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++ Aktion "Fahrschein statt Führerschein": bereits 500 Teilnehmende ++

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Ein Jahr lang können ältere Autofahrer im gesamten Regionsgebiet kostenlos Bus und Bahn fahren. Dafür müssen sie allerdings freiwillig ihren Führerschein abgeben. Dieses Pilotprojekt ist Anfang April gestartet und eine erste Bilanz zeigt, dass schon viele dieses Angebot in Anspruch genommen haben. Laut GVH haben bereits 500 Menschen ihren Führerschein im Tausch für eine Jahresfahrkarte im Kundenzentrum abgeben. 90 Prozent von ihnen waren älter als 70 Jahre, mehr als Dreiviertel von ihnen Frauen. Die meisten und zwar mehr als 70 Prozent kommen aus der Stadt Hannover. Die anderen aus den Kommunen im Umland. Die Aktion ist insgesamt zunächst auf zwei Jahre angelegt, das heißt Interessierte haben bis zum Abo-Abschluss im Dezember 2022 die Möglichkeit, teilzunehmen.

++ Hacker weist Land auf Sicherheitslücke im Impfportal hin ++

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Im niedersächsischen Impfportal gab es eine Sicherheitslücke. Ein Hacker hat sich dort Zugriff auf persönliche Daten verschaffen können. Wie das Land mitteilte, hat der sogenannte " Friendly Hacker" danach selbst das Gesundheitsministerium auf die Sicherheitslücke aufmerksam gemacht. Die Panne habe so frühzeitig behoben werden können, bevor sie von weiteren Personen ausgenutzt werden konnte. Der Hacker hatte sich per E-Mail gemeldet. Er gab den Hinweis, dass er auf dem Impfportal Namen und Adressen von registrierten Impfwilligen abrufen konnte. Der Hacker betonte dabei, er habe ohne böse Absichten nach einer Sicherheitslücke gesucht und wolle, dass diese schnell geschlossen werde. Der Betreiber des Impfportales konnte die Panne nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch am selben Abend beheben. Eine Überprüfung ergab, dass die Datensätze von insgesamt 1258 registrierten Personen abgerufen wurden. Dies sei ausschließlich kurz vor der Meldung des Hinweisgebers erfolgt, so dass man davon ausgehe, dass alle Zugriffe dem "Friendly Hacker" zuzurechnen seien. Die betroffenen Personen sollen in Kürze informiert werden.

++ Einigung zwischen Stadt und Enercity: Hannover will Kohleaustieg bis 2026 ++

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Hannover will raus aus der Kohle. Das Kraftwerk in Stöcken soll so schnell wie möglich vom Netz gehen. Die Stadt und der Energieversorger Enercity haben nun einen Vereinbarungsvorschlag zum Kohleausstieg verfasst. Dieser beinhaltet unter anderem, dass sich Enercity dazu bereit erklärt, nachprüfbar so früh wie möglich das Kohlekraftwerk stillzulegen - angestrebt wird das Jahr 2026. Ein weiterer Kernpunkt des Vorschlags ist, dass die Stadt und enercity für die Jahre 2021 bis 2023 den Menschen in Hannover insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um CO2-mindernde Maßnahmen zu finanzieren. Dazu zählen eine Initiative zum Ölheizungstausch, eine Anschlusspflicht für bisher fossile Heizanlagen ans Fernwärmenetz, eine Heizungseffizienz-Offensive sowie der Plan, den ersten Block im Kohlekraftwerk nach Möglichkeit ein Jahr früher als geplant, also 2024, stillzulegen. Mit diesem Bündel an Maßnahmen soll es gelingen, bis 2035 rund 800.000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Dies entspricht mehr als der Hälfte des CO2-Ausstoßes für das Kohlekraftwerk in seiner bisher geplanten Laufzeit bis 2030. Der Rat der Stadt muss noch grünes Licht geben, erst dann kann es richtig los gehen. Dann wird der Vertrag zwischen Enercity und der Stadt in einen rechtsverbindlichen Rahmen überführt. Der Kohleausstieg in Hannover kostet einen dreistelligen Millionenbetrag, allein enercity investiert mehr als 500 Millionen Euro. Erst vor wenigen Tagen hatte der Oberbürgermeister ein Schreiben an das Bundeskanzleramt gerichtet, mit der Forderung, dass der Bund die Kommunen bei der Energiewende stärker unterstützen müsse.

