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++ Leinewelle: Angler wollen offenbar Berufung einlegen ++

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Rückschlag für die Leinewelle: Der Fischereiverein will sich offenbar nicht mit der Niederlage vor dem Verwaltungsgericht abfinden und Berufung gegen die künstliche Surfwelle einlegen. Der Anwalt des Fischereivereins, Konrad Asmissen, sieht laut HAZ gute Chancen, dass das Oberverwaltungsgericht das Urteil wieder aufhebt. Grund sei, dass Teile des Naturschutzgutachtens im Zusammenhang mit der Leinewelle nicht sonderlich tiefgreifend gewesen seien. Der Fischereiverein hatte unter anderem argumentiert, dier künstliche Surfer-Welle auf der Leine hinter dem Landtag sei ein starker Eingriff in die Tier- und Pflanzenwelt, war damit aber vor Gericht abgeblitzt.

Die Region Hannover, gegen die der Verein geklagt hatte, könnte den Surfern nun den sofortigen Bau der Leinewelle gestatten. Allerdings müssten die dann das finanzielle Risiko dafür tragen, auch falls das OVG die Erlaubnis wieder kassiert. Die Leinewelle soll etwa 1,2 Millionen Euro kosten und finanziert sich überwiegend aus Spenden.

++ MHH-Professor Welte: Aus für AstraZeneca ist "falsche Entscheidung" ++

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Als „Angstpolitik“ hat der MHH-Professor Tobias Welte die Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen bezeichnet. Es gebe kein Mittel, das wirke und dabei keine Nebenwirkungen habe, sagte der Direktor der Pneumologischen Klinik der HAZ. Deshalb sei der Impfstopp die falsche Entscheidung.

Das Serum von AstraZeneca steht im Verdacht, Blutgerinsel im Hirn auszulösen. In Deutschland könnte es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in sieben von 1,6 Millionen Fällen dazu gekommen sein.

MHH-Professor Welte sagte, das sei eine sehr geringe Fallzahl. Die Sterblichkeitsrate von Covid-19 liege weltweit bei 22 von 1000 Fällen – das müsse man ins Verhältnis setzen. Er hätte sich entschieden, die Fälle zu prüfen, aber den Impfstoff weiter zu nutzen. Ähnlich hatte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach argumentiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Vizekanzler Olaf Scholz hingegen waren Spahn beigesprungen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will morgen ihren abschließenden Bericht zu AstraZeneca vorlegen, der Impfgipfel der Bundesregierung ist zunächst verschoben.

++ Kita-Gruppen sollen mit zwei Erziehern auskommen - Kritik an Kultusminister Tonne ++

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Kita-Gruppen sollen weiterhin mit zwei Erziehern auskommen – das sieht der Entwurf des neuen Kita-Gesetzes vor, den Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag im Landtag in Hannover vorgestellt hat. Der SPD-Politiker erntete massive Kritik von Verbänden, Gewerkschaften und der Opposition. Sie alle hatten darauf gedrängt, dass der das Gesetz eine dritte Kraft in Kita-Gruppen verbindlich vorschreibt. Hohe Kosten und der Fachkräftemangel machten das derzeit unmöglich, so Tonne. Der Entwurf zum Kita-Gesetz geht nun zunächst in den Kultusausschuss des Landtags.

++ Impfzentrum kann AstraZeneca-Ausfall kurzfristig kompensieren ++

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Das Impfzentrum von Stadt und Region Hannover kann den Ausfall von AstraZeneca kurzfristig auffangen. Und zwar durch eine zusätzliche Lieferung des Impfstoffs Moderna, wie Stadt und Region am Dienstagnachmittag mitteilten. Damit könnten Engpässe bei den mobilen Impfungen zumindest teilweise kompensiert werden. Der Lieferstopp von AstraZeneca auf zunächst unbestimmte Zeit führt im Impfzentrum aber zu erheblichen Umplanungen. Landeshauptstadt und Region hatten die für Dienstag geplanten Einsätze ihrer mobilen Impfteams in Schulen und Kitas abgesagt. Alle Personen, die von dem Impf-Stopp betroffen sind, sollen für die kommende Woche ein neues Angebot erhalten – dann mit dem Moderna-Impfstoff. Die anderen terminierten Einsätze für diese Woche sind nach Angaben der Behörden aber nicht mehr gefährdet und können mit dem jetzt zusätzlich zur Verfügung stehenden Moderna-Vakzin abgewickelt werden. Im Impfzentrum auf dem Messegelände läuft unterdessen der Betrieb wie geplant weiter. Auswirkungen des AstraZeneca-Stopps gibt es hier derzeit nicht, da die Mediziner Impfstoffe von Biontech und Moderna verabreichen.

