++ MP Weil hat als Zeuge im Prozess um Rathaus-Affäre ausgesagt ++

Im Prozess um die Rathaus-Affäre ist am Dienstag am Landgericht Hannover Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil als letzter und auch prominentester Zeuge befragt worden. Es ging um Vorgänge aus dem Frühjahr 2018, als städtische Unterlagen der Landespolitik zugespielt worden waren - mit Informationen über rechtswidrige Gehaltszulagen. Ministerpräsident Weil sagte vor Gericht aus, dass er die Akte damals nicht intensiv gelesen, wohl aber bemerkt hatte, dass es um Zulagen für Frank Herbert ging - den damaligen Büroleiter von Ex-Oberbürgermeister Schostok. Und dass diese Zulagen als rechtswidrig eingestuft wurden. Aber dies sei ja nur der Wunsch nach einer Zulage gewesen, keine bereits gezahlten Boni, betonte Weil. Bei seinem anschließenden Treffen mit Schostok in der Staatskanzlei habe damals im Vordergrund gestanden, dass vertrauliche Personalunterlagen in Umlauf geraten waren. Später habe sich Weil dann darauf verlassen, dass Schostok alles mit dem Innenministerium abgesprochen habe. Der Prozess um die Rathaus-Affäre wird in zwei Wochen fortgesetzt. Dann sollen die Plädoyers gehalten werden.

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