++ Vermisstenfall Goslar: Bundespolizist festgenommen - Beziehungstat? ++

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Festnahme im Fall Goslar: Ein Bundespolizist steht unter Verdacht, den vermissten 51-Jährigen umgebracht zu haben. Der Mann aus dem Kreis Goslar war im April verschwunden, sein Auto auf dem Messegelände in Hannover gefunden worden. Ermittler hatten am Dienstag das Haus des verdächtigen Bundespolizisten im Kreis Goslar und mehrere Waldstücke angesucht. Gefundene Blutspuren deuteten darauf hindeuten, dass der Vermisste 51-Jährige nicht mehr am Leben ist, berichten mehrere Medien. Die Polizei Goslar geht demnach von einer Beziehungstat aus. So sollen Opfer und mutmaßlicher Täter eng befreundet gewesen sein. Der Bundespolizist soll aber ein Verhältnis mit der Ehefrau des Verschwundenen gehabt haben. Die Polizei sucht zudem einen Taxifahrer, der am 13. April morgens eine Fahrt vom Messegelände Richtung Hauptbahnhof angenommen hat. Das war der Tag, an dem das Auto des verschwundenen in Laatzen gefunden wurde.

++ Schulleitungen: Pandemie hat auch positive Effekte ++

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Viele Kinder und Jugendliche leiden unter dem Home Schooling in der Corona-Pandemie. Laut Niedersachsens Schulleiterinnen und Schulleitern gibt es aber auch eine andere Perspektive: So hätten die jungen Menschen viel gelernt und könnten deutlich selbstständiger arbeiten als früher. Das sagte die Vorsitzende des Schulleitungsverbands, Andrea Kunkel. Kunkel verwies darauf, dass etwa schon Grundschulkinder wüssten, wie man Dokumente runterlade oder an einer Videokonferenz teilnehme. Statt einer Diskussion über vermeintliche Lernrückstände brauche es den Blick auf die erworbenen Kompetenzen. Der Fokus müsse darauf liegen, wie darauf aufgebaut werden könne, so Kunkel. Allerdings bräuchten Kinder, die monatelang nicht im Präsenzunterricht waren, Zuspruch und keinen Druck. Es sei wichtig, ihnen Mut zu machen und sie für die Schule zu begeistern.

Obwohl die Inzidenz zuletzt in der Region Hannover unter 50 gesunken ist, ist derzeit in den Schulen kein reiner Präsenzunterricht vorgesehen. Erst in der kommenden Corona-Verordnung der Landesregierung soll ein Stufenplan für Lockerungen greifen, sie tritt voraussichtlich am 31. Mai in Kraft.

++ Inzidenz unter 50: Wann wird weiter gelockert? ++

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Seit Donnerstag gilt die sogenannte Bundesnotbremse nicht mehr hier bei uns in Hannover – damit werden auch etliche Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Die Fallzahlen sinken so schnell, dass die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen auch den Wert von 50 unterschritten hat. Aktuell liegt sie laut Robert-Koch-Institut bei 49,2. Damit könnte es weitere Lockerungen geben, so könnten etwa Cafés und Restaurants ihre Innenräume öffnen und in Schulen könnte wieder Präsenzunterricht stattfinden. Die Landesregierung hat einen entsprechenden Stufenplan bereits vorgestellt, er soll aber erst in die neue Corona-Verordnung integriert werden, die voraussichtlich ab dem 31. Mai gelten soll.

Seit Donnerstag ist bereits die nächtliche Ausgangssperre weggefallen, ein Haushalt darf sich nun mit zwei Mitgliedern eines weiteren Haushalts treffen. Auch darf wieder geshoppt werden, Cafés und Restaurants dürfen ihre Außenbereiche öffnen, allerdings nur für Menschen mit negativem Corona-Test. Auch Mannschaftssport im Freien ist wieder möglich. Und mancherorts gilt keine Maskenpflicht mehr, etwa am Maschsee.

++ Junge vor dem Ertrinken gerettet: Hannovers Held wird geehrt ++

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Dafür, dass er Ende April einen Neunjährigen aus dem Mittellandkanal zog, hat der 48-Jährige Sven Heckmüller aus Hannover am Mittwoch eine Medaille der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, kurz DLRG, erhalten. DLRG-Präsident Achim Haag sagte bei der Verleihung, es sei nicht selbstverständlich, dass Heckmüller so gehandelt habe.

