++ Streik bei Gilde: SPD-Abgeordnete Fahimi fordert Tarifvertrag ++

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Die Gilde-Brauerei kommt nicht zur Ruhe: Erneut streiken Dutzende Mitarbeiter der inzwischen vier Firmen, der Ausstand soll vier Tage dauern. Bei einer Kundgebung vor dem Werkstor in der Südstadt war heute auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi mit dabei. Sie forderte, dass die Gilde über Tarifverträge verhandele.

Die Gilde-Geschäftsführung hatte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres in vier Einzelfirmen aufgespalten und dazu auch Trennwände in den Produktions- und Verwaltungsbereichen aufgestellt. Kritiker werfen der Geschäftsführung vor, den Betriebsrat mundtot machen und Tariflöhne umgehen zu wollen.

Die Gewerkschaft NGG fordert eine Rückkehr der Gilde an den Verhandlungstisch. Bis Freitagabend wollen die Mitarbeiter noch streiken.

++ "Pattensen nicht Paris": Schriftzug über Graffiti geschrieben ++

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„Das ist Pattensen nicht Paris“- dieser Schriftzug ist an einer Garagenwand im Bereich der Liebigstraße in Pattensen aufgetaucht. Nach Angaben des Polizeikommissariats Springe wurde dort am Wochenende ein legales Graffiti beschmiert. Unbekannte Täter übermalten einen Kinderkopf mit weißer Farbe und schrieben „das ist Pattensen nicht Paris“ darüber. die anderen Teile des Graffitis wurden weiß und rot übersprüht. Die Polizei Pattensen bittet um Hinweise.

++ 96-Stunden-Streik: Arbeitskampf bei Gilde geht weiter ++

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Der bisher längste Streik in den aktuellen Tarifverhandlungen steht in dieser Woche bei der Gilde Brauerei an. Am Montagabend um 21:30 Uhr haben Teile der Belegschaft ihre Arbeit niedergelegt. Laut der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten soll der Streik noch bis Freitagabend dauern. Damit zieht sich dieser Streik über insgesamt 96 Stunden –also vier Tage. Die Gewerkschaft fordert Verhandlungen über einen Haustarif bei der Brauerei. Außerdem kritisiert die NGG bereits seit Herbst die Aufspaltung der Gilde in vier einzelne Gesellschaften.

++ Jeder siebte Rentner lebt in Altersarmut ++

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 Mehr als jeder siebte Rentner lebt in Niedersachsen in so genannter Altersarmut, zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund in seinem aktuellen Rentenreport. Der Statistik zufolge liegt die Armutsquote mittlerweile bei 16,3 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es laut DGB noch etwa 12,7 Prozent. Dabei ist der Anteil an Frauen die in der Altersarmut landen deutlich größer als der Anteil der Männer. Sieben von Zehn Frauen die 2018 in Niedersachsen in Altersrente gingen, erhalten jetzt Bezüge unter 900 Euro. Bei den Männern ist es dagegen jeder Dritte.

++ "Monday for future" im Landtag - Kritik am geplanten Klimagesetz ++

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„Monday for future“: Die Aktivisten, die eigentlich immer freitags in Hannovers Innenstadt demonstrieren, waren am Montag im Landtag. Dort im Umweltausschuss haben sie deutlich gemacht, dass ihnen das geplante Klimagesetz der Landesregierung nicht weit genug geht. Aktivistin Lou Töllner kritisierte unter anderem, dass die Landesregierung den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 nur um 55 Prozent gegenüber 1990 verringern wolle.

Der SPD-Umweltpolitiker Marcus Bosse kritisierte, dass die Forderungen der Klimaschützer „nicht verhandelbar“ seien. Einen Wandel könne es nur durch Innovation und nicht durch Verbote geben, so Bosse.

Die rot-schwarze Regierung will den Klimaschutz in der Verfassung verankern und unter anderem Erneuerbare Energien fördern, Gebäude dämmen und den Fuhrpark auf Elektro umstellen. Die Grünen kritisierten, die Maßnahmen gingen an den Herausforderungen der Zeit vorbei.

++ Box-Hotel: Gäste dürfen nur drei Nächte ohne Fenster sein ++

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Drei Nächte in Folge dürfen Gäste im Hotel ohne Fenster bleiben, länger nicht: Diese Auflage hat die Stadt dem Box-Hotel in der City gemacht. Damit setze man ein Urteil des Verwaltungsgerichts um, sagte eine Stadt-Sprecherin am Montag auf Nachfrage von Radio Hannover. Das hatte vergangenes Jahr entschieden, dass das Box-Hotel nicht gegen die Menschenwürde verstößt, weil es keine Fenster hat. Allerdings dürften sich Gäste dort nur ein paar Tage aufhalten.

Geklagt hatte damals der Betreiber des Box-Hotels, Oliver Blume, weil die Stadt ihm keine Baugenehmigung erteilen wollte. Nun will er erneut vor Gericht ziehen. Blume sagte auf Nachfrage von Radio Hannover, er fühlte sich diskriminiert, insbesondere gegenüber anderen Hotelbetreibern, die keine Auflagen bekämen.

Laut Blume bereitet die Stadt derzeit eine einstweilige Verfügung gegen ihn vor, weil sich das Box-Hotel nicht an die Auflage halte. Die Stadt-Sprecherin dementierte das.

++ Garbsener fährt mit Blaulicht und Sirene durchs Steintorviertel ++

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Mit Sirene und Blaulicht hinter der Windschutzscheibe ist ein Autofahrer am Wochenende durchs Steintorviertel gekurvt. Direkt vor die Füße von zwei Polizeibeamten.