++ ADFC-Umfrage: Radler geben Hannover die Schulnote 3,7 ++

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Hannover ist wieder ganz vorne mit dabei  - bei den fahrradfreundlichsten Städten in Deutschland. Hannover belegte bei dem Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs erneut Platz 2 im Vergleich der Städte mit 500.000 Einwohnern. Für die gute Platzierung reichte allerdings die eher schwache Schulnote von 3,7. Mit dieser Note kann die Stadt nicht zufrieden sein, heißt es vom ADFC Hannover. Sie muss sie als Arbeitsauftrag für Verbesserungen verstehen.

Oberbürgermeister Belit Onay freute sich zwar, dass Hannover erneut den zweiten Platz erhalten hat, die Gesamtnote stellt aber auch ihn nicht zufrieden. Er verstehe es als Handlungsauftrag. Die Stadt sei mit ihren Aktivitäten in Sachen Radverkehr noch lange nicht fertig, sondern fange gerade erst an, so Onay. Der zweite Platz sei dafür ein guter Rückenwind und die Ergebnisse des Klimatests würden nützliche Hinweise für Verbesserungen bieten.

Punkten konnte Hannover beim ADFC-Fahrradklimatest mit einem guten Wegenetz. Schlechte Noten dagegen gab es im Bereich Stellenwert des Radfahrens. Etwa für die Ampelschaltungen, die Verkehrsführung in Baustellen oder auch die Falschparkerkontrollen auf Radwegen, hier gab eine glatte Fünf. Das Sicherheitsgefühl auf Hannovers Straßen bewerteten die Radfahrer mit der Note 3,9.

++ Kriegsverbrechen: Mann aus Gambia in Hannover festgenommen ++

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Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Beamte des Bundeskriminalamtes und der niedersächsischen Polizei haben am Dienstagmorgen in Hannover einen ehemaligen Soldaten aus Gambia festgenommen. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mord und versuchter Mord vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Der Mann soll zwischen 2003 und 2006 als Mitglied der Regierungsstreitkräfte an politischen Tötungskommandos beteiligt gewesen sein, die die Bevölkerung einschüchtern und die Opposition unterdrücken sollte. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann die Beteiligung an drei Mordanschlägen in Gambia vor. Dabei wurden zwei Regierungskritiker erschossen. Das dritte Opfer überlebte verletzt. Der nun in Hannover Festgenommene soll im Laufe des Tages am Bundesgerichtshof einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

++ Urlauber-Ansturm: Tui verdoppelt Flüge nach Mallorca ++

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Doppelt so viele Mallorca-Buchungen wie vor einem Jahr: Der Reisekonzern Tui meldet einen Kunden-Andrang für die Balearen-Insel – trotz Aufrufen aus der Politik, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak sagte am Dienstag, man habe sich entschieden, das Angebot für die Osterferien zu verdoppeln und biete nun 300 Hin- und Rückflüge an. Um die zurückgewonnenen Freiheiten entsprechend wertzuschätzen, empfehle man den Gästen aber, einen ruhigen Urlaub auf Mallorca zu verbringen, so Andryszak. Aus Buchungen lasse sich ablesen, dass die Zahl der Partyurlauber geringer ausfalle als üblich.

Vom Flughafen Hannover aus starten inzwischen bereits erste Maschinen Richtung Palma de Mallorca. Die Bundesregierung hatte die Einstufung von Mallorca als Risikogebiet zuletzt zurückgenommen, Reise-Rückkehrer müssen nun nicht mehr in Quarantäne.

Allerdings rät die niedersächsische Landesregierung von Reisen auf die Balearen ab. Wegen der steigenden Infektionszahlen stünden die Chancen für einen Osterurlaub selbst hierzulande etwa an der Küste oder auf den Inseln schlecht. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisierte die Aussagen scharf.

