++ Flughafen Hannover: Nachtflüge sollen dauerhaft bestehen bleiben ++

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Nachtflüge am Airport Langenhagen sollen voraussichtlich dauerhaft bestehen bleiben. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium will laut Medienberichten die Genehmigung für den 24-Stunden-Betrieb entfristen, ab kommendem Jahr. Geplant seien aber strengere Lärmschutz-Auflagen, besonders laute Flugzeugtypen dürfen nicht eingesetzt werden, außerdem müsse auf Trainingsbetrieb und Turbinenprüfungen verzichtet werden. Auch die Lärmklassen, die den zulässigen Maximallärm regeln, sollen verschärft werden. Mitte Juni plant das Wirtschaftsministerium eine Podiumsdiskussion in Langenhagen, um die Pläne vorzustellen. Wie viel Mitspracherecht aber noch besteht, etwa für betroffene Kommunen, ist fraglich. In Norddeutschland ist Hannover der einzige Flughafen ohne Nachtflugverbot. Nach eigenen Angaben würde eine Nachtruhe einen Umsatzausfall von rund 28% bedeuten.

++ Nach Großeinsatz in Innenstadt: Polizei gibt Entwarnung ++

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Entwarnung nach Großeinsatz in der Innenstadt: Der Verdacht, dass sich eine bewaffnete Person in der Galeria Karstadt Kaufhof an der Osterstraße aufhält, hat sich nicht bestätigt. Bei der Polizei war Freitagnachmittag gegen 14:30 Uhr ein telefonischer Hinweis einer Zeugin eingegangen. Diese will gesehen haben, wie sich eine Person mit einer Handfeuerwaffe in der Öffentlichkeit zeigte und dann in das Kaufhaus ging. Die Behörde sperrte daraufhin ein Areal rund um die Osterstraße ab und ließ das Kaufhaus räumen. Schwer bewaffnete Beamte sicherten den Bereich. Am Ende hat sich der Verdacht aber nicht bestätigt. Gegen 16:30 Uhr konnten die Mitarbeiter wieder ins Gebäude.

++ Internationaler Feuerwerkswettbewerb: Frankreich macht den Auftakt ++

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Wenn es am Samstag in den Abendstunden in Hannover ordentlich knallt, dann erleuchten wieder die Herrenhäuser Gärten: beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb. Bereits zum 29. Mal zeigen renommierte Pyrotechniker aus aller Welt ihre beeindruckenden Feuerwerkschoreografien im Großen Garten. Frankreich macht den Auftakt. Die Franzosen müssen sich gegen Brasilien, Italien, Tschechien und Japan durchsetzen. Zu jedem Feuerwerk wird ein ländertypisches Rahmenprogramm präsentiert wird. Rund 11.000 Karten werden pro Veranstaltung verkauft, etliche Zaungäste verfolgen das Spektakel kostenlos im Georgengarten.

++ Erneuter Warnstreik bei Hänsel Processing: Mitarbeiter fordern Tarifvertrag ++

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Warnstreik bei der Firma Hänsel Processing in der List. Gemeinsam mit der Gewerkschaft IG Metall haben die Mitarbeiter am Freitag erneut für eine Rückkehr zu einem Tarifvertrag gekämpft. Die Verhandlungen laufen bereits seit gut einem Monat. Nachdem es bereits in der vergangenen Woche zu einem Warnstreik gekommen war und auch die dritte Verhandlungsrunde ergebnislos blieb, rief die IG Metall die Mitarbeiter noch einmal auf die Arbeit niederzulegen. 85 der rund 150 Beschäftigten beteiligten sich. Die Hänsel-Geschäftsführung hatte vor sieben Jahren die Tarifbindung aufgekündigt.  Nach Angaben der Gewerkschaft sei damit eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Ungleichbehandlung ausgelöst und verfestigt worden. Die IG Metall fordert einen Anerkennungstarifvertrag auf Basis der Metallindustrie Niedersachsen. Die Firma Hänsel Processing am Lister Damm stellt Fabrikationsanlagen für die Süßwarenindustrie her.

