++ Zoff um Marienburg: Ernst August von Hannover verklagt Sohn ++

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Der Welfen-Zoff um die Marienburg wird ein Fall fürs Gericht. Ernst August von Hannover Senior hat seinen Sohn verklagt.  Wie das Landgericht Hannover mitteilte will der Welfenchef das Schloss in Pattensen zurückbekommen. Und nicht nur die Marienburg, sondern auch das Hausgut Calenberg in Schulenburg und das Fürstenhaus Herrenhausen. Die Grundstücke und Immobilien hatte Ernst August Senior vor ein paar Jahren seinen Sohn geschenkt. Jetzt fordert er die Besitztümer zurück - und zwar wegen groben Undanks, wie es in der Klage heißt.  Begründet wird dies damit, dass sich Ernst August Junior schwerwiegend an den Rechten, Rechtsgütern und Interessen seines Vaters vergriffen habe. So habe er den Senior als Vorstand der Welfenstiftung abgesetzt und versucht die Marienburg gegen dessen Willen an das Land Niedersachsen zu verkaufen. Auch habe der Sohn Kunstwerke und Kutschen aus Museen und Sammlungen entwendet, so der Vorwurf. Die Klage wurde bereits an Ernst August jun. zugestellt. Der hat jetzt zwei Wochen Zeit, dem Gericht seine Sicht der Dinge darzustellen.

++ Vorkommen der Virusmutation: Region Hannover besonders betroffen ++

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Die Virusmutation B117 breitet sich in Niedersachsen unterschiedlich stark aus – in der Region Hannover wird die britische Mutante allerdings mit am häufigsten festgestellt. Das hat der Krisenstab  der niedersächsischen Landesregierung heute mitgeteilt.  Nach Angaben von Krisenstabchef Heiger Scholz wird die Virusmutation landesweit bei 10 % aller Testungen festgestellt, in der Region Hannover bei 40 %. Dabei ist das Vorkommen im Norden stärker als im Süden der Region. "Wir erleben im Moment das, was zu erwarten ist. Wenn ich eine aktive infektiöse Variante habe, dann breitet sie sich am Anfang unglechmäßig aus und irgendwann auch flächendeckend", so Scholz. Er geht davon aus, dass die Mutation ein Grund für die hohe Inzidenz in der Reagion sei. Die liegt am Dienstag tagesaktuell bei 105,6.

++ Reisen in den Osterferien? MP Weil hat noch keine Antwort ++

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In sechs Wochen beginnen in Niedersachsen die Osterferien. Doch, ob bis dahin auch wieder Urlaub fern von Zuhause möglich ist – da will sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil aktuell noch nicht festlegen. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Inzidenzen in Deutschland und auch der so genannte R-Wert, also die Zahl der Menschen, die ein Infizierter im Schnitt ansteckt, weiter entwickeln werden, teilte der Länderchef am Montag in einem Statement mit. Außerdem sei noch nicht absehbar, wie schnell und wie intensiv sich die Virusmutationen verbreiten werden. Definitive Aussagen zum Osterurlaub seien daher zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich. Nach Angaben des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums liegt der R-Wert für Niedersachsen aktuell bei 0,99 – die 7-Tage-Inzidenz für 100.000 Einwohner bei 65,9. Für die Region Hannover liegt der Wert tagesaktuell bei 104,7.

++ Kein Schulessen: Stadt verteilt Lunchpakete ++

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Kein Unterricht in der Schule bedeutet für viele Kinder auch kein regelmäßiges Mittagessen: Daher bietet die Stadt Hannover jetzt allen Schulkindern, die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beziehen, ein kostenloses Lunchpaket an. Sowohl die Kinder, die aktuell nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, als auch die Kinder, die im Wechselmodell sind, können sich das Paket in der Schule abholen. Die ersten Schulen haben am Montag mit der Ausgabe begonnen, darunter die IGS Roderbruch, die Grundschule Lüneburger Damm, die Grundschule Wilhelm Busch und die Grundschule Am Lindener Markt. Je nach Caterer enthalten die Lunchpakete zum Beispiel Joghurt, Obst, Brot und ein Getränk. Zum Teil werden auch sogenannte Folienessen von den Caterern geliefert, die keine Lunchpakete anbieten können. "Mit diesem neuen Angebot wollen wir die Kinder unterstützen, die auf das kostenlose Schulessen angewiesen sind, und damit auch die Eltern entlasten", so Oberbürgermeister Belit Onay. Das Angebot läuft zunächst bis zum 1. März. Die Kosten für ein Lunchpaket betragen etwa vier bis fünf Euro und werden von der Region Hannover übernommen.

