++ Landgericht schickt falsche Polizisten ins Gefängnis ++

Lange Haftstrafen für falsche Polizisten: Das Landgericht Hannover hat am Dienstag die Urteile gegen fünf Männer und eine Frau gesprochen. Sie müssen jeweils zwischen drei und zehn Jahren ins Gefängnis, einer der Angeklagten erhielt eine Bewährungsstrafe wegen Beihilfe. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Verurteilten sich zwischen 2017 und 18 als Polizeibeamte ausgegeben und Senioren um hohe Summe gebracht hatten, unter anderem in Hameln, Bielefeld und Berlin. Das sagte ein Gerichtssprecher gegenüber „Radio Hannover“.

Die Masche war stets die gleiche: Ein Hintermann rief mit manipulierter Telefonnummer an, so dass die Opfer auf ihrem Display unter anderem die „110“ sahen. Die Täter machten den Senioren dann Angst vor Einbrechern und unehrlichen Bankangestellten. Deshalb müssten sie ihre Wertsachen der Polizei übergeben. Die Opfer deponierten dann hohe Beträge, die sie etwa für Beerdigung oder Pflegeheim gespart hatten, Schmuck oder Gold, und die falschen Polizisten holten die Wertsachen ab. Ermittler kamen der Bande mit Hilfe von Telefonüberwachung auf die Schliche. Die Täter müssen nun nicht nur ins Gefängnis, sondern auch Hunderttausende Euro zurückzahlen.

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