++ E-Scooter in Hannover: Gespräche mit Leihanbietern ++

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Der Weg für E-Scooter ist geebnet. Der Bundesrat hat am Freitag für die Zulassung solcher Elektro-Tretroller gestimmt - sofern die Roller nur auf Radwegen und erst ab 14 Jahren genutzt werden. Sobald die Bundesregierung die überarbeitete Verordnung beschließt, könnten die E-Scooter schon im Sommer legal am Straßenverkehr teilnehmen, auch in Hannover. Wie die Stadt auf Nachfrage von Radio Hannover mitteilte, beschäftigt sich die Verwaltung bereits mit dem Thema. Denn diverse Anbieter möchten hier E-Scooter zum Ausleihen anbieten. Aktuell werden dafür in Gesprächen die Regeln festgelegt. Neben dem Einhalten der Straßenverkehrsordnung und der Berücksichtigung von Verkehrssicherheit macht die Stadt den Anbietern zur Auflage, dass das Abstellen der Roller in sensiblen Bereichen nicht erwünscht sei. Dazu zählen etwa Parks, Fußgängerzonen, Veranstaltungsorte und Friedhöfe.

++ Nächste Baustelle in der Altstadt: Mauer am Hohen Ufer muss saniert werden ++

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Das Hohe Ufer bleibt Dauerbaustelle in Hannovers Altstadt. Während zwischen Marstall und Goethestraße der zweite Abschnitt der neuen Flaniermeile entsteht, hat die Stadt nun die historische Mauer am Leineufer eingerüstet. Sie muss für 150.000 Euro saniert werden. In dem historischen Mauerwerk sind die Fugen großflächig aufgebrochen und es haben sich Risse gebildet. Bei der Sanierung soll nun auch ein Graffiti Schutz aufgebracht und die Geländer erneuert werden. Vorrausichtlich im Juli sollen die Arbeiten an der Mauer am Leineufer fertig sein.

++ Bahlsen verspricht Geschichtsaufarbeitung nach Zwangsarbeiter-Aussagen ++

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Der Kekshersteller Bahlsen zieht Konsequenzen aus den aktuellen Diskussionen um die Behandlung seiner Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg. Das Unternehmen hat angekündigt, die Historie wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. Der Göttinger Professor Manfred Grieger sei beauftragt worden, ein unabhängiges Expertengremium zusammenzustellen, so der Kekshersteller.  Die Wissenschaftler sollen die Zeit des Nationalsozialismus aufarbeiten. Zuvor hatte sich Unternehmenserbin Verena Bahlsen für ihre Aussagen zu Zwangsarbeitern im Familienunternehmen entschuldigt. In einer Erklärung sprach sie von einem Fehler und unbedachten Äußerungen. Sie hatte zuvor gesagt, dass die Zwangsarbeiter damals bei Bahlsen gut behandelt und genauso wie die deutschen Mitarbeiter bezahlt worden seien. Ihre Bemerkung hatte empörte Reaktionen hervorgerufen.

++ Verdrahtete Metallflasche in Paket: Bombenverdacht im Umweltministerium ++

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Bombenverdacht gestern im Landesumweltministerium in Hannover. Das Gebäude an der Archivstraße musste zeitweise geräumt werden. Am Ende gab es aber Entwarnung. Die Poststelle des niedersächsischen Umweltministeriums schlug am Mittag gegen halb 2 Alarm. Sie hatten in einem zugestellten Paket eine verdrahtete Metallflasche entdeckt. Sofort verständigten die Mitarbeiter die Polizei, die das Ministerium kurzum räumen ließ. Auch die Archivstraße war vorsichtshalber gesperrt worden. Es kam zu Beeinträchtigungen auf der Üstra Buslinie 120. Nach gut einer halben Stunde gab die Polizei das Gebäude wieder frei: Entschärfer des Landeskriminalamtes hatten das Paket untersucht und als ungefährlich eingestuft. Doch wer hat das Päckchen verschickt? Die Hintergründe sind weiterhin unklar, die Ermittlungen dauern an.

