++ Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft für Waffensammler ++

Im Prozess gegen den Waffensammler aus Stöcken hat die Generalstaatsanwaltschaft vier Jahre und zwei Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine zweijährige Bewährungsstrafe. Bei dem 30-Jährigen waren im Frühjahr über 50 zum Teil scharfe Waffen, darunter Gewehre und Maschinenpistolen, sowie fast 3700 Schuss Munition entdeckt worden. Der übergewichtige Mann hatte über Jahre sein Zimmer nicht verlassen. Nachbarn wussten noch nicht einmal, dass er mit in der Wohnung seines Vaters lebte. Der 30-Jährige hatte zugegeben, die Waffen gekauft zu haben. Er sagt aber, er habe nie einen Menschen verletzen wollen. Auf seinem Computer fanden Ermittler allerdings unter anderem das Video des Attentates von Christchurch. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne des Stöckeners gab es aber nicht. Für den Vater des Mannes hat die Staatsanwaltschaft drei Jahre Haft gefordert, weil er die Waffenpakete für den Sohn entgegennahm und ihn versorgte und so dessen illegale Aktivitäten erst ermöglicht haben soll. Die Verteidigung hat hingegen einen Freispruch für den Vater gefordert, weil er von den illegalen Waffen nichts gewusst haben soll. Ein Urteil in dem Prozess wird am nächsten Mittwoch erwartet.  

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