Die stoppten den 30-Jährigen am Sonntagmorgen an der Scholvinstraße, als er gerade in falscher Richtung durch die Einbahnstraße fuhr. Als er die Polizisten sah, legte er den Rückwärtsgang ein und prallte dabei gegen gleich drei geparkte Autos. Die Polizei schätzt den Schaden auf 10.000 Euro. Damit aber nicht genug.

Der 30-Jährige flüchtete mit dem Auto, ein weiterer Polizist, der auf der Straße stand, musste noch zur Seite springen. Die Fahnder ermittelten den Fahrer wenig später in Garbsen und durchsuchten Haus und Wohnung. Er muss sich nun wegen Fahrerflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs und missbräuchlicher Verwendung von Blaulicht und Einsatzhorn verantworten. Den Führerschein musste er abgeben.

++ Tausende Nager auf den Feldern: Region droht Mäuseplage ++

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Mäuse sind ja für viele ja der Inbegriff des Ekels. Und der Region Hannover droht nun eine Mäuseplage – allerdings nur auf Wiesen, Weiden und anderen Feldern. Denn die Feldmaus vermehrt sich dort gerade wie verrückt, wegen der anhaltenden Trockenheit und des milden Winters. Das hat das Landvolk am Montag in Hannover mitgeteilt. Demnach tummeln sich auf jeder zweiten Wiese oder Weide Tausende Mäuse – und verursachen Totalschaden an Gras und Wurzeln. Deshalb könne dort weder Futter angebaut werden, noch könnte Vieh dort weiden. Für reine Grünlandbetriebe seien die Feldmäuse eine echte Katastrophe, so das Landvolk.

++ Neuzugang bei Hannover 96 ++

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Der erste Neuzugang im neuen Jahr bei Hannover 96 steht fest: Der schwedische Nationalstürmer John Guidetti wechselt zu den Roten und stand bereits heute beim Nachmittagstraining auf dem Platz. Der 27-Jährige hat bisher beim spanischen Klub Deportivo Alavés gespielt und ist jetzt erstmal auf Leihbasis bei 96, bis zum Ende der Saison. Laut Gerhard Zuber, dem vorläufigen sportlichem Leiter der Roten, verfüge Guidetti über eine ausgezeichnete Schusstechnik und habe bei seinen bisherigen Stationen mit starken Standards auf sich aufmerksam gemacht. Die nächsten nicht öffentlichen Testspiele von Hannover 96 sind am Sonntag gegen den Vfl Wolfsburg und FC Viktoria. Vielleicht kann Guidetti sein können als Stürmer bereits dann unter Beweis stellen.

++ Stadt veröffentlicht Kulturentwicklungsplan ++

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Größere Ausstellungen im Sprengel Museum, mehr Platz für die Musikschule und zwei neue Kulturzentren: Das sind nur einige Vorschläge, die im nun veröffentlichen Kulturentwicklungsplan der Stadt Hannover auftauchen. Der Entwurf ist eine Art Wunschliste. Er soll erste Anreize geben, wie sich die Kulturlandschaft weiterentwickeln könnte, jetzt wo Hannover in die zweite Runde der Kulturhauptstadtbewerbung eingezogen ist. Neben einer Umgestaltung des Maschparks zur „Kunst-Agora“, prüft die Stadt zusammen mit der Region die Einrichtung eines „Internationalen Zentrums für Musik und Sound“. Welche dieser Ziele tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet sich im Sommer. Bis dahin soll sich der Kulturentwicklungsplan auch durch öffentliche Diskussionen weiterentwickeln.   

 

++ Tote Frau in der Oststadt: Landgericht ändert Urteil zu Mord ++

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Es war doch Mord: Das Landgericht Hannover hat den Fall um den Tod einer Frau auf einem Spielplatz in der Oststadt heute noch einmal aufgerollt. Dabei kam das Gericht zu dem Schluss, dass die 63-Jährige doch ermordet wurde. Der Angeklagte Mohamad A. hatte die Frau im Sommer 2018 auf dem Spielplatz erstickt und erwürgt. Das Landgericht hatte dann im ersten Prozess geurteilt, dass es eine Vergewaltigung mit Todesfolge war und ihn zu 10 Jahren Haft verurteilt. Nachdem die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt hatte, änderte das Landgericht das Urteil nun in Mord und verlängerte die Haft um ein Jahr.

++ Trecker-Demo und Fridays for Future Protest sorgen am Freitag für Verkehrsbehinderungen ++

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Autofahrer müssen sich in Hannover heute am Freitag wegen mehrerer Großdemonstrationen auf massive Verkehrsbehinderungen einstellen. Es werden mehr als 2000 Landwirte mit ihren Treckern erwartet und dazu mindestens 3000 Klimaschutz-Aktivisten der Fridays for Future Bewegung. Die Kundgebung der Initiative „Land schafft Verbindung“ findet zwischen 12 und 15 Uhr auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus statt. Die Landwirte haben sich zum Teil schon am frühen Morgen mit ihren Trecken aus dem Umland auf den Weg nach Hannover gemacht und werden hier dann auch über den West- und Südschnellweg fahren. Fridays for Future startet ab etwa 11 Uhr 30 mit drei Protestzügen. Treffpunkte sind der Heinrich Heine-Platz, die Leibniz Uni und die Musikhochschule. Von dort geht es zum Opernplatz, wo die zentrale Kundgebung stattfindet und von wo aus die Klimademonstranten dann gemeinsam durch die Innenstadt ziehen. Die Polizei rechnet damit, dass die Auswirkungen auf den Verkehr wahrscheinlich bis in den Abend spürbar sind.