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++ Nach Schießerei an der Arndtstraße: Toter soll in Stöcken beerdigt werden ++

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Das Opfer der Schießerei an der Arndtstraße vergangene Woche soll am Donnerstag beerdigt werden – und zwar auf dem Friedhof in Stöcken. Die Polizei rechnet eigenen Angaben zufolge mit einem großen Andrang und will mit etlichen Einsatzkräften vor Ort sein.

Ein Polizei-Sprecher sagte auf Nachfrage von Radio Hannover, Aussagen von Angehörigen des Opfers ließen auf viele Teilnehmer schließen. Auch die Einhaltung der Corona-Regeln müsse dabei kontrolliert werden.

Der 30-Jährige war am Donnerstag an der Kreuzung Arndtstraße/ Herschelstraße in einem Porsche sitzend erschossen worden. Sein Beifahrer soll zuvor den Mercedes des mutmaßlichen Todesschützen mit einem Baseballschläger angegriffen haben. Der tatverdächtige Mercedes-Fahrer aus Langenhagen stellte sich Montag den Behörden, er sitzt seither in Haft. Hintergrund der Tat könnte ein Streit um Geld oder ein Racheakt für frühere Auseinandersetzungen gewesen sein, wie Medien berichteten. Die Beteiligten waren offenbar in der Baubranche aktiv.

++ Weißekreuzplatz: Mehr Kontrollen nach Messerstecherei ++

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Lärm, Drogen und Gewalt – dafür ist der Weißekreuzplatz in der Oststadt inzwischen berühmt-berüchtigt. Vergangene Woche hatte es dort eine Messerstecherei gegeben, ein 36-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt. Die Stadt reagiert nun offenbar darauf.

Der Ordnungsdienst sehe nun stündlich nach dem Rechten, wie Ordnungsdezernent Axel von der Ohe der HAZ sagte. Und zwar Montags bis Donnerstag zwischen 8 und 22 Uhr, Freitags und Samstags bis 24 Uhr. Die Ordnungshüter können unter anderem Bußgelder verhängen und Platzverweise aussprechen. Auch Sozialarbeiter sollen eingebunden werden und gemeinsame Patroullien mit der Polizei sind offenbar geplant sein. Auf den Bänken am Weißekreuzplatz treffen sich regelmäßig Trinker und andere Drogenabhängige.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Alptekin Kirci hatte Oberbürgermeister Belit Onay zuletzt in einem Brief vorgeworfen, die Stadt sitze die Probleme einfach aus. Im Bezirksrat-Mitte wurde zuletzt wieder heftig darüber gestritten, wie mit den Problemen umgegangen werden soll. Denkbar sei etwa die Umgestaltung zu einem Kinderspielplatz – denn dann könnte dort auch ein Alkoholverbot verhängt werden.

++ Gericht entscheidet: Prostitution wieder erlaubt ++

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Prostitution war wegen Corona verboten – das Oberveraltungsgericht hat das Verbot jetzt gekippt. Zur Begründung hieß es, es handele sich nicht mehr um eine notwendige Infektionsschutzmaßnahme. Außerdem verstoße das Verbot gegen den allegemeinen Gleichheitsgrundsatz. Der Betreiber eines Etablissements in Bad Harzburg hatte sich mit einem entsprechenden Eilantrag an das Gericht gewandt.

Seit die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 gesunken ist, sind körpernahe Dienstleistungen etwa in Tattoo- oder Kosmetikstudios wieder erlaubt, Prostition blieb aber verboten. Laut Gericht müssen sich die Anbieter solange an die entsprechenden Regeln halten, bis eine neue Corona-Verordnung des Landes erlassen wird. Das könnte um den 24. Juni geschehen.

++ Bus- und Bahn-Fahren wird teurer - allerdings noch nicht sofort ++

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Bus- und Bahnfahren in Hannover wird teurer – allerdings sind laut Region nicht alle GVH-Tickets gleichermaßen von der Preiserhöhung zum Jahreswechsel betroffen. So sollen Einzelfahrscheine und Tageskarten 10 Cent mehr kosten. Die Tagesgruppenkarte soll 20 Cent teurer werden. Die Preise für Monatskarten sollen je nach Tarifzone um 60 Cent bis 1,20 Euro steigen.

