++ Nach Aufspaltung: Gilde einigt sich mit Betriebsrat ++

Nach der Aufspaltung der Gilde-Brauerei in vier Einzelfirmen haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat am Montag vor dem Arbeitsgericht getroffen. Die Arbeitnehmervertreter wollten die Aufspaltung eigentlich im Eilverfahren rückgängig machen – so ist es dann aber doch nicht gekommen.

Die Gilde-Geschäftsführung und Betriebsrat haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Demnach bleibt es bei der Aufspaltung in vier Einzelfirmen, aber es soll eine Einigungsstelle eingerichtet werden, in der über einen Interessenausgleich der Mitarbeiter verhandelt werden soll. Die Geschäftsführung teilte heute mit, sie sehe sich darin bestärkt, dass die Aufspaltung der Gilde rechtens war.

Im Rahmen des Vergleichs hat die Geschäftsführung auch das gesetzliche Übergangsmandat von sechs Monaten für den Betriebsrat akzeptiert. Das heißt, die bisherigen Mitglieder machen erstmal so weiter wie bisher. Und sie müssen auch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten. Der Gilde-Betriebsratschef Julian Weinz zeigte sich in diesem Punkt auch erleichtert –, weil die Kollegen nun verbindlich wüssten, wer sie vertritt.

Ruhe dürfte bei der Gilde trotzdem erstmal nicht einkehren, denn der Tarifstreit schwelt weiter. Die Gewerkschaft NGG hat die Gilde-Beschäftigten für Donnerstag zu einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof aufgerufen.

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