++ Prozess um Baby im Koffer: Mutter haftet für Spätschäden ++

Der Fall einer jungen Mutter aus Vahrenwald, die ihr Baby mit dem Skelett eines weiteren Säuglings tagelang in einem Koffer deponiert hielt, hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Im März 2017 war die damals 22-Jährige zu 6 Jahren Haft verurteilt worden. Heute gab es ein erneutes Urteil in dem Fall vor dem Landgericht Hannover. Die Zivilkammer hat ein sogenanntes Versäumnisurteil ausgesprochen. Demnach ist die Mutter nun verpflichtet, für alle Schäden finanziell geradezustehen, die ihrem Kind später noch aus der Tat erwachsen könnten – seelisch und körperlich. Das Jugendamt hatte für die heute 2 Jahre und vier Monate alte Tochter geklagt. Wie Gerichts-Sprecher Hans-Christian Rümke gegenüber Radio Hannover sagte, gehe es darum, dass mögliche spätere Schadensersatzansprüche nicht verjähren. Allerdings müsse immer noch per Gutachten und Gerichtsurteil der Zusammenhang zu den Horrortagen in dem dunklen und feuchten Koffer nachgewiesen werden, was nicht unbedingt leicht sein dürfte. Das Mädchen lebt heute in einer Pflegefamilie. Die Mutter, die in einer JVA einsitzt, war heute zum Gerichtstermin nicht anwesend.

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