In der ersten Klasse sollen die Preise stabil bleiben, ebenso wie etwa beim Kurzstreckenticket, bei Fahrscheinen für Kinder, Azubis und Studenten. Auch die Seniorenkarten und Sozialangebote sollen nicht teurer werden.

Im Schnitt steigen die Preise zum Jahreswechsel um 0,9 Prozent, das ist deutlich weniger als in manchen Vorjahren. Die Corona-Pandemie hat die Verkehrsunternehmen in der Region Hannover deutlich weniger Einnahmen beschert.

++ Razzien gegen Organisierte Kriminalität - Festnahme auch in Langanhagen ++

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Bei einem internationalen Schlag gegen die organisierte Kriminalität haben Ermittler mehr als 800 Verdächtige in über 16 Ländern festgenommen. Davon 70 In Deutschland. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurden auch in Niedersachsen Gebäude durchsucht. Darunter in den Landkreisen Schaumburg und Celle sowie in der Region Hannover. In Langenhagen wurde ein 32-Jähriger festgenommen. Dem Verdächtigen wird bandenmäßige Herstellung von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Die Fahnder beschlagnahmten Mobiltelefone, Fahrzeuge und Bargeld. Die von Europol koordinierten Razzien seien eine der bislang größten Polizei-Operationen gewesen, teilte die Strafverfolgungsbehörde mit. Undercover-Beamte hatten manipulierte Telefone weltweit in mehr als 300 Banden eingeschleust und abgehört. Den Verdächtigen wird insbesondre vorgeworfen, mit Drogen und Waffen gehandelt zu haben.

++ In zwei Wochen wieder mehr Erstimpfungen - mittlerweile auch 30.000 Kinder auf Warteliste ++

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Es gibt nach wie vor mehr Impfwillige als zur Verfügung stehender Impfstoff. Und mit der Aufhebung der Impfpriorisierung haben sich allein am Montag mehr als 123.000 Menschen neu auf die Warteliste für die Impfzentren setzen lassen. Davon gut 30.000 Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Damit stehen aktuell insgesamt 640.000 Niedersachsen auf der Warteliste für einen Impftermin. Gesundheitsministerin Daniela Behrends bat alle Niedersachsen deshalb nochmals weiter um Geduld. Derzeit würden die meisten Dosen nach wie vor für Zweitimpfungen verwendet. Das solle sich aber in gut zwei Wochen ändern. Ab dem 21. Juni werde sich das Verhältnis der Erst- und Zweitimpfungen wieder drehen, sagte Behrens. Wer sich jetzt auf die Warteliste setze lasse, müsse aber etwa vier bis sechs Wochen auf einen Impftermin warten. In Niedersachsen haben bislang gut 47 Prozent eine Erstimpfung erhalten und fast 21 Prozent eine Zweitimpfung.

Garbsen: Hallenbad Planetenring erhält Millionenförderung ++

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Gute Nachrichten für das Hallenbad Planetenring in Garbsen: Nach einem persönlichen Schreiben von Bürgermeister Christian Grahl an Umweltminister Olaf Lies im Februar hat das Land nun eine Millionenförderung bewilligt. Die Zukunft des Standortes sei jetzt endgültig gesichert, freut sich Bürgermeister Grahl. Garbsen brauche auch zukünftig wieder ein Bad, das auch für Schulen und Vereine konzipiert sei. Im Sportstätten-Förderprogramm des Landes werden insgesamt 12,3 Millionen Euro für Niedersachsens Städte und Gemeinden ausgeschüttet. Der größte Anteil mit 3,4 Millionen Euro geht dabei an Garbsen. Die Sanierungsmaßnahmen im Hallenbad Auf der Horst mit der Renovierung von Duschen, Umkleiden, Sanitäranlagen sowie der Erneuerung der gesamten Bädertechnik soll nach Angaben der Stadtverwaltung insgesamt rund sieben Millionen Euro kosten. Die Arbeiten können voraussichtlich 2022 beginnen.