++ Rathausaffäre: Stadtrat versetzt Schostok vorzeitig in den Ruhestand ++

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Kurz und knapp – aber historisch: Nach nur 12 Minuten war die Sondersitzung im Rathaus vorbei und Hannovers Oberbürgermeister vom Stadtrat vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit stimmten die Politiker gestern Stefan Schostoks entsprechendem Antrag zu. Mit 56 Ja-Stimmen gegen viermal Nein und einer Enthaltung. Jetzt muss noch die Kommunalaufsicht, also das Innenministerium, den in der Stadtgeschichte einmaligen Vorgang prüfen. Solange bleibt Schostok im Amt, hat aber Urlaub genommen. Jetzt wird die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette die Verwaltungsführung übernehmen, bis dann im Herbst ein neues Stadtoberhaupt gewählt wird. Ende April hatte Schostok seine Versetzung in den Ruhestand beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Zuge der Affäre um unzulässige Gehaltszulagen Anklage wegen schwerer Untreue gegen ihn sowie seinen bisherigen Büroleiter und den früheren Personaldezernenten erhoben.

++ Anwalt aus Hannover möchte Kinder von IS-Anhängern aus Syrien zurückholen ++

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Ein Anwalt aus Hannover will mehreren Großeltern helfen, ihre Enkelkinder aus einem syrischen Flüchtlingslager nach Deutschland zurückholen. Die Eltern der insgesamt zehn Kinder sind mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat. Da es sich in allen Fällen um deutsche Staatsangehörige handele, gebe es völkerrechtliche Verpflichtungen, die Kinder zurückzuholen, so der hannoversche Rechtsanwalt Dirk Schoenian. Da sich das Auswärtige Amt bislang weigert, zieht der Jurist jetzt gegen die Bundesregierung vor Gericht. Per einstweiliger Anordnung soll das Auswärtige Amt verpflichtet werden, die Kinder im Alter zwischen 1 und 7 Jahren zurück nach Deutschland zu holen. In einem ersten Fall der vor Gericht verhandelt werden soll, geht es um zwei Kinder einer IS-Sympathisantin, die bei Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen sein soll.

++ Messerangriff auf 18-Jährigen vor der Staatsoper: Anklage gegen zwei Brüder ++

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Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 18 Jährigen vor der Staatsoper, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen zwei 18 und 21 Jahre alte Brüder erhoben. Sie müssen sich demnächst wegen Totschlags vor dem Landgericht verantworten. Das Opfer hatte sich im Februar abends mit Freunden auf der Treppe der Oper aufgehalten, als eine Gruppe junger Männer mit den nun zwei Angeklagten Brüdern vorbei kam. Der jüngere der Beiden soll plötzlich ein Messer gezogen haben und damit sofort auf das gleichaltrige Opfer losgegangen sein. Auch der ältere Bruder soll zugestochen haben. Das Opfer starb später im Krankenhaus an den schweren Verletzungen. Und auch die drei Freunde des jungen Mannes wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Hintergründe des Angriffs sind noch nicht geklärt. Die zwei Gruppen sollen laut Ermittlungen schon länger im Streit gewesen sein. Wann genau der Prozess gegen die zwei in U-Haft sitzenden Brüder beginnt, steht noch nicht fest.

++ Bahlsen-Erbin entschuldigt sich für Aussagen über Zwangsarbeiter ++

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„Gar nicht so schlecht“, so hatte Keks-Erbin Verena Bahlsen, die damalige Situation der NS-Zwangsarbeiter im eigenen Unternehmen beschrieben. Mittlerweile hat sich die 26-Jährige für die Aussage entschuldigt. "Nichts liegt mir ferner, als den Nationalsozialismus und seine Folgen zu verharmlosen". Mit diesen Worten entschuldigt sich Erbin Verena Bahlsen in einem öffentlichen Statement. Ihre Äußerungen seien unbedacht und haben eine Debatte befeuert, die sie sehr bedauere. Zuvor waren Stimmen laut geworden, die eine öffentliche Positionierung des Unternehmens fordern. So heißt es vom kulturpolitische Sprecher der Grünen in Hannover Daniel Gardemin in einem Statement die Werksgeschichte müsse aufgearbeitet werden, damit Geschichtsvergessenheit nicht neues Unglück in unsere Gesellschaft trägt.

 

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