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++ Einigung zwischen Stadt und Enercity: Hannover will Kohleaustieg bis 2026 ++

Hannover will raus aus der Kohle. Das Kraftwerk in Stöcken soll so schnell wie möglich vom Netz gehen. Die Stadt und der Energieversorger Enercity haben nun einen Vereinbarungsvorschlag zum Kohleausstieg verfasst. Dieser beinhaltet unter anderem, dass sich Enercity dazu bereit erklärt, nachprüfbar so früh wie möglich das Kohlekraftwerk stillzulegen - angestrebt wird das Jahr 2026. Ein weiterer Kernpunkt des Vorschlags ist, dass die Stadt und enercity für die Jahre 2021 bis 2023 den Menschen in Hannover insgesamt 35 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um CO2-mindernde Maßnahmen zu finanzieren. Dazu zählen eine Initiative zum Ölheizungstausch, eine Anschlusspflicht für bisher fossile Heizanlagen ans Fernwärmenetz, eine Heizungseffizienz-Offensive sowie der Plan, den ersten Block im Kohlekraftwerk nach Möglichkeit ein Jahr früher als geplant, also 2024, stillzulegen. Mit diesem Bündel an Maßnahmen soll es gelingen, bis 2035 rund 800.000 Tonnen Kohlendioxid einzusparen. Dies entspricht mehr als der Hälfte des CO2-Ausstoßes für das Kohlekraftwerk in seiner bisher geplanten Laufzeit bis 2030. Der Rat der Stadt muss noch grünes Licht geben, erst dann kann es richtig los gehen. Dann wird der Vertrag zwischen Enercity und der Stadt in einen rechtsverbindlichen Rahmen überführt. Der Kohleausstieg in Hannover kostet einen dreistelligen Millionenbetrag, allein enercity investiert mehr als 500 Millionen Euro. Erst vor wenigen Tagen hatte der Oberbürgermeister ein Schreiben an das Bundeskanzleramt gerichtet, mit der Forderung, dass der Bund die Kommunen bei der Energiewende stärker unterstützen müsse.