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++ Weil appelliert: Verzichten Sie auf Reisen in Risikogebiete ++

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Nach der Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und seinen Länderkollegen hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil an die Bürger appelliert, auf Reisen in Risikogebiete zu verzichten. Wer in den kommenden Monaten trotzdem in so ein Gebiet fahre, der müsse die Nachteile in Kauf nehmen. Dazu gehört, dass Einkommensausfälle durch Quarantäne nicht mehr ersetzt würden. Grund ist, dass sich rund 2 Prozent der Rückkehrer aus Risikogebieten mit Corona infiziert haben. Rückkehrer sollen künftig an den Flughäfen digital erfasst werden und sich dann für fünf Tage in Quarantäne geben, bevor sie getestet werden. Die Testpflicht für alle anderen soll entfallen. Es sei ihm wichtig, so Weil, dass es stattdessen genug Testkapazitäten gibt für Menschen, die in Pflegeheimen oder Krankenhäusern arbeiten oder als Lehrer und Erzieher.

Mit Blick auf die Schulen haben sich Kanzlerin und Länderchefs am Donnerstag nicht auf eine bundeseinheitliche Maskenpflicht geeinigt. Allerdings sollen gesetzlich Versicherte künftig einen Anspruch auf fünf weitere Tage Kinderkrankengeld, etwa wenn ihr Kind mit Erkältungssymptomen zu Hause bleiben muss. Ebenfalls keine einheitliche Regelung gibt es bei Familienfeiern. Sie hätten nachweislich einen großen Anteil an der Verbreitung von Corona, so Ministerpräsident Weil. Das moderate Infektionsgeschehen in Niedersachsen zeige jedoch, dass es hier keinen Änderungsbedarf gebe. Laut Medienberichten hatte es eine Höchstgrenze von 25 Teilnehmern für Familienfeiern geben sollen. Großveranstaltungen sollen jedoch bundesweit bis Ende des Jahres verboten bleiben.

++ Keine Maske? 100 Euro Strafe - ab heute ++

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Wer keine Maske trägt, wo es vorgeschrieben ist – also etwa in Bussen, Bahnen oder Geschäften –, der muss ab sofort 100 bis 150 Euro Strafe zahlen. Wer gegen Abstandsregeln verstößt, der muss sogar zwischen 100 und 400 Euro berappen. Grundlage für die höheren Strafen ist der neue Corona-Bußgeldkatalog der Landesregierung, der am Donnerstag in Kraft getreten ist. Ein Verstoß gegen Quarantäne-Pflichten, etwa bei Reiserückkehrern oder Verdachtsfällen, koste zwischen 500 und 3000 Euro. Die genaue Höhe des Bußgelds liege im Ermessen der Ordnungskräfte, teilte das Sozialministerium heute in Hannover mit. Sie sollten bewerten, wie hoch die Gefahr für die Öffentlichkeit sei. Grund für die höheren Strafen ist die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen.

++ Schulbeginn: Auch Hannovers Lehrer sind skeptisch ++

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Viele Lehrkräfte in Hannover blicken mit Sorge und Skepsis auf den Schulstart am Donnerstag. Das geht aus inoffiziellen Stellungnahmen hervor, die Pädagogen auf Nachfrage an Radio Hannover richteten.

Das Stimmungsbild ist eindeutig: Die Vorbereitungen des Kultusministeriums seien nicht realistisch, heißt es etwa. Dass innerhalb eines Jahrgangs das Abstandsgebot aufgehoben sei, sei ein Risiko, sagte ein Pädagoge aus der Region. Masken und Desinfektionsmittel müssen indes von Lehrkräften selbst besorgt werden. Es fehle auch weiter an Basics in der Ausstattung, wie Waschbecken oder Papiertücher, erklärte eine Grundschullehrerin aus Hannover. Außerdem habe man versäumt, mehr für digitalen Unterricht im Fall von Schulschließungen zu tun, hieß es. Auch die Lehrergewerkschaft GEW hatte zuletzt Bedenken geäußert, auch hinsichtlich des andauernden Lehrkräftemangels. Das Kultusministerium bezieht am Mittwoch noch zur Situation Stellung.

++ Zwangsversteigert: Ältestes Bauernhaus "Köritzhof" hat neuen Besitzer ++

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Hannovers ältestes Bauernhaus steht im alten Dorfkern von Groß-Buchholz und hat nun einen neuen Besitzer. Seit 30 Jahren steht der denkmalgeschützte Köritzhof nun schon leer und ist ist immer mehr verfallen. Am Dienstag kam das Bauernhaus nun unter den Hammer.

Neuer Besitzer des Köritzhofes ist ein Immobilienkaufmann aus der Nordstadt. Er hat bei der Zwangsversteigerung im Amtsgericht mit 455.000 Euro das höchste Gebot abgegeben. Ein Gutachter schätzte den Verkehrswert des historischen Gebäudes zuvor auf 203.000. Das Interesse am Köritzhof war recht groß. Gut 60 Menschen wollten bei der Zwangsversteigerung dabei sein, weswegen der Termin noch schnell in einen größeren Raum verlegt werden musste. Nach gut einer Stunde war Hannovers ältester Bauernhof dann unter dem Hammer. Der neue Besitzer rechnet mit Renovierungskosten von bis zu 700.000 Euro und hofft dabei auf die Unterstützung der Stadt. Er sagt, er möchte so viel wie möglich von der alten Bausubstanz des 400 Jahre alten Köritzhofes erhalten. Die Historie will er wieder sichtbar machen. 