++ Vier Tage nach Schießerei: Mutmaßlicher Todesschütze stellt sich ++

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Der mutmaßliche Todesschütze von der Arndtstraße hat sich vier Tage nach der Tat den Ermittlungsbehörden gestellt. Der 32-Jährige sei am Montag einem Haftrichter vorgeführt worden, dieser habe ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in ein Gefängnis geschickt, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mit.

Der Mann hatte am Donnerstag mit einem weißen Mercedes an der Kreuzung Arndtstraße/Herschelstraße beim Alten Güterbahnhof gehalten. Dort soll er vom Insassen eines Porsches angegriffen worden sein. Daraufhin zog er eine Pistolle und gab mehrere Schüsse ab. Einer davon traf den 30 Jahre alten Fahrer des Posche, der noch vor Ort seinen Verletzungen erlag. Noch am Donnerstagabend durchsuchte ein Spezialeinsatzkommando die Wohnung des mutmaßlichen Todesschützen in Langenhagen, der war aber offenbar schon abgetaucht.

Der Anwalt des 32-Jährige hatte daraufhin gegenüber Medien erklärt, dass sein Mandant die Familie des Opfers fürchte, sich aber bald den Behörden stellen werde. Motiv für die Tat könnte Rache gewesen sein: Das 30 Jahre alte Opfer hatte vor vier Jahren im Rahmen einer Auseinandersetzung einen 25-Jährigen erschossen und war mit einer Bewährungsstrafe davongekommen, weil er aus Notwehr gehandelt, aber gegen das Waffengesetz verstoßen hatte.

++ Nach Brand in Üstra-Busdepot: "Keine auffällige Schadstoffkonzentration" ++

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Keine auffällige Schadstoffkonzentration – so lautet das Ergebnis der Laboruntersuchungen nach dem Großbrand im Üstra-Busdepot, wie Region und Feuerwehr Hannover mitteilten. Dort in Mittelfeld war am Wochenende aus bislang ungeklärter Ursache eine Halle mit Elektro- und Dieselbussen in Flammen aufgegangen, eine riesige Rauchsäule ragte in den Himmel. Rund um den Unglücksort gingen Rußpartikel nieder, die den Ergebnissen zufolge jedoch nicht auffällig belastet sind.

Region, Stadt und Feuerwehr raten, Ruß etwa auf Gartenmöbeln mit Wasser und Spülmittel zu entfernen, Autos sollten in die Waschanlage gefahren werden. Vom Verzehr selbstangebauten Obsts und Gemüses wird ausdrücklich abgeraten, wenn sich darauf Ruß befunden hat.

++ Hilbers: Staatliche Wohltaten vorbei - Verschuldung stoppen ++

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Die Zeit der steuerpolitischen Wohltaten ist vorbei! Das sagt Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers. Der CDU-Politiker fordert einen Kassensturz und einen Ausgabenstopp, denn die Corona-Pandemie treibt die öffentlichen Haushalte spürbar in die Neuverschuldung, heißt es in einem Positionspapier, aus dem die HAZ zitiert. Ein Zurück in die Schuldenpolitik der 70er- und 80er-Jahre dürfe es mit der Union nicht geben, so Hilbers.

Das Land Niedersachsen plant für die Bewältigung der Corona-Krise eine Neuverschuldung von bis zu 10 Milliarden Euro. Die Schulden würden sich damit auf rund 70 Milliarden summieren. Landesrechnungshof und Steuerzahlerbund kritisieren das scharf und werfen der rot-schwarzen Regierung vor, einen Teil des Corona-Sondervermögens für politische Zwecke zu missbrauchen.

Finanzminister Hilbers schrieb dazu, die Pandemie habe die Koordinaten verschoben hin zu einem stärkeren Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. Die Verschuldung gefährde Waschstum und Wohlstand und sei eine Hypothek für künftige Generationen. Die SPD fordert derweil ein Aufweichen der Schuldenbremse und mehr staatliche Investionen.