++ Hupkonzert: Autokorso für mehr Geld auf der Vahrenwalder Straße ++

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Autokorso für mehr Geld: Mit einem Hupkonzert sollen am Dienstagmittag etliche Fahrzeuge durch Hannovers Norden rollen – von der Münchner Straße in Langenhagen bis zur Vahrenwalder Ecke industrieweg und zurück. Aufgerufen zu dem etwas anderen Warnstreik hat die IG Metall. Sie will erreichen, dass die Tarifverhandlungen für den Flächentarifvertrag der niedersächsischen Metallindustrie Fahrt aufnehmen. Beschäftigte von MTU, SEH, Waldemar Pruss, SPL Powerlines und anderen sollen sich mit etwa 140 Fahrzeugen an dem Autokorso auf der Vahrenwalder Straße beteiligen - laut Gewerkschaft die erste von insgesamt vier Fahrzeug-Demos.

++ Stopp für AstraZeneca: Impfzentrum bislang kaum betroffen ++

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Keine Impfung mehr mit AstraZeneca – auch hier bei uns in Hannover. Stadt und Region haben den Gebrauch Covid-19-Impfstoffs untersagt. Zuvor hatte das Bundesgesundheitsministerium einen entsprechenden Stopp verfügt, weil das Mittel im Verdacht steht, in sehr seltenen Fällen Blutgerinsel im Gehirn zu verursachen.

Für den Betrieb im Impfzentrum auf dem Messegelände seien in dieser Woche kaum Auswirkungen zu erwarten, denn dort würden derzeit die Mittel von Biontech und Moderna verabreicht, sagte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe. Termine müssten demnach nicht abgesagt werden.

Allerdings falle der Einsatz der mobilen Impfteams in der Region Hannover zunächst aus. Sie hätten ausschließlich mit AstraZeneca gegen Covid-19 impfen sollen, etwa in Schulen und Kitas, bei Pflegepersonal oder der Polizei. Die Betroffenen würden über die Absagen informiert, teilten Stadt und Region mit. Auch die Krankenhäuser sollen vorerst keinen AstraZeneca-Impfstoff mehr bekommen.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens sagte, die Sicherheit und Gesundheit der Bürger gehe vor. Trotzdem werde man durch das Verbot in der Impfkampagne zurückgeworfen. Das Mittel von AstraZeneca soll ein Viertel aller Impfungen in Niedersachsen ausmachen.

++ Landesregierungs sagt: Chancen für Osterurlaub in Nds stehen schlecht ++

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Die Corona-Zahlen steigen wieder an - die Tendenz geht ganz eindeutig wieder nach oben, berichtete am Montag der Corona-Krisenstab der Landesregierung. Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz könnte nach den Berechnungen des Landesgesundheitsamts bis Ostern die 100-Marke erreichen. Am Montag lag dieser Durchschnittswert für Niedersachsen bei etwa 79. Angesichts der Verschärfung der Corona-Lage sieht die Landesregierung kaum noch eine Chance für den Osterurlaub im eigenen Land. Die Situation sehe nicht so aus, als ob Niedersachsen dies realisieren könne, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Die Zahl der Neuinfektionen und der Corona-Patienten auf den Intensivstationen steige. Es helfe auch nicht, Urlauber etwa vor dem Betreten der Fähren zu den Nordseeinseln zu testen: Selbst ein negatives Testergebnis in diesem Moment gebe keine Gewissheit, dass die Betroffenen sich nicht in den Tagen zuvor oder auf der Bahnfahrt zur Fähre infiziert haben und es in Folge nicht vermehrt zu Infektionsfällen auf den Inseln kommt. Die Landesregierung warnte zugleich auch vor den Gefahren eines kurzfristigen Urlaubs auf Mallorca. Wer jetzt dorthin fliege, müsse sich über das hohe Risiko bewusst sein. Zwar sei die Inzidenz auf der spanischen Insel aktuell niedriger als in Niedersachsen, aber dort würden sich Menschen aus ganz Deutschland und Europa treffen - und es bestehe die Gefahr, dass sich Infektionen nach der Rückreise weiter verbreiten.