstalter erklärten auf Instagram: Am 6. Juni hatten zwei Organisationen getrennt zu Demos aufgerufen, ab jetzt finde sie gemeinsam statt. Das Motto für Samstag lautet „No freemdom til we’re Equal“. Erwartet werden rund 4.000 Teilnehmer. Anfang Juni waren sogar 8.500 Demonstranten dabei.

++ Kitabericht 2020: Entspannen sich allmählich die Engpässe? ++

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In vielen Bezirken von Hannover herrscht weiterhin Mangel an Kitaplätzen, es könnte sich aber langsam entspannen. Das zeigt der diesjährige Kitabericht, der laut Medienberichten jetzt im Jugendhilfeausschuss präsentiert wurde. Dem zufolge lag die Versorgungsquote unter den 3- bis 6-Jährigen im Jahr 2019 bei nur 97,6%. Kommendes Jahr könnte die Stadt wieder an die 100% erreichen. Um die Nachfrage zu bewältigen, seien viele temporäre Kitaplätze geschaffen worden. Für kommendes Jahr seien, Stand jetzt, insgesamt 360 neue Plätze in Planung.

Zuletzt hatten Geburtensanstieg, Zuzüge und eine Flexregelung beim Einschulungsalter für Engpässe gesorgt. Innerhalb der Bezirke gibt es laut Bericht weiterhin große Versorgungsunterschiede. Demnach seien in sozial schwächeren Gebieten der Stadt auch die Engpässe größer. Besonders schlimm ist die Situation im Bezirk Misburg-Anderten, hier liegt die Quote bei den 3- bis 6-Jährigen bei knapp 81%. Ebenfalls unterversorgt sind u.a. Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Bothfeld-Vahrenheide und Ricklingen. Am entspanntesten ist die Kitasituation in Südstadt-Bult und im Bezirk Nord.

Da die Geburtenzahlen rückläufig sind, zeichnet sich bei den Krippenplätzen bereits eine Entspannung ab.

++ Jugendgang am HBF: Polizei plant Sondereinsätze ++

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Die Polizei und andere Sicherheitsakteure wollen sich verstärkt mit der neuen Jugendbande beschäftigen, die seit etwa drei Wochen am Hauptbahnhof Hannover ihr Unwesen treibt. Wie die HAZ berichtet, seien bei der Bundespolizei Sondereinsätze geplant. Außerdem sollen die sozialen Umstände der Jugendlichen geklärt werden. Diebstahl, Körverletzung und Beleidigung gehen bislang auf das Konto der bis zu 30-köpfigen Gruppe. Die selbsternannten "Bahnhofs-Chiller" bestehen laut Polizei aus 15- bis 23-Jährigen mit deutschem Pass und halten sich meist zwischen Hauptbahnhof, Kröpcke und Oper auf. Offenbar gibt es auch Streit mit einer rivalisierenden Jugendbande. Die genauen Hintergründe sind zunächst noch unbekannt.

++ Hochbahnsteig Bothfeld: Kugelfangtrift wird Langzeitbaustelle ++

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Der nächster Bauabschnitt für den geplanten Hochbahnsteig Bothfeld beginnt - und das hat vor allem Auswirkungen für Autofahrer. Ab Montag (22.6.) wird ein Teil der Straße Kugelfangtrift zur Einbahnstraße. Auf Höhe der Haltestelle Bothfeld wird sie in Richtung Sutelstraße für rund anderthalb Jahre gesperrt. Autofahrer müssen sich dort auf teils massive Behinderungen und längere Staus einstellen, das kündigte die für die Bauarbeiten zuständige infra an. Der Haltepunkte der Stadtbahnlinie 9 soll barrierefrei werden. Anfang Juni hatte das Bauprojekt zunächst mit Leitungsarbeiten begonnen. Im Frühjahr 2022 soll der Hochbahnsteig planmäßig in Betrieb gehen.

++ VWN bestätigt: 5.000 Stellen fallen bis 2029 weg ++

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Tausende Beschäftigte bei Volkswagen Nutzfahrzeuge müssen sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Wie der Konzern in Stöcken bestätigte, sollen im Werk 5.000 Stellen wegfallen. Die Belegschaft wird somit bis zum Jahr 2029 um ein Drittel schrumpfen auf nur noch 10.000 Mitarbeiter. 2018 sei laut VWN bereits eine entsprechende Betriebsvereinbarung beschlossen worden. Die Stellenstreichungen seien laut VWN-Chef Thomas Sedran in Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgt. Um Kosten zu senken, sollen Teile der Produktion nach Polen verlagert oder an den neuen Partner Ford abgegeben werden. In Hannover sollen vorwiegend höherklassige Fahrzeuge und E-Autos gebaut werden.

++ Corona-Maßnahmen: Neue Lockerungen / Schon über 4.800 Verstöße ++

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Die letzte Stufe des 5-Stufen-Plans der Landesregierung ist eingeläutet: Am Montag (22.6.) treten neue Corona-Lockerungen in Kraft. Ab sofort ist es wieder erlaubt, in Hannover mit bis zu zehn Leuten unterwegs zu sein. Bisher ging das nur mit Menschen aus höchstens zwei Haushalten. Auch das Picknicken und das Grillen im Freien ist wieder möglich. Die Kitas sind wieder für alle Kinder geöffnet, es geht zurück in den eingeschränkten Betrieb. Außerdem dürfen unter Auflagen wieder Theater und Kinos öffnen – maximal mit 250 Gästen und mit Schutzmaske. Auch Sportveranstaltungen dürfen im Freien von bis zu 50 Menschen besucht werden. Hotels bieten wieder alle Betten an. Die Regelungen gelten zunächst bis 5. Juli – danach soll eine kompaktere Verordnung gelten.

Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen spülen unterdessen hohe Summen in die Kassen der Behörden. Allein in der Region Hannover wird es sechsstellig: Bis Mitte Juni wurden hier Bußgelder in Höhe von 227.000 Euro verhängt. Rund 35.000 Euro sind davon schon beglichen worden. Laut Medienberichten waren die meisten Delikte zu wenig Abstand oder zu große Gruppen. Insgesamt zählte die Region Hannover inzwischen über 4.800 Corona-Verstöße.

++ "Bahnhofs-Chiller": Jugendbande sorgt in der City für Unruhe ++

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Eine Jugendbande treibt seit Kurzem in Hannovers Innenstadt ihr Unwesen. Bis zu 30 Heranwachsende zwischen 15 und 23 Jahren werden der Gruppe zugerechnet, die sich laut Polizeiangaben selbst die "Bahnhofs-Chiller" nennen. Die Kleinkriminellen halten sich meist im Bereich Oper, Kröpcke und Hauptbahnhof auf. Durch Körperverletzung oder Diebstahl machten sie bereits von sich reden. Am Wochenende eskalierte die Situation um die Bande erstmals: Einem 12-Jährigen aus Seelze war von einem der Gruppe unvermittelt eine unbekannte, brennende Flüssigkeit ins Auge gespritzt worden. Durch Videoaufnahmen im Hauptbahnhof konnten einige Beteiligte ermittelt werden. Bei der Festnahme am Freitag leisteten sie teils erheblichen Widerstand und beschimpften die Beamten.

++ Sparprogramm: Karstadt-Filiale in der Georgstraße macht offenbar dicht ++

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Die traditionsreiche Karstadt-Kaufhof-Filiale in der Georgstraße wird offenbar geschlossen. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf informierte Kreise. In der Georgstraße hatte Karstadt vor über 100 Jahren das erste hannoversche Haus eröffnet – nun fällt die Filiale einem Sparprogramm zum Opfer. Galeria Karstadt Kaufhof will bundesweit 62 Filialen schließen, das ist etwa jede dritte. Rund 6000 Jobs sollen dabei wegfallen. Darauf haben sich Unternehmen und Arbeitnehmervertreter nach Angaben der Gewerkschaft Verdi verständigt. Betroffene Mitarbeiter können demnach in eine Transfergesellschaft wechseln, wo sie weiter qualifiziert werden sollen. Den Berichten zufolge sollen die anderen Karstadt-Kaufhof-Standorte in Hannover erhalten bleiben. Unklar ist noch, was mit dem Sporthaus und dem zugehörigen "Sport Scheck" passieren soll. Wann die Filiale in der Georgstraße schließt, ist noch unklar.

++ Grillen im Freien wieder erlaubt - mit bis zu zehn Menschen ++

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Ab Montag darf wieder gegrillt werden in der Öffentlichkeit – aber höchstens in Gruppen von bis zu zehn Menschen. Das hat die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Freitag in Hannover angekündigt und weitere Lockerungen vorgestellt: So öffnen die Kitas ab Montag wieder, an den Schulen soll es Zeugnisfeiern und Sportunterricht geben. Sportvereine dürfen wieder Zuschauer im Amateurbereich empfangen, Theater und Opern, Kinos und Kulturzentren dürfen ebenfalls wieder öffnen, Klubs, Diskos und Shisha-Bars müssen geschlossen bleiben.

++ Weniger Passanten auf Hannovers Einkaufstraßen gezählt ++

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Seit den Corona-Lockerungen füllen sich die Innenstädte wieder. Die Besucherzahlen auf Hannovers Einkaufsstraßen sind gestiegen, doch die Shoppinglaune ist noch längst nicht beim Alten. Eine Auswertung der Passanten-Frequenz in 55 deutschen Städten durch den Immobiliendienstleister Engel & Völkers hat ergeben, dass an Samstagen im Mai auf den Einkaufsstraßen deutlich weniger los war als vor einem Jahr. Auf der Karmarsch- und der Großen Packhofstraße sind bis zu 48 Prozent weniger Passanten gezählt worden. Auch die Georgstraße rutschte im bundesweiten Flaniermeilen-Vergleich von Platz 3 auf Rang 7. Hier sank die durchschnittliche Passanten-Frequenz  an einem Samstag im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent.  Die Große Packhofstraße rutschte ab auf Platz 43 und die Kamarschstraße auf Rang 51.  

++ Pharmakonzern Boehringer schließt Standort in Kirchrode ++

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Das Pharma-Unternehmen Boehringer-Ingelheim gibt sein Tierversuchslabor zum Jahresende in Kirchrode auf und verlagert seinen Standort ins französische Lyon. Die gut 130 Mitarbeiter aus Hannover sind bereits darüber informiert worden und mit dem Betriebsrat soll über einen Sozialplan für die Beschäftigten verhandelt werden. Boehringer hatte das Forschungszentrum in direkter Nachbarschaft zur Tierärztlichen Hochschule erst 2012 eröffnet und rund 60 Millionen Euro investiert. Im Vorfeld der Ansiedlung hatte es Proteste von Tierversuchsgegner gegeben. Zur Schließung des Forschungslabores in Kirchrode sagte der Pharmakonzern, dass er langfristig mehr Potenzial darin sehe, einige Aktivitäten an anderen Standorten zu konzentrieren.

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