++ Urteil: Bundespolizist verliert Beamtenstatus ++

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Der zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Bundespolizist verliert seinen Beamtenstatus. Der 44-Jährige sei für den Staatsdienst nicht mehr tragbar, hat das Verwaltungsgericht Hannover am Mittwoch entschieden. Zur Begründung verwies das Gericht zum einen auf ein Urteil des Amtsgerichts von vor drei Jahren. Damals war der Polizeiobermeister zu rund neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden, unter anderem wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie, Waffen und Munition. Zum anderen habe der 44-Jährige sein Amt missbraucht, weil er Untergebene sexuell genötigt haben soll. Es soll sogar zu sexuellen Handlungen in einem Dienstfahrzeug gekommen sein. All dies würde „das von der Öffentlichkeit in einen Polizisten gesetzte Vertrauen“ verletzten, so das Verwaltungsgericht.

++ "Klima in Not": Region bringt Klimapaket auf den Weg ++

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Ein Prüfauftrag ob Hannover zur Modellkommune für das 365-Euro-Ticket werden kann, die Förderung von Ladestationen im öffentlichen Raum und klimafreundliche Aufforstungsprogramme- Die Region Hannover hat Medienberichten zufolge ein Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Ein entsprechender Antrag wurde gestern offenbar im Umweltausschuss verabschiedet. Demnach plane man die Einrichtung eines Fonds für die Förderung für E-Ladesäulen, die Vernässung von Moorflächen, Aufforstungsprogramme und die Bewerbung bei der Bundesregierung als Modellkommune für das 365-Euro Jahresticket. Trotz des Antragstitels „Klima in Not“ betonten die Ausschussmitglieder, dass damit nicht der Klimanotstand ausgerufen wurde.

++ Krise der Automobilindustrie trifft Continental ++

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Conti-Aktionäre müssen sich auf schlechte Ergebnisse einstellen: Der Reifenhersteller Continental wird wegen einer milliardenschweren Abschreibung voraussichtlich rote Zahlen verzeichnen. Im dritten Quartal verbucht das Zulieferunternehmen Wertminderungen von rund 2,5 Milliarden Euro. Diese seien in der Annahme begründet, dass sich die derzeitige Weltproduktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren nicht wesentlich verbessern werde, so Continental. Außerdem seien Rückstellungen für den vor kurzem vorgestellten Konzernumbau in Höhe von 97 Millionen Euro angefallen. (Die Belastungen würden im dritten Quartal und im Gesamtjahr beim Konzernergebnis zu einem Verlust führen. Es seien jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Dividendenvorschlag für das laufende Jahr zu erwarten.) Continental gab heute außerdem die Abspaltung von der Antriebssparte Vitesco bekannt. Demnach habe der Konzern auch den geplanten Teilbörsengang abgesagt hat. Dies sei eine Reaktion auf die derzeit kaum vorhersehbaren Bedingungen, hieß es.

++ Tödlicher Arbeitsunfall: Azubi wird in Fördermaschine eingeklemmt ++

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In einer Metallbaufirma in Lehrte ist ein 16-Jähriger in eine spiralförmige Fördermaschine geraten. Wie die Polizei berichtet, war der Azubi mit Arbeiten an einem sogenannten Schneckenförderer eines Pelletofens beschäftigt. Dabei geriet er mit seinen Beinen in die Maschine und wurde eingeklemmt. Die Verletzungen des 16 Jährigen waren so schwer, dass er starb. Derzeit liegen der Polizei keine Hinweise darauf vor, dass der Auszubildende durch Fremdverschulden in die Fördervorrichtung geriet. Zusätzlich zu den polizeilichen Ermittlungen hat das Gewerbeaufsichtsamt Untersuchungen des Vorfalls eingeleitet. Es muss nun geklärt werden, ob möglicherweise Bestimmungen der Betriebssicherheit vernachlässigt wurden oder möglicherweise ein technischer Defekt an der Maschine vorlag.

++ Bis zu 7 Jahre Haft: ASB-Manager legt Geständnis ab ++

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Er soll mehr als 8 Millionen Euro in die eigenen Taschen gesteckt haben. Unter dem Deckmantel der Flüchtlingshilfe soll er die Gelder beantragt haben, im Namen seines damaligen ASB Tochterunternehmens in Hannover. Bis zu 7 Jahre Haft drohen dem Angeklagten jetzt, dem vor dem Landgericht Hildesheim der Prozess gemacht wird. Diese Maximalstrafe ist Teil eines Deals. Bisher schwieg der 46-Jährige, am Montag legte er laut Medienberichten über seinen Anwalt ein Geständnis ab. Allerdings eins mit Beigeschmack: Denn neben dem eigenen Fehlverhalten hatte der Angeklagte auch viele Anschuldigungen parat. Unter anderem beschuldigte er einen der Mitangeklagten, von diesem wegen des Geheimkontos erpresst worden zu sein. Ein Urteil soll demnächst fallen, den Angeklagten erwarten aber noch weitere Verfahren wegen Betrugs.

 

++ Schreckschusspistolen und bengalische Feuer: Hochzeitkonvois eskalieren ++

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Verstöße gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz. Was sich nach einer Nacht am Steintor anhört, ist am Samstagnachmittag bei fröhlichen Feierlichkeiten passiert. Laut Polizeiangaben gab es in kürzester Zeit gleich zwei ausgeartete Hochzeitskonvois. In Badenstedt riefen Anwohner die Beamten, nachdem in einer Kolonne von 30 Wagen Schüsse zu hören waren. Sichergestellt wurden drei Schreckschusspistolen. Bei einem anderen Konvoi in Limmer verstopften etwa 20 Autos die Wunstorfer Straße. Mehrere Beteiligte zündeten bengalische Feuer. In beiden Fällen durften die Feiergemeinschaften später fortfahren.

++ Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr Region Hannover ++

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Die Feuerwehren in der Region haben ein Nachwuchsproblem. Das wurde am Sonntag beim Empfang des Feuerwehrverbandes im Regionshaus erörtert. Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing sagte: Rund 5.000 Mitglieder in den Kinder- und Jugendwehren sei zwar eine stabile Zahl, aber zu wenige Jugendliche wechseln aus den Nachwuchsorganisationen in die Abteilungen der Erwachsenen. Hauptgründe seien etwa Ortswechsel aus beruflichen Gründen oder andere Interessen. Die Zahl der Feuerwehreinsätze und auch die Komplexität der Einsätze steige unterdessen kontinuierlich. Daher wurde sich am Sonntag auch mit möglichen Lösungen befasst. Es könne sogenannte Feuerwehrpaten geben, die Jugendliche in den Wechsel zum aktiven Dienst begleiten. Außerdem brauche es moderne Aus- und Weiterbildungen.

++ Infa-Bilanz positiv: 2.000 Besucher mehr als im Vorjahr ++

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Die Infa ist am Sonntag auf dem Messegelände zu Ende gegangen. Mit leichtem Besucherplus: Rund 180.000 Besucher, etwa 2.000 mehr als im Vorjahr besuchten die Verbrauchermesse, teilte der Veranstalter Fachausstellungen Heckmann mit. Dieses Jahr musste sich die Infa in der Herbstferienzeit beweisen und lockte deshalb bewusst auch mit Programm für Familien und Kinder. Auch gekauft wurde etwas mehr als vergangenes Jahr: Eine Befragung ergab, dass rund 89 % der Messebesucher etwas kauften - im Schnitt gut 370 €.

++ "Muffiges" Wasser: Enercity desinfiziert Leitungswasser mit Chlor ++

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Seit einigen Tagen riecht und schmeckt das Trinkwasser in einigen Haushalten anders. Grund dafür ist: Enercity desinfiziert derzeit aus Sicherheitsgründen das Leitungswasser mit Chlor. Vergangene Woche war im Wasserwerk in Fuhrberg durch das nächtliche Unwetter Regenwasser in das System geraten. Die Kontamination sei aber gering, das Leitungswasser sei weiterhin bedenkenlos trinkbar, erklärte ein Enercity Sprecher. Betroffen sind vor allem Leitungen in Hannovers Stadtgebiet und im nördlichen Umland. Am Montagvormittag hat Enercity, laut eigenen Angaben, die Chlorung beendet. 

++ Recken erkämpfen sich einen Punkt gegen Löwen ++

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Es war eine spannende Partie auf Augenhöhe. Das Spitzenspiel in der Handball-Bundesliga zwischen den Recken und den Rhein-Neckar Löwen Donnerstagabend in der Tui Arena. Die TSV Hannover Burgdorf konnte einen Rückstand von zwischenzeitlich 6 Punkten aufholen und am Ende ein Unentschieden von 29 zu 29 herausholen. Ein Wimpernschlag mehr und es hätte sogar für einen Sieg gereicht. Doch der letzte Wurf der Recken auf das leere Tor der Löwen überquerte erst nach dem Abpfiff die Torlinie. Aber mit dem Unentschieden haben die Recken ihre Tabellenführung verteidigen können.

 

++ Anderten: Blindgänger erfolgreich gesprengt ++

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Die Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die Donnerstagabend in Anderten bei Bauarbeiten entdeckt worden war, konnte am Abend kontrolliert gesprengt werden. Bereits zweieinhalb Stunden nach Beginn der Räumung des Gebietes, konnten die 2200 betroffenen Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Eine Entschärfung der amerikanischen Fünf-Zentner-Fliegerbombe war nicht möglich. Sie musste kontrolliert gesprengt werden, weil ein Stück des Blindgängers abgerissen war und der Zünder im noch verbliebenden Teil mit etwa 40 Kilo Sprengstoff steckte. Die Einsatzkräfte positionierten Wassersäcke mit insgesamt 24.000 Litern auf die Bombe, um die Wucht der Detonation einzudämmen. Trotzdem hinterließ die geplante Sprengung einen großen Krater von vier Metern Tiefe und zehn Metern Durchmesser. Der Abend verlief aber reibungslos. Mehr als 400 Kräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei waren am Donnerstag bei der Evakuierung im Einsatz. Auch die Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin musste während der Bombensprengung gesperrt werden.

++ Schlag gegen Cybercrime-Bande: Langenhagener in U-Haft ++

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Ein Mann aus Langenhagen soll Kopf einer im Internet agierenden Betrügerbande sein. Ermittler der Task Force Cybercrime haben eine Razzia in sechs niedersächsischen Städten durchgeführt, darunter in Langenhagen, Seelze und Hannover. Drei Männer wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft, so auch der 30 Jahre alte Hauptverdächtige aus Langenhagen. Die Betrügerbande soll sich im Internet die Passwörter für Bankkonten von Privatleuten verschafft und diese dann geplündert haben. Nach den bisherigen Ermittlungen haben die Täter rund 335.000 Euro ergaunert und das Geld ins Ausland transferiert. Bei der Durchsuchungsaktion fanden die Fahnder 100.000 Euro. Außerdem wurden Computer, Laptops, Handys und Speichermedien beschlagnahmt. Es wurden zudem zahlreiche Konten der Beschuldigten und eine Immobilie gepfändet. An der Polizeiaktion waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt. Die Fahnder hatten schon seit Langem gegen die Bande ermittelt. Dazu wurden unter anderem in großem Stil Telefonanschlüsse überwacht.

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