++ Nach Gilde-Aufspaltung: Mitarbeiter streiken erneut ++

Kategorie:

Nach der Aufspaltung der Gilde in vier Einzelfirmen ist rund die Hälfte der Belegschaft erneut in den Warnstreik getreten. Die Mitarbeiter fuhren am Dienstag zu einer Kundgebung nach Frankfurt/Oder, wo sich der Sitz der Gilde-Mutter TCB befindet, um ihrem Ärger Luft zu machen. Unterdessen habe der Betriebsrat rechtliche Schritte eingeleitet, sagte Lena Melcher von der Gewerkschaft NGG gegenüber „Radio Hannover“.

Die Gilde-Geschäftsführung soll das Unternehmen vergangene Woche in einer Nacht- und Nebel-Aktion aufgespalten haben. In der Brauerei in der Südstadt wurden Stellwände aufgebaut, um die Mitarbeiter der vier neuen Einzelfirmen auch räumlich voneinander zu trennen. Der Betriebsrat wurde faktisch aufgelöst.

++ Schulz vor Comeback bei Hannover 96? ++

Kategorie:

Ex-96-Kapitän Christian Schulz steht möglicherweise vor einem Comeback bei den „Profis“. Schulz und zwei Nachwuchsspieler haben am Montag mit trainiert, teilte 96 auf Twitter mit. Grund sind Verletzungssorgen in der Abwehr der „Roten“. Der Brasilianer Felipe hatte sich beim Sieg über St. Pauli einen Rippenknorpelbruch zugezogen, Sebastian Jung erlitt eine Sehnenverletzung am rechten Gesäßmuskel. Schulz bestritt zwischen 2007 und 17 insgesamt 285 Pflichtspiele für die „Roten“. Seit dem vergangenen Jahr spielt er für die Zweite Mannschaft von 96 in der Regionalliga Nord. Die Profis empfangen am Samstag Erzgebirge Aue.

++ Gilde in vier Firmen zerschlagen - Gewerkschaft läuft Sturm ++

Kategorie:

Die Lage in einem der traditionsreichsten Unternehmen Hannovers spitzt sich weiter zu: Bei der Gilde Brauerei sorgt eine umstrittene Umstrukturierung für heftige Kritik. Denn buchstäblich über Nacht hat die Geschäftsführung Ende vergangener Woche offensichtlich Tatsachen geschaffen und Gilde in vier einzelne Firmen aufgespalten.

Freitagmorgen um vier sollen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die Beschäftigten aufgefordert haben, Stempelkarten und Dienstkleidung abzugeben und Spinde zu räumen. Ihnen würden neue zugeteilt. In der Kantine und den Produktionsräumen wurden Stellwände aufgebaut, um die Mitarbeiter der vier neuen Einzelfirmen voneinander zu trennen, der Betriebsrat wurde faktisch aufgelöst.

Die NGG hat die neuen drei Firmen laut eigenen Angaben formell zu Verhandlungen aufgefordert. Die haben das am Montag aber abgelehnt. Mit dieser Ablehnung hat die NGG nun wieder eine Streikgrundlage. Unbefristet dürften die Streiks aber zunächst nicht sein.

Im Landtag hat Anja Piel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, am Montag Wirtschaftsminister Bernd Althusmann aufgefordert, sich als Vermittler in den Konflikt bei Gilde einzuschalten.

++ Elterngeld kommt nicht: Rückstände sollen aufgeholt werden ++

Kategorie:

Wer Elterngeld beantragt, der wartet derzeit schon mal ein paar Monate auf die erste Zahlung. Um Rückstände bei den Anträgen aufzuarbeiten, soll die Elterngeldstelle künftig wochenweise für Publikum geschlossen werden, das hat die Stadt am Montag mitgeteilt. Und zwar erstmals in der kommenden Woche, vom 9. bis 13. Dezember, danach dann wieder im Januar und März. Eltern warten derzeit lange auf das zum Teil dringend benötigte Elterngeld, Grund sind Personalengpässe und Krankenheitsfälle bei der Behörde.

++ Bothfeld: Arzt wegen mutmaßlicher Volksverhetzung angezeigt ++

Kategorie:

Strafanzeige wegen mutmaßlicher Volksverhetzung: Die Staatsanwaltschaft Hannover prüft derzeit, ob sie Ermittlungen gegen einen Arzt aus Bothfeld aufnimmt. Er soll eine Internetseite unter anderem mit judenfeindlichen Inhalten betreiben, berichtet die dpa. Anzeige erstattet hat demnach der Vorsitzende des Landesverbands der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael Fürst. Tatsächlich wird auf der Seite etwa der US-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg als – Zitat – „Jüdischer Wall Street Bankster“ bezeichnet.

Die AfD soll den Arzt aus Bothfeld inzwischen aufgefordert haben, sein Amt im Vorstand einer Ortsgruppe niederzulegen und aus der Partei auszutreten.

++ St. Pauli-Trainer Luhukay nennt 96 "eins der besten Teams" ++

Kategorie:

Hannover 96 ist eine der besten Mannschaften der Zweite Liga. Sagt Jos Luhukay, der Trainer des FC St. Pauli. Dort am Millerntor sind die „Roten“ morgen zu Gast. 96 sei als einer der Favoriten in die Saison gestartet, so Luhukay, dass die Realität nun eine andere sei, habe keiner erwartet. Er gehe aber davon aus, dass die Mannschaft mit dem neuen Trainer Kenan Kocak Stabilität und Sicherheit wiederfinde. Womöglich ja schon morgen bei St. Pauli. Die Hamburger sind seit sechs Ligaspielen sieglos und rangieren in der Tabelle auf Platz 13, noch deutlich vor den „Roten“ auf Rang 16. Anstoß in Hamburg am Millerntor ist morgen um 13 Uhr.