++ Radwege im Schnee: ADFC fordert neuen Winterdienst-Plan ++

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Viele Radwege waren vereist, verschneit oder sogar komplett blockiert: Nach dem Wintereinbruch in der vergangenen Woche kritisiert der ADFC Stadt Hannover den geltenden Winterdienst-Plan fürs Stadtgebiet und fordert eine Aktualisierung. Die vergangene Woche habe gezeigt, „dass der Radverkehr noch nicht angemessen berücksichtigt wird“, so der ADFC-Vorsitzende Eberhard Röhrig-van der Meer.  Zwar sei bereits seit mehreren Jahren im Winterdienstplan festgelegt, dass rund 200 Kilometer Radwege in Hannover mit erster Prioriät geräumt werden. Dies habe in der vergangenen Woche aber an vielen Stellen nicht zuverlässig geklappt, moniert der Fahrradclub. Zudem fordert der ADFC, dass mehr Radwege in die Prio1-Liste aufgenommen werden – wie etwa die geplanten Velo-Routen. "Wenn es Hannover ernst meint, mit 25% Radverkehr bis 2025, muss beim Winterdienst jetzt nachgesteuert werden", so Röhring-van der Meer.

++ Corona belastet Psyche: Krankschreibungen 2020 gestiegen ++

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In der Corona-Pandemie hat die psychische Belastung vieler Berufstätiger in Niedersachsen deutlich zugenommen. Das geht aus einer Datenanalyse der Kaufmännischen Krankenkasse mit Sitz in Hannover hervor. Nach der Berechnung der KKH waren Arbeitnehmer im Corona-Jahr 2020  rund 43 Tage wegen Depressionen, chronischer Erschöpfung und anderen psychischen Belastungen krankgeschrieben. Das sind knapp fünf Tage mehr im Vergleich zum Vorjahr; bei Männern sollen es sogar fast sechs Tage gewesen sein. Deutschlandweit betrug die Krankheitsdauer wegen psychischer Leiden im vergangenen Jahr rund 44 Tage. Knapp vier Tage mehr als noch 2019. Nach Angaben der KKH diagnostizierten die Ärzte dabei am häufigsten depressive Störungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen sowie chronische Erschöpfung und Angststörungen. 

++ Enercity hebt die Preise an: Strom und Gas werden teurer ++

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Fünf Jahre langen blieben die Strom- und Gaspreise von Enercity stabil, jetzt hat der hannoversche Energiedienstleister eine Preiserhöhung zum Frühling angekündigt. Der Strompreis wird ab April um 8,9 Prozent steigen– bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.000 Kilowattstunden entspricht das einer Erhöhung von 4,81 Euro brutto pro Monat. Zeitgleich werden die Erdgaskosten um 7 Prozent angehoben. Bei einem Jahresdurchschnittsverbrauch von 12.000 Kilowattstunden entspricht das einem Ausgabenplus von monatlich 5,47 Euro brutto. Grund für die Kostenanhebungen seien Umstände, die außerhalb des Einflussbereichs von Enercity liegen – etwa Umlagen der Netzbetreiber und staatliche Abgaben wie die Co2-Steuer. In den kommenden Tagen informiert Enercity schriftlich über die Tarifänderungen.

++ Studie: Hannovers Innenstadt leider unter Lockdown ++

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Hannovers Innenstadt leidet laut einer Umfrage unter den Lockdowns. Demnach ist im vergangenen Jahr jeder zweite Hannoveraner seltener in die City gefahren. 56 Prozent der Befragten hätten zudem weniger Geld für Waren, Gastronomie und Dienstleistungen ausgegeben und dafür mehr im Netz gekauft. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens IFH Köln hervor, das 2000 Menschen in Hannover befragt hat.

