++ "NSU 2.0": Verdächtiger ist Ex-Polizist ++

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Stammen die Morddrohungen gegen Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay womöglich aus Bayern? Darauf deutet nun ein erster Ermittlungserfolg hin. Nach den Drohmails gegen Onay und andere Politiker von einem ominösen „NSU 2.0“ hat es erste vorläufige Festnahmen gegeben. Das teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag mit. Ermittelt werde gegen einen ehemaligen bayrischen Polizisten und seine Ehefrau. Der Mann sei bereits früher wegen rechtsmotivierter Straftaten auffällig. Beide sind unterdessen wieder auf freiem Fuß. Bei einer Hausdurchsuchung des Paars, im bayrischen Landshut, wurden Datenträger mitgenommen, die Auswertung dauert noch an. Die Adressen der bedrohten Politiker stammten von Polizeicomputern.

++ Chaos auf A7: Vier Lkws schleudern über die Autobahn ++

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Chaos am Freitagfrüh auf der A7 bei Altwarmbüchen! Vier Lkw lagen dort, verteilt über beide Richtungsfahrbahnen – denn ein Tieflader mit drei Kleinlastern war umgekippt. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt, die A7 musste zeitweise voll gesperrt werden.

Grund für den Unfall war ein geplatzter Reifen. Dadurch kam der Tieflader zwischen Kreuz Kirchhorst und Altwamrbüchen ins Schleudern. Der Fahrer versuchte gegenzulenken, der Tieflader kippte um und blieb quer auf der Autobahn liegen. Zwei der geladenen Kleinlaster durchbrachen sogar die Mittelleitplanke.

Laut Polizei sollten die Aufräumarbeiten auf der A7 Höhe Altwarmbüchen bis Freitagabend dauern.

++ Corona-Hotline bekommt 64.000 Anrufe ++

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Mehr als 64.000 Anrufe hat die Corona-Hotline des Landes bekommen. Das die Zwischenbilanz, die das Innenministerium am Freitag in Hannover gezogen hat. Seit Ende März hätten über 120 Mitarbeiter Fragen von Bürgern zum Virus selbst oder zu den Corona-Verordnungen beantwortet. Den höchsten Andrang habe es Anfang Mai gegeben, als die Kontaktbeschränkungen zum ersten Mal gelockert worden sind. Bis zu 2000 Anrufe täglich seien zu dieser Zeit eingegangen.

Zuletzt habe das Interesse nachgelassen, da seien es nur noch rund 2700 Anrufe pro Woche gewesen – trotzdem soll die Corona-Hotline über die Sommermonate weitergeführt werden.

++ Razzia in Garbsen: LKA stellt Sprengsätze sicher ++

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An die 100 Sprengsätze haben Polizei und LKA bei der Durchsuchung einer Wohnung in Garbsen sichergestellt. Die 92 Knallkörper stammten zum Teil aus dem Ausland bzw. seien selbst hergestellt worden. Das enthaltene Sprengmittel entspreche etwa vier Kilogramm TNT, teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach beschlagnahmten die Ermittler auch sogenannte Kugelbomben.

Der 43 Jahre alte Mieter steht im Verdacht zusammen mit Komplizen in einer Gartenkolonie an der Langen Straße in Garbsen einen Sprengsatz gezündet und Sachschaden verursacht zu haben. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

++ Stadtbahnlinie 17 fällt von Montag bis Freitag aus ++

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Die Stadtbahnlinie 17 fällt kommende Woche aus, genauer gesagt von Montag bis Freitag. Grund sind Gleisbauarbeiten an der Humboldtstraße, dort baut die Infra einen neuen Hochbahnsteig. Deshalb falle die 17 auf der gesamte Strecke aus, ein Ersatzverkehr werde nicht eingerichtet, teilte die Üstra mit. Die Haltestellen der 17 ließen sich in der Zeit auch mit anderen Stadtbahnlinien erreichen, etwa der 10. Also, keine 17 von Montag bis Freitag, danach soll die Linie dann wieder planmäßig fahren.

++ Feuerwehrleistelle wird über 88 Millionen Euro kosten ++

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Die neue Feuerwehrleitstelle, die am Weidendamm errichtet wird, bleibt in vielerlei Hinsicht eine Baustelle. Wie die Neue Presse berichtet, habe die Stadt erstmals konkrete Gesamtkosten genannt. Demnach werden sich die Baukosten auf mehr als 88 Millionen Euro belaufen. Ursprünglich waren offenbar höchstens 55 Millionen kalkuliert worden, meint Jens Seidel, Fraktionschef der oppositionellen CDU. Die Kostensteigerung sei "skandalös". Wegen Streitereien zwischen Stadt und Baufirma waren die Arbeiten massiv ausgebremst worden. Dabei ging es um entstandene Mehrkosten – 12,5 Millionen Euro wird die Stadt wohl nachzahlen, das sieht ein vereinbarter Vergleich vor. Im kommenden Sommer soll die zentrale Rettungs-Leitstelle in Betrieb gehen.

++ TiHo-Studie: Hunde können Corona riechen ++

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Die Zuverlässigkeit einer Hundenase macht selbst vor Coronaviren nicht Halt. Das hat ein Forscherteam rund um die Tierärztliche Hochschule Hannover jetzt herausgefunden. Demnach konnten Spürhunde zu 94 Prozent bei über 1000 Proben die Corona-infizierten Menschen herausschnüffeln. Insgesamt acht spezialisierte Vierbeiner der Bundeswehr wurden darauf trainiert. Nur eine Woche hat das gedauert. Nach Angaben der TiHo könnte diese Methode künftig im öffentlichen Raum genutzt werden, um Ausbrüche und Verbreitungen zu verhindern, zum Beispiel an Flughäfen oder bei Massenveranstaltungen.