++ Kirchrode: Stadtbahn schleift 64-Jährige mit - schwer verletzt ++

Kategorie:

Eine Stadtbahn hat am Freitag in Kirchrode eine blinde Frau mitgeschleift. Die 64-Jährige ist dabei schwer verletzt worden. An der Haltestelle Großer Hillen war die Blinde heute Morgen zwischen die Stadtbahn und den Bahnsteig geraten. Der Fahrer bemerkte das laut Polizei nicht und fuhr an. Die 64-Jährige wurde mehrere Meter mitgeschleift und blieb dann schwer verletzt auf dem Gleis liegen. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus, Lebensgefahr soll nicht bestehen. Wie genau die blinde Frau zwischen Bahn und Bahnsteig geraten konnte, ist unklar.

++ Zehntausende demonstrieren für Klimaschutz - Aegi blockiert ++

Kategorie:

Kein Durchkommen mehr am Aegi: Nach der Klima-Demo haben die „Fridays for future“ zeitweise den Aegidientorplatz blockiert. Die Polizei rief die Demonstranten auf, den Platz zu räumen. Gegen 16 Uhr zogen die Teilnehmer freiwillig ab.

Nach Angaben der „Fridays for future“ gingen am Freitag rund 45.000 Menschen in Hannover für mehr Klimaschutz und gegen das Klimapaket der Bundesregierung auf die Straße. Die Polizei hatte mit 7000 Teilnehmern gerechnet. Anlass war der vierte weltweite Klimastreik.

„Fridays for future“-Mitveranstalterin Lou Töllner sagte, sie erhoffe sich ein Zeichen für die Weltklimakonferenz in Madrid, die Montag beginnt. Man brauche nun konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz.

Zeitgleich zu Demo und Blockade strömten heute Zehntausende in die Innenstadt, um beim sogenannten „Black Friday“ auf Schnäppchenjagd zu gehen. Am Samstag könnte es voll werden in der City. Busse und Bahnen können den ganzen Tag lang kostenlos genutzt werden.

++ Maststallbau in der Wedemark: Entscheidung vertagt ++

Kategorie:

Die Entscheidung, ob zwei neue Hühner-Mastställe in der Wedemark entstehen dürfen, ist am Mittwoch vom Verwaltungsgericht Hannover vertagt worden. Wie die Bürgerinitiative "Contra Industriehuhn Wedemark" gegenüber Radio Hannover mitteilte, soll am 19. Dezember ein Entschluss feststehen. Zuvor hatte der Naturschutzbund NABU gegen die Genehmigung des Stallbaus geklagt. Außerdem trafen sich Anhänger der Bürgerinitiative vor dem Verwaltungsgericht zu einer Demonstration. Konkret geht es dabei um zwei Mastställe eines Landwirts in der Wedemark. Der Betreiber der Anlagen will seine Produktionskapazität um 86.000 Tiere erweitern.

++ Windradsprengung am Kronsberg ++

Kategorie:

Auf dem Kronsberg wird heute ein Windrad gesprengt. Rotorblätter und Gondel sind bei der Windkraftanlage bereits abgebaut, jetzt soll nur noch der Turm aus Stahlbeton zum Einsturz gebracht werden. Das Windrad ging als eines der ersten in Niedersachsen im April 1990 in Betrieb, ist technisch mittlerweile aber veraltet. 
Gesprengt wird das alte Windrad heute im Laufe des Nachmittags. Aus Sicherheitsgründen bittet Enercity darum das Gebiet zu meiden, außerdem sollten Hunde wegen des Knalls an die Leine genommen werden.

++ Schwules Pärchen in der Südstadt: Vermieter lässt Fenster rosa streichen ++

Kategorie:

Rosa Fensterrahmen, stellen Sie sich das mal bitte kurz vor – woran denken Sie da? Vielleicht an gewisse Häuser nahe dem Hauptbahnhof? Vielleicht.

Ein Vermieter in der Südstadt hatte die Fensterrahmen einer Wohnung rosa streichen lassen, in der ein schwules Pärchen lebt. Die beiden Männer hatten zuvor einer Modernisierung der Wohnung widersprochen. Am Mittwoch ist der Prozess wegen Diskriminierung vor dem Amtsgericht Hannover mit einem Vergleich zu Ende gegangen, wie Medien berichteten.Demnach sollen die beiden Männer 1000 Euro als Wiedergutmachung vom Vermieter erhalten. Der wies den Vorwurf der Diskriminierung zurück: Die Fenster seien nicht rosa gestrichen gewesen, sondern lediglich – erdbeerfarben.

++ Waffensammler aus Stöcken muss drei Jahre ins Gefängnis ++

Kategorie:

Ein Waffensammler aus Stöcken muss für drei Jahre ins Gefängnis wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das hat das Landgericht Hannover am Mittwoch entschieden. Der 30-Jährige hatte unter anderem verbotene Gewehre, Maschinenpistolen und tausende Schuss Munition in seinem Zimmer gehortet. Ein anfänglicher Terrorverdacht hatte sich nicht erhärtet.

Den Vater des 30-Jährigen verurteilte das Gericht zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten wegen fahrlässigen illegalen Waffenbesitzes. Der 53-Jährige hätte die Machenschaften seines Sohnes, der bei ihm wohnte, überprüfen müssen, so die Richter. Mit den Urteilen blieb das Landgericht deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.