Corona wirke wie ein Brandbeschleuniger, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. Der Lockdown setze dem Einzelhandel schwer zu, der Trend zum Online-Einkauf verstärke sich. Ein großes Problem sei auch der Leerstand, insbesondere bei sogenannten Schlüsselimmobilien in exponierter Lage, so der OB. Hier brauche es mehr Handlungsspielraum für die Kommunen.

++ Geschenkter Wodka: Obdachlose von ätzender Flüssigkeit verletzt ++

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Angriffe auf Obdachlose mitten in Hannover: Ein 50-Jähriger bekommt am Steintorplatz mitten in der Nacht eine Flasche Wodka von einem Fremden geschenkt. Als er die Flasche ansetzt und trinkt, brennt seine Speiseröhre wie Feuer. Der Mann erleidet Verätzungen und muss ins Nordtstadt-Klinikum. Passiert ist das am 21. Januar und dann noch einmal vor knapp einer Woche am 6. Februar, ebenfalls mitten in der Nacht. Dabei erlitt ein 30-jähriger Obdachloser leichte Verletzungen im Hals. Was genau in den Wodkaflaschen war, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung. Unklar ist auch, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt. Die Behörden warnen eindringlich vor dem Trinken aus geschenkten Flaschen.

++ Stadtbahn: Linien 1, 2 und 4 fahren ++

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Überraschend ist heute morgen  ein Notverkehr auf den Stadtbahnlinien 1, 2 und 4 eingerichtet worden. Die Frostschäden, die das Stadtbahnnetz sei Tagen lahmlegen, sind dort offenbar so weit behoben worden, dass die Bahnen fahren können. Der Verkehr bleibt aber massiv eingeschränkt.  Stadtbanlinie 1 pendelt zwischen Dragonerstraße und Peinerstraße, die 2 zwischen Hauptbahnhof und Peiner Straße und die 4 fährt zwischen Königsworther Platz und Freundallee. Außerdem hat die Üstra zwischen Gleidingen/Orpheusweg und Peiner Straße einen Busnotverkehr eingerichtet. Bis die Bahnen wieder regulär fahren will die Üstra vermehrt auf Busse setzen.

++ Üstra: Bahnen fahren nicht vor Montag ++

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Im Stadtbahnverkehr geht nichts mehr – und das soll noch tagelang so bleiben. Erst am Montag könnten einzelne Bahnen wieder fahren. Das hat die Üstra am Donnerstag mitgeteilte und damit Hoffnungen auf eine schnelle Behebung der der Schäden an den Bahnübergangen zunichtegemacht. 20 sogenannte Instandhaltungsteams seien derzeit bei schwierigsten Witterungsbedingungen im Einsatz, sagte Üstra-Betriebs- und Personalvorständin Denise Hain. Ziel sei, am Montag zumindest einige Streckenäste wieder in Betrieb zu nehmen. Die Üstra bittet Fahrgäste bis dahin, aus Busse auszuweichen.

Was die genaue Ursache für den Ausfall der Stadtbahnen ist, werde derzeit untersucht. Frost und Schnee haben offenbar Gehwegplatten und Pflasterungen an den Gleisen nach oben gedrückt. Üstra-Technikvorständin Elke Maria van Zadel sagte, eine genaue Analyse werde es erst nach Ende des Winterwetters geben können. Der GVH hat angkündigt, Abonennten für die Monate März und April einen Treuebonus von jeweils 20 Prozent zu gewähren.

++ Messegelände: Betrieb im Impfzentrum nimmt Fahrt auf ++

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Der Impfbetrieb auf dem Messegelände nimmt offenbar Fahrt auf. Kommende Woche sollen dort 6500 Impfungen durchgeführt werden, die Woche darauf sogar 10.000. Nach Lieferengpässen stehe nun voraussichtlich ausreichend Impfstoff zur Verfügung, teilten Stadt und Region Hannover am Donnerstag mit. In der letzten Februarwoche sollten dann diejenigen, die Anfang des Monats geimpft worden sind, ihre Zweitimpfung bekommen.

In den Alten- und Pflegeheimen sind die Impfteams den Angaben zufolge inzwischen auf der Zielgeraden. Ordnungsdezernent Axel von der Ohe sagte, die Erstimpfungen seien praktisch abgeschlossen, bei den Zweitimpfungen sei man bei knapp einem Drittel.