++ Hymnen-Skandal: Niedersächsischer Box-Präsident tritt zurück ++

Die erste Strophe des Deutschlandlieds mit den Worten „Deutschland, Deutschland über alles“ diente den Nazis im Dritten Reich als Hymne – und kostet nun offenbar den Präsidenten des Niedersächsischen Boxsportverbands, Manfred Schumann, den Posten.

Schumann hat laut „Welt“ seinen Rücktritt angekündigt, weil die Strophe auf einer Veranstaltung mit Boxern aus Südafrika gespielt worden war, Ende Juni am Steinhuder Meer. Eigentlich hatte die dritte Strophe „Einigkeit und Recht und Freiheit“ laufen sollen, also die deutsche Nationalhymne.

Dem Bericht zufolge hatte der Präsident des deutschen Boxverbands, Jürgen Kyas, das Abspielen der Nazi-Hymne abbrechen lassen. Schumann sprach daraufhin von einem „tragischen Unglück“. Er habe sich bei allen Anwesenden entschuldigt, finde aber unverständlich, dass daraus eine große Sache gemacht werde. Mit Rassismus habe das „nichts zu tun“.

Der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer, Thomas Pütz, nannte den Vorfall am Steinhuder Meer einen Skandal, der gründlich aufgearbeitet werden müsse.

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