Der Justizwachtmeister war am 24. April mit seiner Tochter Enten füttern am Mittellandkanal, als zwei Jungen nahe des Lister Bads ins kalte Wasser sprangen. Einer wedelte kurz darauf mit den Armen, der 48-Jährige sprang in die starke Strömung, zog den bewusstlosen Neunjährigen an Land und rettete ihm damit das Leben.

Heckmüller war früher selbst in der DLRG aktiv. Er sagte, er würde jederzeit wieder so handeln.

++ Obdachlose unter den Karstadt-Arkaden müssen weichen ++

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Unter den sogenannten Karstadt-Arkaden in der Georgstraße lagern seit einiger Zeit Obdachlose. Doch das Camp soll Anfang kommender Woche geräumt werden, das sagte Sozialdezernentin Sylvia Bruns laut HAZ im entsprechenden Ausschuss. Sozialarbeiter würden bis zum Räumungstermin weiter versuchen, den Menschen Alternativen anzubieten, so Bruns. Das Obdachlosen-Lager unter den Karstadt-Arkaden sei hinnehmbar gewesen während der Corona-Beschränkungen, nun belebe sich die Innenstadt nun aber zusehends. Die wohnungslosen Menschen hatten dort auch für Verschmutzungen gesorgt. Dirk Machentanz von den Linken sagte laut Bericht hingegen, eine Großstadt müsse sowas aushalten können und die Obdachlosen müssten unter den Karstadt-Arkaden bleiben.

++ Gewerkschaften laufen Sturm gegen Spar-Ankündigungen von Finanzminister Hilbers ++

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Die Polizeigewerkschaft GPD, die Bildungsgewerkschaft GEW, sowie die Gewerkschaft ver.di in Niedersachsen haben den Vorstoß von Finanzminister Reinhold Hilbers vehement zurückgewiesen. Hilbers hatte mögliche Personalkürzungen für die kommenden Jahre ins Gespräch gebracht. Begründet hatte der CDU-Politiker dies mit den Steuerschätzungen für die Jahre bis 2024. In einer gemeinsamen Pressemitteilung teilten die Gewerkschaften mit: „Mit einer fortgesetzten Kürzungspolitik würde das Land endgültig vor den Aufgaben der Zukunft kapitulieren“. Die Polizei würde dafür stehen, gerade auch in Krisenzeiten die demokratische Grundordnung aufrecht zu erhalten. Einsparungen bezeichnete der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff als einen Schlag ins Gesicht. Ähnlich drastisch sieht es GEW-Chefin Laura Pooth. Die Schulen in Niedersachsen würden ohnehin bereits unter zu wenig Personal und schlechter Ausstattung leiden. Jetzt über Kürzungen auch nur nachzudenken, könne man nur als blinde Sparwut bezeichnen, so Pooth. Die Gewerkschaften forderten Ministerpräsident Stephan Weil gemeinsam dazu auf, in Bezug auf die Äußerungen seines Finanzministers umgehend für Klarheit zu sorgen und den öffentlichen Dienst finanziell künftig besser auszustatten. „Der Ministerpräsident muss den Kürzungsplänen seines Finanzministers eine eindeutige Absage erteilen und stattdessen eine Investitionsoffensive vorbereiten“, erklärten GPD, GEW und ver.di.

++ Kündigung gegen Primark-Betriebsrat ungültig ++

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Die fristlose Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Primark Hannover, Ralf Sander ist vom Tisch. Das Arbeitsgericht Hannover fällte heute sein Urteil – nachdem die Gründe der Geschäftsführung für eine Entlassung nicht ausreichend gewesen sein. Sebastian Triebel von der Gewerkschaft ver.di zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. „Die Bewertung der Kammer war eindeutig – Primark muss von seiner Kampagne gegen Betriebsräte endlich Abstand nehmen“, so Triebel. Ob der Konzern gegen das Urteil Berufung einlegen wird, ist noch offen. Vor der Verhandlung hatten sich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Primark für Ralf Sander stark gemacht. Eine entsprechende Petition wurde zudem von mehr 1600 Menschen unterschrieben.