++ Gilde in vier Firmen zerschlagen - Gewerkschaft läuft Sturm ++

Die Lage in einem der traditionsreichsten Unternehmen Hannovers spitzt sich weiter zu: Bei der Gilde Brauerei sorgt eine umstrittene Umstrukturierung für heftige Kritik. Denn buchstäblich über Nacht hat die Geschäftsführung Ende vergangener Woche offensichtlich Tatsachen geschaffen und Gilde in vier einzelne Firmen aufgespalten.

Freitagmorgen um vier sollen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die Beschäftigten aufgefordert haben, Stempelkarten und Dienstkleidung abzugeben und Spinde zu räumen. Ihnen würden neue zugeteilt. In der Kantine und den Produktionsräumen wurden Stellwände aufgebaut, um die Mitarbeiter der vier neuen Einzelfirmen voneinander zu trennen, der Betriebsrat wurde faktisch aufgelöst.

Die NGG hat die neuen drei Firmen laut eigenen Angaben formell zu Verhandlungen aufgefordert. Die haben das am Montag aber abgelehnt. Mit dieser Ablehnung hat die NGG nun wieder eine Streikgrundlage. Unbefristet dürften die Streiks aber zunächst nicht sein.

Im Landtag hat Anja Piel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, am Montag Wirtschaftsminister Bernd Althusmann aufgefordert, sich als Vermittler in den Konflikt bei Gilde einzuschalten.

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