++ Völlig überladener Kleintransporter aus dem Verkehr gezogen ++

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Die Autobahnpolizei hat auf der A352 bei Mellendorf einen völlig überladenen Kleintransporter aus dem Verkehr gezogen. Ein Zeuge hatte die Beamten alarmiert, weil das Fahrzeug in extremer Schieflage in Richtung Hamburg unterwegs war. Die Polizei stoppte den Fahrer und führte auf dem Autohof Mellendorf eine Kontrolle durch. Dabei fiel den Beamten sofort auf, dass der Kleintransporter viel zu viel Insektenspray und Reinigungsmittel geladen haben musste. Das Wiegen des Fahrzeuges bestätigte dies. Statt der erlaubten 500 Kilo,  hatte der Transporter 3,8 Tonnen geladen. Der Fahrer durfte nicht mehr weiterfahren. Sowohl gegen ihn als auch die Halterin des Fahrzeuges wird nun ermittelt.

++ Lehrergewerkschaft rechnet mit holprigem Schulstart ++

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Es fehlen nach wie vor Lehrer und die Schulen sind nicht gut ausgestattet, sagt die Lehrergewerkschaft GEW und befürchtet einen holprigen Schulstart in Niedersachsen. Von rund 2300 Stellen seien mehr als zehn Prozent nicht besetzt worden. Und der eigentliche Bedarf würde sogar bei 2800 Stellen liegen. Zudem seien viele Schulen nicht ausreichend mit Waschbecken, Seife und Einmalhandtüchern ausgestattet. Viele der Probleme gebe es nicht erst seit Corona kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Dienstag in Hannover. Die Lehrergewerkschaft hat sich zudem gegen eine Maskenpflicht im Unterricht ausgesprochen. Mimik und Stimme seien das wichtigste Werkzeug eines Lehrers und eine Maske würde die Kommunikation mit den Schülern erheblich erschweren.

++ Versehentlich überwiesen bekommen: Mann muss 170.000 Euro zurückzahlen ++

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Ein 30-jähriger Mann muss rund 170.000 Euro, die ihm seine Bank aus Versehen überwiesen hatte, zurückzahlen. Das hat das Landgericht Hannover entschieden. Auch der Einwand des Mannes, dass er das meiste Geld schon für ausgegeben hatte, half ihm nicht.

Der Mann soll laut Gericht allein in vier Tagen etwa 92.000 Euro verprasst haben, 15.000 verspielte er beispielsweise im Casino,  mehr als 18.000 gab er im Bordell aus und 50.000 Euro wurden ihm angeblich gestohlen. Das Gericht wies den Mann darauf hin, dass er von Anfang an mit einer Rückzahlung des Geldes habe rechnen müssen. Das Landgericht entschied, dass er die gesamten falsch überwiesenen 170.000 Euro an die Bank zurückzahlen muss. Pikant ist auch die Tatsache, die die Lebensgefährtin des Mannes bei der Bank gearbeitet und die Überweisung getätigt hatte. Das Geld war eigentlich als Baufinanzierung für einen anderen Bankkunden vorgesehen gewesen.

++ Erneut Brandtstiftung: Linden-Süd leidet weiter unter Feuerteufel ++

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Die Brandserie in Linden-Süd reißt nicht ab: Diesmal schlug der Feuerteufel in der Ritter-Brüning-Straße zu. Die Feuerwehr musste Montagnachmittag gegen 15 Uhr ausrücken, um brennendes Gerümpel zu löschen, das im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses stand. Vier Bewohner mussten mit Hilfe einer Drehleiter gerettet werden. Eine Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Seit Monaten brechen in Linden-Süd immer wieder Feuer aus, auch diesmal war es Brandstiftung. Die Polizei erhöhte bereits die Präsenz im Stadtteil. Eine Spur nach dem Täter gibt es bislang offenbar noch nicht.

++ Parkservice-Abzocke am Flughafen: Betrüger muss in Haft ++

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Die Autos argloser Kunden wurden ramponiert, zugemüllt und für Privatfahrten missbraucht: Ein Betrüger ist für seinen zweifelhaften Flughafen-Parkservice verurteilt worden. Der Angeklagte muss Medienberichten zufolge für zwei Jahre in Haft. Er hatte gestanden, in 16 Fällen Fahrzeuge von Fluggästen des Airport Langenhagen für seine Zwecke genutzt zu haben: Eigentlich versprach er, die Wagen gegen Geld sicher zu verwahren – stattdessen fuhr er damit bis nach Spanien oder Holland, leerte den Tank, baute Unfälle mit schwerem Schaden und verdreckte die Innenräume. Wegen seiner langen Liste an Vorstrafen gab es vom hannoverschen Amtsgericht diesmal keine Bewährung. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

++ Fahrradfahren und Tempo 30-Zonen: SPD Hannover mit Maßnahmenbündel zum Schulstart ++

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Hannovers SPD macht sich für einen infektionssicheren Schulweg für Kinder und Jugendliche stark. Zwei Tage vor Schuljahrsbeginn bringt sie laut Medienberichten ein Bündel möglicher Maßnahmen ins Spiel. Um das Ansteckungsrisiko gering zu halten, sollen Öffis nach Möglichkeit gemieden werden. Busse und Bahnen gelten als Corona Hotspots. Stattdessen  wirbt die SPD dafür, dass Eltern ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule schicken. Auf Hauptverkehrsstraßen wie der Vahrenwalder oder der Hildesheimer Straße könnte für mehr Sicherheit testweise Tempo 30 gelten, so die SPD. Und um Schülermassen zu entzerren, könnte Unterricht zeitversetzt losgehen. Die Sozialdemokraten zeigten sich zuversichtlich, dass die Partner im Ampelbündnis die Ideen unterstützen. Auch der Fahrradclub ADFC begrüßte die Vorschläge - Üstra und Regiobus zeigten angesichts ohnehin schon geringerer Fahrgastzahlen wenig Verständnis.