++ Fahrverbote zurückgenommen: Neuer Bußgeldkatalog für nichtig erklärt ++

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Verkehrssünder haben Grund zur Freude: Die Änderungen des neuen Bußgeldkatalogs sind für nichtig erklärt worden. Landesweit können damit alle Fahrverbote, die auf dessen Grundlage verhängt wurden, durch einen formlosen Antrag aufgehoben werden. Rechtskräftig verhängte Bußgelder werden allerdings nicht zurückgezahlt. Das teilte das Innenministerium am Donnerstag in Hannover mit. Dem Bundesverkehrsministerium in Berlin war in der neuen Straßenverkehrsordnung ein Formfehler unterlaufen – dadurch gebe es keine Rechtsgrundlage mehr, heißt es. Der Fehler sei nicht nur ärgerlich, sondern gefährlich, kommentierte Innenminister Boris Pistorius die Panne. Die Gesetzesnovelle war im April in Kraft getreten. Sie sah bei Verkehrsverstößen teils härtere Strafen durch Bußgelder und Fahrverbote vor.

++ OB Onay: "Lasse mich nicht einschüchtern von Morddrohungen" ++

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Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay will sich von einer mutmaßlich rechtsextremen Droh-Mail mit dem Absender „NSU 2.0“ nicht von seinem politischen Kurs abbringen lassen – allerdings hätten die Drohungen eine neue Dimension erreicht, sagte der OB heute gegenüber Radio Hannover. Etliche Ratspolitiker hatten dem Grünen heute ihre Solidarität bekundet. Onay hatte eine Mail mit Morddrohungen gegen ihn und seine Familie erhalten von einem mutmaßlich rechtsextremen Absender. Onay hoffe auf Ermittlungserfolge der Polizei, damit klar werde, dass solche Schreiben nicht folgenlos blieben. Auch andere Grüne hatten Drohschreiben erhalten, darunter Anton Hofreiter und Renate Künast.

++ Müllwagen überrollt Kind in Lehrte: Geldstrafe für Fahrer ++

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Der Müllwagenfahrer, der vergangenes Jahr in Lehrte ein elfjähriges Mädchen überrollt und getötet hat, ist am Donnerstag zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Lehrte sprach den 36-Jährigen der fahrlässigen Tötung schuldig, er muss 2700 Euro zahlen, wie mehrere Medien gleichlautend berichten.

Der Müllwagenfahrer hatte das Kind im Januar vergangenen Jahres beim Abbiegen in Lehrte erfasst. Die Elfjährige überquerte gerade eine Fußgängerampel, die grün zeigte. Das Mädchen starb wenig später im Krankenhaus. Der 36-Jährige war in einem Müllwagen mit erheblichen Sichteinschränkungen unterwegs, deshalb hätte es eine erhöhte Sorgfaltspflicht gebraucht, so das Gericht. Der Fahrer will den Zusammenstoß nicht bemerkt haben.

Die Eltern des Mädchens zeigten sich enttäuscht von dem Urteil. Sie hätten zumindest ein Fahrverbot erwartet. Der 36-Jährige hatte sich zum Prozessauftakt bei den Hinterbliebenen entschuldigt. Seit dem Unfall ist er arbeitsunfähig und in psychologischer Behandlung.

++ Eifersucht und verletzte Eitelkeit: Ricklinger muss in Haft ++

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Aus Eifersucht hat ein Mann seinen eigenen Ex-Partner mit einem Rasiermesser attackiert. Jetzt muss der Mann aus Ricklingen laut Medienberichten für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Das hannoversche Landgericht ordnete außerdem eine Entzugsklinik wegen dessen Alkoholsucht an. Der 32-Jährige wurde als vermindert schuldfähig betrachtet, weil er zur Tatzeit 3 Promille Alkohol im Blut hatte. Er hatte sein Opfer hinterlistig attackiert und unter anderem eine Schnittwunde am Hals zugefügt. Ursache war offenbar eine Nachricht auf dem Telefon seines Freundes. Der vorbestrafte Angeklagte war zuvor bereits wegen verletzter Eitelkeit und Beziehungskonflikten immer mal wieder gewalttätig geworden.

++ "NSU 2.0": OB Onay erhält Morddrohungen ++

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Seit Längerem schon schicken Rechtsextreme gezielt Drohmails an Politiker: Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und seine Familie (sowie weitere Parteikollegen) haben nun Morddrohungen erhalten. Laut Medienberichten ist das Schreiben von einem "NSU 2.0" unterzeichnet worden. Die damalige Terrorzelle hatte zwischen 2000 und 2007 mehrere Morde unter anderem an türkischstämmige Menschen verübt. Die Drohmail an Onay ist eine von rund 70 Fällen, die den Behörden bekannt sind: Vor allem in Hessen waren die meisten Schreiben aufgetaucht. Bb die Drohungen an Onay von denselben Tätern stammen, oder von rechten Trittbrettfahrern hier aus dem Raum, das ist noch fraglich. Eine Spur nach den Tätern haben die Ermittler bisher nicht. Hannovers grüner OB hatte es bereits im Zuge seiner Wahl mit vielen Anfeindungen zu tun, die hätten aber eine neue Qualität, sagte er.

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