++ Lügen über Chef verbreitet: Verfassungschützler wegen versuchter Nötigung verurteilt ++

Weil er seinen Dienstwagen auch privat fahren wollte, scheute ein Beamter des niedersächsischen Verfassungsschutzes nicht davor seinen Vorgesetzten zu erpressen. Das Amtsgericht Hannover verurteilte den 43-Jährigen am Montag wegen versuchter Nötigung zu einer siebenmonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung. Im vergangenen Jahr hatte der Mann in einer anonymen SMS von seinem Vorgesetzten verlangt, dass er und sein Team die Dienstwagen wieder privat nutzen dürfen – andernfalls erfahre der Innenminister von sexuellen Belästigungen junger Kolleginnen und der sexuellen Beziehung zu einer ehemaligen Kollegin. Zwei Wochen später schwärzte er seinen Chef tatsächlich beim Ministerium an – weil er den Brief aber per Einschreiben verschickt hatte,  konnte der 43-Jährige als Absender ermittelt und als Lügner entlarvt werden. Pikant: Im Zuge der Ermittlungen waren auch kinderpornografische Dateien und Waffenmunition in seinem Besitz entdeckt worden.

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