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++ Bomben-Blindgänger in Seelhorst: 6300 Menschen werden evakuiert ++

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Rund 6300 Menschen in den Stadtteilen Seelhorst und Waldheim müssen am Donnerstagabend ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Grund ist ein zehn Zentner schwerer Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der auf dem Gelände der Kleingartenkolonie „Rosenhain“ in Seelhorst gefunden worden ist, und der unschädlich gemacht werden muss.

Die Feuerwehr hat eine Sammelstelle für betroffene Bürger eingerichtet in der Sporthalle der Grundschule Suthwiesenstraße. Die Corona-Abstandsregeln sollen bei der Evakuierung und Unterbringung der Menschen eingehalten werden.

Auch der Feierabendverkehr ist von der Bombenräumung betroffen: Etliche Straßen in Seelhorst und Waldheim werden gesperrt, darunter auch der Südschnellweg in beiden Richtungen zwischen Hildesheimer Straße und Seelhorster Kreuz. Auch im Bahnverkehr und bei den Bussen und Bahnen der Üstra kann es zu Verzögerungen kommen.

Weitere Informationen, darunter auch eine Liste mit den gesperrten Straßen, gibt es unter www.hannover.de

++ Star-Pianist Igor Levit erhält Bundesverdienstkreuz ++

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Bundesverdienstkreuz für Igor Levit: Hannovers Starpianist hat die Auszeichnung am Donnerstag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin entgegengenommen. Steinmeier würdigte das künstlerische Schaffen und das gesellschaftliche Engagement des 33-Jährigen. Ganz besonders hob er Levits Klavierkonzerte während des Corona-Shutdowns hervor.

Steinmeier lobte auch das Engagement des Musikers gegen Antisemitismus und für die Demokratie – und dass er sich davon weder durch Morddrohungen noch Hetze im Netz abbringen lassen habe. Insgesamt wurden heute 15 Bürger mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, darunter auch der Virologe Christian Drosten.

++ Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wechselt zum Videobeweis ++

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Deutschlands wohl bekannteste Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat ihre Karriere beendet – dem Fußball kehrt sie aber nicht den Rücken. Steinhaus macht als Videoassistentin beim Deutschen Fußball-Bund weiter, wie die 41-jährige Hannoveranerin am Donnerstag mitteilte. So könne sie ihre sportlichen Ambitionen weiter unter Beweis stellen und mit den Kollegen in Kontakt bleiben.

Steinhaus hatte am Mittwochabend in München ihre Karriere beendet nach dem Spiel des FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Bayern-Trainer Hansi Flick würdigte die Leistung der 41-Jährigen, die habe ihre Sache „sensationell gut gemacht“. Niedersachsen Innen- und Sportminister Boris Pistorius sagte, Steinhaus habe den Grundstein dafür gelegt, dass Frauen heute gleichberechtigt auf dem Fußballplatz stehen.

++ Autofahrer mit 5 Promille am Steuer erwischt ++

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Einen so hohen Alkoholwert hatte die Polizei bei ihrer Verkehrskontrolle wohl nicht erwartet. Ein Autofahrer saß mit fünf Promille am Steuer. Zum Glück ist aber niemand zu Schaden gekommen. Ein Zeuge hatte bei Marienwerder gesehen, wie der 38-Jährige stark schwankend in sein Fahrzeug gestiegen und dann in Richtung Haselvse davon gefahren war. Der Zeuge informierte die Polizei. Eine Streifenwagenbesatzung konnte den sturzbetrunkenen Autofahrer kurze Zeit später ausfindig machen und stoppen. Die Beamten nahmen den 38-Jährigen mit zur Wache und beschlagnahmten Führerschein und Autoschlüssel. Den Mann erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

++ Seniorin kracht mit Auto in Südstädter Bäckerei ++

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Ein Fahrfehler einer Seniorin hat in der Südstadt einen enormen Schaden angerichtet. Die 77-Jährige verlor beim Abbiegen auf der Marienstraße die Kontrolle über ihren Wagen und bretterte mitten in eine Bäckerei. Das Schaufenster der Göing Filiale ging zu Bruch, das Mauerwerk und auch der Tresen wurden stark beschädigt. Die Mitarbeiter und Kunden in der Bäckerei kamen zum Glück mit einem Schrecken davon und blieben unverletzt. Auch die 77-jährige Autofahrerin erlitt bei dem Aufprall nur leichte Verletzungen. Der Schaden an der Bäckerei und dem Unfallwagen wird von der Polizei auf insgesamt 25.000 Euro geschätzt.

++ Streik im öffentlichen Dienst: Bäder bleiben geschlossen ++

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In Hannover bleiben am Donnerstag die Bäder und Sportleistungszentren geschlossen – allerdings nur die städtischen Einrichtungen. Denn auch am vierten Streiktag im öffentlichen Dienst ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftige der Stadt Hannover dazu auf die Arbeit niederzulegen. Zu Streikmaßnahmen kommt es auch bei der Kommunalen Gebäudereinigung, im Fachbereich Wirtschaft sowie im Fachbereich Senioren. Auch hier ist mit Einschränkungen zu rechnen. In der Tarifverhandlung fordert Verdi eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat.

