++ Todesfahrt in der Fußgängerzone: Mordprozess ohne Öffentlichkeit ++

Auf der Flucht vor der Polizei soll ein junger Mann im Sommer in der Bahnhofstraße einen Rentner totgefahren haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 18-jährigen Mord vor und seit gestern muss er sich vor Gericht verantworten. Der Prozess wird aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das hat der vorsitzende Richter gestern gleich zu Beginn des Verfahrens entschieden und damit einem Antrag der Verteidigung stattgegeben. Zur Begründung hieß es: der Angeklagte leide unter einer Persönlichkeitsstörung, sei depressiv und suizidgefährdet. Fände der Prozess nun öffentlich statt, sei eine Verschlechterung seines Zustands zu befürchten.

Im Juni soll der 18-Jährige erst einen Mercedes SLK geklaut und damit betrunken und ohne Führerschein eine Spritztour gemacht haben. Als ihn eine Polizeistreife kontrollieren wollte, begann seine Flucht durch die Fußgängerzone – die für den 82-jährigen Fußgänger dann tödlich endete. Im Januar soll in dem Prozess ein Urteil fallen.

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