++ Loverboy-Prozess: Mehr als vier Jahre Haft für Zuhälter ++

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Urteil im Loverboy-Prozess: Vor dem Landgericht Hannover ist am Mittwoch ein 34 Jahre alter Mann zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt worden – wegen schwerer Zwangsprostitution, ausbeuterischer Zuhälterei und Körperverletzung. Bis zuletzt hatte der Mann die Vorwürfe bestritten. Das Gericht war aber am Ende von seiner Schuld überzeugt: Als Loverboy verführte er Frauen und machte sie so von sich abhängig. Darunter auch ein damals 17-jähriges Mädchen. Über mehrere Monate zwang er sie im vergangenen Jahr zur Prostitution. Teils mit Gewalt. Alle Einnahmen musste sie an ihrem Zuhälter abgeben. Blind vor Liebe ließ sich die Minderjährige sogar seinen Vornamen tätowieren. Der Fall nahm während des Prozess eine überraschende Wende: Im Gerichtssaal machte der Angeklagte der jungen Frau einen Heiratsantrag. Sie hatte zwischenzeitlich ihre Aussagen bei der Polizei wiederrufen. Mittlerweile sind sie nach islamischen Recht verheiratet. Offenbar sollte so die vermeintliche Unschuld des 33-Jährigen untermauert werden. Für das Gericht waren die Beweise aus der Telefonüberwachung aber glaubhafter. Es verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten.

++ Hilfe nach Moria: 50 unbegleitete Kinder am Flughafen HAJ eingetroffen ++

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Am Flughafen in Langenhagen sind am Mittwoch 139 geflüchtete Menschen von den griechischen Inseln eingetroffen. Darunter 50 unbegleitete Kinder und Jugendliche aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria.  Elf von ihnen sollen in Niedersachsen ein neues Zuhause bekommen. Die zwei Mädchen und neun Jungen sind im Alter zwischen neun und 17 Jahren und stammen aus Afghanistan und Pakistan. Außerdem waren erneut behandlungsbedürftige Flüchtlingskinder mit ihren Familien an Bord. Auch sie sollen in Deutschland ebenfalls ein Asylverfahren bekommen. Davon 23 in Niedersachsen. Es handelt sich dabei um ein Hilfsprogramm der Bundesländer in Kooperation mit internationalen Institutionen, das bereits seit Juli läuft. Insgesamt sollen 243 behandlungsbedürftige Minderjährige mit ihren Familien in Deutschland Schutz bekommen.

++ Beschlossene Sache: Conti-Aufsichtsrat stimmt massiven Stellenabbau zu ++

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Der Aufsichtsrat der Continental hat dem verschärften Sparprogramm zugestimmt. Damit stehen bei der Conti mehr als 30.000 Arbeitsplätze vor dem Aus, davon 13.000 in Deutschland. Definitiv beschlossen ist die umstrittene Schließung des Reifenwerks in Aachen. Hier fallen bis Ende nächsten Jahres rund 1.800 Arbeitsplätze weg. Außerdem hat der Aufsichtsrat der Schließung des Standortes Karben bis 2024 sowie einem Stellenabbau in Regensburg zugestimmt. Der hannoversche Automobilzulieferer begründet die Sparmaßnahmen mit der Verschärfung der Konjunkturkrise durch die Corona-Pandemie und der weltweit rückläufigen Fahrzeugproduktion. Continental will nach eigenen Angaben mit Arbeitnehmervertretern Lösungen für betroffene Mitarbeiter erarbeiten. Verhandlungsgespräche hatten auch die Gewerkschaften IG BCE und IG Metall eingefordert. Zum Auftakt der Aufsichtsratssitzung hatten sie am Dienstag mit mehr als 2.000 Conti-Beschäftigten auf der Expo Plaza demonstriert.

++ Nach tödlicher Schlägerei: 13-Jährige unter Tatverdacht ++

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Nach dem tödlichen Streit am Marstall hat die Polizei nun alle mutmaßlichen Täter ermittelt.  Zwei Männer sind in Untersuchungshaft. Bei der gesuchten Täterin handelt es sich um ein minderjähriges Mädchen. Noch in der Tatnacht hatte sich ein 19 Jahre alter Mann bei der Polizei gestellt. Er sitzt bereits seit Donnerstag in U-Haft. Einen Tag später konnten die Ermittler die anderen beiden Tatbeteiligten ausfindig machen. Wie die Behörden  am Dienstag mitgeteilt haben, handelt es sich dabei um einen 24 Jahre alten Mann und ein 13-jähriges Mädchen. Die Polizei traf die beiden  gemeinsam in der Wohnung des 24-Jährigen an. Das Mädchen ist aufgrund ihres jungen Alters strafunmündig. Der Mann folgte seinem mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt wegen Totschlag. Am Mittwochabend war es am Marstall zu einer brutalen Schlägerei gekommen, bei der ein 48 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt wurde. Im Krankenhaus hatten Mediziner den Hirntod festgestellt. Ihm konnte nicht mehr geholfen werden, der 48-Jährige wurde später für tot erklärt.